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Der Tag in 240 Sekunden vom 27.05.2024


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Heute ist der 27. Mai 2024

Naturschäden teurer als gedacht

Der Anstieg von versicherten Schäden durch Naturgefahren fällt deutlich höher aus als erwartet. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) meldet nun eine Schadensumme von 5,7 Milliarden Euro für 2023. Geschätzt hatte er zuvor 4,9 Milliarden Euro.

Das sind 1,7 Milliarden Euro mehr als 2022. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen sagt: „Grund dafür sind vor allem schwere und teure Hagelschäden an Kraftfahrzeugen, die mit 2 Milliarden Euro zu Buche schlugen.“

Stark gestiegene Ersatzteilpreise und hohe Werkstattlöhne trieben die Schadensumme im KFZ-Bereich nach oben. Der Schadendurchschnitt für Sturm- und Hagelschäden kletterte dort auf 4.100 Euro. Das ist der dritthöchste Wert nach 1984 mit 4.700 Euro und 2021 mit 4.300 Euro. Auf die Sachversicherung entfielen 3,7 Milliarden Euro. Davon entstanden 2,7 Milliarden Euro durch Sturm und Hagel und eine Milliarde Euro durch weitere Naturgefahren.

Die größten Schäden entstanden nicht etwa durch Herbst- und Winterstürme, vielmehr hatte es der Sommer in sich. Im August verursachten heftige Unwetter versicherte Schäden in Höhe von 1,5 Milliarden Euro – also gut ein Viertel des Gesamtschadens.

Generation Z vertraut Beratern mehr als Finanz-Influencern

Finanz-Influencer genießen bei der jungen Generation mehr Vertrauen als bei Älteren. Die Generation Z setzt in der Anlageberatung auf professionelle Berater, Freunde und Familie. Das zeigt eine Umfrage des Fintechs Tomorrow rund ums Thema Finanzen. Wobei zur Generation Z alle Befragten von 16 bis 27 Jahren zählen.

Demnach sind über die Generationen hinweg professionelle Finanz- und Bankberater die wichtigste Anlaufstelle bei der Investmentberatung: Sie werden von 38 Prozent in der Generation Z beziehungsweise 39 Prozent der Älteren genannt. Auch wenn ihre Bedeutung deutlich steigt, lösen Finanz-Influencer auch in der Generation Z den Finanzberater nicht ab. Nur 29 Prozent würden bei konkreten Finanzfragen auf Finanz-Influencer setzen. Bei den ab 28-Jährigen sind es 20 Prozent.

Außerdem brechen die Jüngeren offenbar ein altes Tabu. Denn 42 Prozent der Generation Z sprechen mit Freunden über ihr Einkommen. Bei den Älteren sind es nur 30 Prozent. Auch bei Anlageentscheidungen ziehen 37 Prozent Freunde und Familie zu Rate. Bei den ab 28-Jährigen machen das nur 23 Prozent.

„Das Verhalten und die Einstellung der Generation Z zu Geld unterscheidet sich klar. Besonders das Sprechen über Finanzen spielt eine deutlich größere Rolle bei jüngeren Menschen“, fasst Maria Mondry, Head of Banking bei Tomorrow, die Ergebnisse zusammen. „Sie schaffen damit im Unterschied zu ihren Eltern und Großeltern einen transparenteren, offeneren Umgang mit dem vermeintlichen Tabuthema Geld.“

Mehr Menschen in Pflege als erwartet

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach korrigiert die Zahlen in der Pflege nach oben. So sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Demografisch bedingt wäre 2023 nur mit einem Zuwachs von rund 50.000 Personen zu rechnen gewesen. Doch tatsächlich beträgt das Plus über 360.000.“

Die Gründe seien noch unklar, so der Minister weiter. Er gehe aber davon aus, dass zu den sehr alten Menschen in Pflege nun die ersten Babyboomer hinzukommen. Das könnten Menschen mit Erkrankungen sein, die früher nicht lange überlebt hätten. „Durch die Erfolge der Medizin ist die Gruppe derjenigen größer geworden, die schon in jungen Jahren pflegebedürftig sind“, so Lauterbach.

Angesichts dessen werde man das Leistungsniveau in der Pflege mit den jetzigen Beiträgen nicht halten können. Leistungen müsse man regelmäßig erhöhen. An der entsprechenden Finanzreform arbeite man. Außerdem dürfe es nicht sein, dass Gutverdiener und Beamte nicht in die soziale Pflegeversicherung einzahlen. Wir bräuchten eine Pflege-Bürgerversicherung, in die alle einzahlen.

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Der Tag in 240 SekundenBy Karen Schmidt, Andreas Harms, Matthias Heß und unser Schmidtbot