Der Tag in 240 Sekunden

Der Tag in 240 Sekunden vom 24.05.2024


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Die neusten Versicherungsnews des Tages

Heute ist der 24. Mai 2024

Bert Rürup würde Mini-Renten aufstocken

Der Volkswirt und ehemalige Wirtschaftsweise, Bert Rürup, erwartet einen Armutsschub unter Rentnern. Etwa ab 2030 werde der kommen – vor allem in der ehemaligen DDR. Das sagte er in seinem Vortrag auf der Fachtagung des Branchenverbands BVK.

„Ab da gehen die Wendeverlierer in Rente“, warnt Rürup: „Dann könnte unser auf Äquivalenz aufgebautes Rentensystem unter Druck geraten.“ In den neuen Bundesländern gebe es weniger Betriebsrenten, Ersparnisse und privaten Wohnraum als in den alten.

Doch er hat eine Lösung parat, die mit dem geplanten Generationenkapital zusammenhängt: Warum nicht über dessen Erträge die kleineren Renten gezielt aufstocken. Das sei möglich, weil es sich nicht um Steuergeld handelt und die Kapitaleinkommen auch nicht vom Staat erwirtschaftet wurden. Damit würde die Idee nicht gegen das Äquivalenzprinzip verstoßen, so der Volkswirt weiter.

R+V beziffert Hochwasser-Schäden

Der Versicherer R+V hat sich zu den Schäden durch Hochwasser in Saarland, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz geäußert. Demnach geht man von insgesamt 20 Millionen Euro bei den eigenen Versicherten aus. Diese Summe sei nicht allzu groß, heißt es weiter. Allerdings gingen noch immer neue Schadensmeldungen ein.

Stimmung in der Versicherungswirtschaft steigt

Der Geschäftsklima-Index für Versicherer hat sich weiter erholt. Er stieg im ersten Quartal 2024 von 6,4 auf 15,7 Punkte. Damit liegt er erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie Ende 2019 wieder über dem langfristigen Mittelwert von 12,5 Punkten. Schon im vergangenen Jahr hatte sich das Branchen-Klima verbessert.

Der Ifo Konjunkturtest Versicherungswirtschaft misst jedes Quartal die Geschäftslage, die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate und das daraus resultierende Geschäftsklima. Auftraggeber ist der Branchenverband GDV.

Einen besonders großen Sprung nach oben machte im ersten Quartal die Sparte Leben. Ein Grund dafür könnte nach Ansicht des GDV die sinkende Inflation sein. Höhere Einkommen gäben den Menschen mehr Spielraum für ihre private Altersvorsorge.

Verbraucherschützer nehmen Igel-Leistungen ins Visier

Der Verbraucherzentrale Bundesverband äußert sich kritisch zu individuellen Gesundheitsleistungen, kurz Igel. Das sind Leistungen beim Arzt, die Patienten selbst bezahlen. Doch der Nutzen sei nicht immer belegt, bemängeln die Verbraucherschützer. Mehr als ein Drittel der Selbstzahler wüssten zudem nicht, dass es verbindliche Regeln für die Leistungen gibt.

Laut einer Forsa-Umfrage haben 43 Prozent der gesetzlich Versicherten in den vergangenen zwölf Monaten mindestens eine solche Leistung genutzt. Jeder Zweite davon hat 50 bis 250 Euro dafür ausgegeben. 10 Prozent legten sogar mehr als 500 Euro auf den Tisch.

Weil sich aber die Beschwerden häufen, fordern die Verbraucherschützer strengere Regeln. Beispielsweise müsse es standardisierte Informationsblätter zu Wirksamkeit, Risiken und möglichem Nutzen der Leistung geben. Allerdings müssten auch die bereits bestehenden Regeln besser eingehalten werden. Zum Beispiel die heute schon vorgeschriebene Aufklärung über fehlende Wirksamkeitsbelege und Risiken.

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Der Tag in 240 SekundenBy Karen Schmidt, Andreas Harms, Matthias Heß und unser Schmidtbot