Der Tag in 240 Sekunden

Der Tag in 240 Sekunden vom 23.02.2024


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Die wichtigsten Versicherungsnews des Tages

**Heute ist der 23. Februar 2024 **

GDV macht sich für Provisionsmodell stark

Aktuell laufen Verhandlungen zur sogenannten EU-Kleinanlegerstrategie. Parlament und Rat der Europäischen Union könnten sich schon bald auf ein Vorgehen verständigen. Der Versicherungsverband GDV hat nun die Position der deutschen Versicherer vorgestellt.

Der Vorschlag der EU-Kommission, partielle Provisionsverbote zu etablieren – beispielsweise für die unabhängige Beratung zu Versicherungsanlageprodukten –, lehnt der Verband danach ab. Der GDV macht sich stattdessen für ein Nebeneinander verschiedener Vergütungsformen stark. „Zurzeit haben die Menschen die Wahl, ob sie Versicherungen direkt beim Versicherer kaufen, Honorare an einen Berater zahlen oder die Vergütung des Vermittlers dem Versicherer überlassen. Diese Wahlmöglichkeit wollen wir erhalten“, so der GDV.

Geht es um das faire Preis-Leistungs-Verhältnis von Versicherungsprodukten verweist der GDV auf die Kontrolle der deutschen Finanzaufsicht Bafin: „Sie beaufsichtigt das, prüft und schreitet ein, wenn nötig“, so der GDV. Die von der EU-Kommission vorgeschlagenen neuen Regeln könnten faktisch zu einer Produkt- und Preiskontrolle führen, warnen die Versicherer. Das hemme die Innovationskraft des Marktes.

Mit diesen BU-Versicherern sind Kunden zufrieden

Mit welchen Anbietern von Produkten und Dienstleistungen sind Kunden besonders zufrieden? Dieser Frage ging die Rating-Agentur Servicevalue in Kooperation mit „Focus Money“ nach. Dafür sammelten sie mehr als 267.000 Verbraucherstimmen zu 1.527 Unternehmen und Marken.

Auch die Versicherungsbranche ist mit mehreren Sparten vertreten. Wir haben hier einmal die Berufsunfähigkeitsversicherer herausgepickt. Die Liste der BU-Versicherer mit der „höchsten Kundenzufriedenheit“ führt danach die LV 1871 mit 2,62 Punkten an. Auf Platz 2 folgt die Generali mit 2,64 Punkten vor dem Volkswohl Bund mit 2,65 Punkten.

Deutscher Wirtschaft fehlen 545 Milliarden Euro

Erst die Corona-Pandemie, dann Ukraine-Krieg, hohe Inflation und Nahost-Konflikt. Seit vier Jahren ist die Welt im Krisenmodus. Und das hat heftige wirtschaftliche Folgen auch für die deutsche Wirtschaft. 545 Milliarden Euro sind ihr über die vergangenen vier Jahre entgangen.

Das hat das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln ermittelt. Allein der Konsum sei in der Zeit um 400 Milliarden Euro zurückgegangen. Das entspricht rund 4.800 Euro pro Person. Auch Investitionen seien in den vergangenen vier Jahren auf der Strecke geblieben, sie werden vom IW auf 155 Milliarden Euro beziffert.

Viele Führungskräfte sind erschöpft

Die Führungskräfte in deutschen Unternehmen sind erschöpft. 62 Prozent von ihnen geben das in einer gemeinsamen Umfrage der Beratungsagentur Auctority und des Marktforschers Civey an. Die Managementebene ist damit deutlich stärker betroffen als der Durchschnitt der Beschäftigten mit 53 Prozent.

Insbesondere die Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren gibt das an. 72 Prozent der Befragten fühlen sich erschöpft. Um hier Abhilfe zu schaffen, könnte eine Arbeitsteilung die Lösung sein. Jedenfalls sagen 61 Prozent, dass sie einem entsprechenden Modell mit geteilter Führung offen gegenüberstehen.

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Der Tag in 240 SekundenBy Karen Schmidt, Andreas Harms, Matthias Heß und unser Schmidtbot