Der Tag in 240 Sekunden

Der Tag in 240 Sekunden vom 23.04.2024


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Die neusten Versicherungsnews des Tages

**Heute ist der 23. April 2024.

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**Erste Auszahlungs-Statistik zu Riester-Renten veröffentlicht
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Knapp über eine Million Menschen bezogen im Jahr 2022 Geld aus einer Riester-Rente in ihrer Auszahlphase. Dabei flossen an sie insgesamt 1,6 Milliarden Euro. Das ergibt im Durchschnitt 1.581 Euro im Jahr beziehungsweise 132 Euro im Monat. Das geht aus der „Riester-Auszahlungsstatistik“ hervor, die das Bundesfinanzministerium nun zum ersten Mal veröffentlicht hat.

Die eingangs erwähnten Zahlen enthalten auch einmalige Beträge, die Riester-Sparer zum Rentenantritt erhalten, wenn ihre lebenslange Rente zu niedrig wäre. Auch die erlaubten Sofortauszahlungen von bis zu 30 Prozent des Guthabens sind eingerechnet. Nimmt man nur die ganz normalen laufenden Alters- oder Erwerbsminderungsrenten, kommt man auf knapp 82 Euro im Monat.

**FDP will gefördertes privates Altersvorsorgedepot einführen

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Die FDP möchte die Altersvorsorge hierzulande stärker auf die Kapitalmärkte ausrichten. Nach ihren Plänen soll es künftig etwa ein gefördertes privates Altersvorsorgedepot geben. Das steht in einem Papier des Wirtschaftsforums der FDP-Bundestagsfraktion, über welches das „Handelsblatt“ berichtet. Dann könnten auch Produkte wie ETF-Sparpläne staatlich gefördert werden. Das Finanzministerium will im Spätsommer einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen.

Auch das Rentenpaket II, das den Aufbau eines Generationenkapitals in der gesetzlichen Rente vorsieht, will die FDP noch weiterdrehen. 2 Prozent des Rentenbeitrags der Bürger könnten dann am Kapitalmarkt angelegt werden – daraus sollen sie dann individuelle Rentenansprüche erwerben.

**Lebensversicherer zeigen sich verhalten optimistisch

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Die Geschäftserwartungen der Lebensversicherer für das Jahr 2024 haben sich von einer neutralen Haltung in den leicht positiven Bereich bewegt. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Rating-Agentur Assekurata. Als wesentliche Neugeschäftstreiber sehen die Anbieter in diesen Zeiten gestiegener Zinsen insbesondere Fondspolicen – und dann vor allem ohne Garantie.

Positiv ist auch die Einschätzung zu Biometrieprodukten, hier vor allem zu Berufsunfähigkeits- und Grundfähigkeitsversicherungen. Trotz der derzeitigen trüben Konjunkturaussichten in Deutschland sind auch die Einschätzungen zur betrieblichen Altersversorgung deutlich positiver, wenn auch nicht so gut wir die Erwartungen für Fondspolicen und Berufsunfähigkeitsversicherungen.

**Versicherer kritisieren geplante EU-Zahlungsverzugsverordnung

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Die heute vom Europäischen Parlament befürwortete Zahlungsverzugsverordnung könnte nach Ansicht der in Deutschland tätigen Versicherer der europäischen Wirtschaft schaden.
Nach dem Willen des Europäischen Parlaments müssen Unternehmen ihre Rechnungen künftig grundsätzlich nach 30 Tagen begleichen. Wer diese Frist überschreitet, zahlt automatisch hohe Strafzinsen.

„Die Regelung würde für alle Unternehmen mehr Bürokratie bedeuten und eine pauschale Norm einführen, die der oft komplexen Wirklichkeit der Verträge und Zahlungsziele zwischen Vertragsparteien nicht gerecht wird“, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, kurz GDV.

Asmussen stört auch, dass die kürzeren Zahlungsfristen erstmals auch für Versicherungsleistungen gelten sollen. „Die Regulierung komplexer Sach- und Personenschäden ist weit mehr als eine einfache Geldzahlung und hat auch nichts mit Handelsgeschäften zu tun, die mit der Verordnung eigentlich geregelt werden sollen“, so Asmussen.

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Der Tag in 240 SekundenBy Karen Schmidt, Andreas Harms, Matthias Heß und unser Schmidtbot