Der Tag in 240 Sekunden

Der Tag in 240 Sekunden vom 25.04.2024


Listen Later

Die neusten Versicherungsnews des Tages

**Heute ist der 25. April 2024.

**
**Teil-Provisionsverbot für Makler auf der Kippe
**
Bei der EU-Kleinanlegerstrategie geht es voran. Das Europäische Parlament hat am Dienstag in Straßburg entschieden, den vorliegenden Entwurf zur Grundlage der Trilog-Verhandlungen zwischen Parlament, Kommission und Ministerrat zu machen und den Startschuss für diese Verhandlungen gegeben. Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung im EU-Parlament hatte diesen Entwurf vor rund einem Monat vorgelegt. Er enthält einen neuen, entscheidenden Absatz, der das Provisionsverbot für Versicherungsmakler kippt.

Dort heißt es: „Dieser Absatz hindert Versicherungsvermittler, die aufgrund ihres Rechtsstatus als unabhängig eingestuft werden, nicht daran, sich als nicht vertraglich an ein bestimmtes Versicherungsunternehmen gebunden darzustellen, wenn sie darauf hinweisen, dass sie Anreize erhalten.“

„Mit einer endgültigen Verabschiedung dieses Absatzes wären die deutschen und österreichischen Versicherungsmakler auf einem guten Weg, dass sie auch weiterhin als unabhängig tätige Vermittler Provisionen für die Vermittlung von Versicherungsanlageprodukten erhalten dürfen,“ kommentiert Frank Rottenbacher, Vorstand des Bundesverbands Finanzdienstleistung AfW, die Ergänzung.

**KFZ-Versicherung gut ein Fünftel teurer als im Vorjahr

**
Die Preise für Auto-Versicherungen steigen weiter. Wer heute ein neu gekauftes Auto versichert, zahlt im Marktschnitt 20 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Noch stärker steigen die Preise aber für Versicherungswechsler: Durchschnittlich liegen sie 22 Prozent über dem Vorjahr, in der Vollkasko sind es 23 Prozent mehr. Das zeigt der KFZ-Versicherungsindex des Vergleichsportals Verivox.

„Bereits in der Wechselsaison im Oktober und November haben die KFZ-Versicherer ihre Preise kräftig erhöht, um ihre Kosten zu decken“, sagt Wolfgang Schütz, Geschäftsführer des Verivox Versicherungsvergleiches. „Wegen der weiter steigenden Schadenkosten schreiben die Versicherer aber immer noch Verluste. Die Preise werden deshalb auch weiter steigen.“

**Bedenkliche Preisentwicklung bei Apps auf Rezept

**
Krankenkassen übernehmen die Kosten für Apps, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte geprüft und zugelassen wurden. Und diese Kosten gehen aktuell anscheinend durch die Decke. „Wir sehen, dass die Preise in den vergangenen drei Jahren exorbitant gestiegen sind“, sagt Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse.

Lag der Durchschnittspreis für eine solche digitale Gesundheitsanwendung, kurz Diga, im Jahr 2020 noch bei 418 Euro, seien es 2023 schon 628 Euro. Der höchste Preis einer Diga liege bei 2.077 Euro für die App „Levidex“ gegen Multiple Sklerose.

„Wir brauchen dringend eine wirksame Regulierung der Preise für Apps auf Rezept. Es ist ökonomisch nicht zu verantworten, dass die Versichertengemeinschaft immer mehr Geld für Anwendungen zahlen muss, deren Nutzen zu diesem Zeitpunkt noch nicht belegt ist“, fordert Baas.

**Gesundheitsausgaben steigen weiter

**
Und noch mal Thema Gesundheit. Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozent oder 23 Milliarden Euro gestiegen. Sie erreichten damit eine Summe von fast 498 Milliarden Euro. Das entspricht 5.939 Euro je Einwohner. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag 2022 damit bei fast 13 Prozent.

...more
View all episodesView all episodes
Download on the App Store

Der Tag in 240 SekundenBy Karen Schmidt, Andreas Harms, Matthias Heß und unser Schmidtbot