Der Tag in 240 Sekunden

Der Tag in 240 Sekunden vom 29.02.2024


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Die wichtigsten Versicherungsnews des Tages

**Heute ist der 29. Februar 2024.

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**Überschussbeteiligungen steigen weiter
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Lebensversicherer zahlen für klassische private Rentenversicherungen durchschnittlich eine laufende Verzinsung von 2,46 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 2,26 Prozent. Die höchste Verzinsung beträgt 3 Prozent, so die Auswertung der Rating-Agentur Assekurata.

Auch bei bestehenden Tarifen geht es bergauf. So erhöhten 27 Unternehmen beim Referenztarif der privaten Rentenversicherung mit einem Garantiezins von 1,25 Prozent die laufende Verzinsung. Neun Versicherer hielten sie konstant und gesenkt hat sie niemand. Im Durchschnitt stieg die laufende Verzinsung dieser Tarifgeneration um 30 Basispunkte auf 2,42 Prozent.

**Sozialwissenschaftler fordert Nullrunde bei Renten

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Der Sozialwissenschaftler Bernd Raffelhüschen fordert für die gesetzliche Rente eine sogenannte Nullrunde. Durch diese Maßnahme würde die Rentenkasse etwa 10 Milliarden Euro sparen, rechnet er gegenüber der Bild-Zeitung vor. Das wirke sich auch auf den Bundeshaushalt aus: Der Zuschuss zur Rentenkasse könne sinken. Außerdem solle man den Nachhaltigkeitsfaktor in der Rente wieder einführen, so Raffelhüschen weiter.

Vor allem in der SPD sorgt der Vorschlag für Ärger. Bundeskanzler Olaf Scholz zum Beispiel wies ihn scharf zurück. Es gebe ein Recht auf Rentenerhöhungen, ließ er verlauten. Das sei gesetzlich festgelegt. SDP-Fraktionsvize Dagmar Schmidt wies darauf hin, dass Rentenanpassung kein Almosen sei, sondern fest verbrieftes soziales Recht. Und Arbeitsminister Hubertus Heil bekräftigte, dass die Rentenerhöhung zum 1. Juli kommt.

**Allianz-Tochter rechnet mit mehr Insolvenzen

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Im laufenden Jahr gehen in Deutschland wohl 13 Prozent mehr Unternehmen in die Insolvenz als ein Jahr zuvor. 20.260, um genau zu sein. 2025 dürfte die Zahl wieder leicht auf 19.860 Fälle sinken. Das meldet der Warenkreditversicherer Allianz Trade.

Mit dieser Zunahme steht Deutschland international betrachtet nicht allein da. In den meisten Industrieländern begann das Jahr 2024 mit Insolvenzen über dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Doch schon 2023 legten die Zahlen in den meisten betrachteten Ländern kräftig zu.

Insgesamt dürften die sie weltweit in diesem Jahr um 9 Prozent steigen und 2025 konstant bleiben. Eine regelrechte Riesenwelle wie zum Beispiel nach der großen Finanzkrise 2008 und 2009 erwartet man beim Versicherer allerdings nicht.

**Nürnberger räumt Tower

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Die Nürnberger Versicherung zieht aus ihrem Hauptsitz, dem 34-stöckigen Business Tower in Nürnberg aus, und vermietet ihn nach und nach. Das sagte Nürnberger-Chef Harald Rosenberger gegenüber den „Nürnberger Nachrichten“.

Nur die drei unteren Etagen, wo auch Kantine und Barista-Bar sind, will der Versicherer noch behalten. Auch, weil man über diese Stockwerke vom Eingang in das Randgebäude kommt. Und dieses Randgebäude, das den Turm umgibt, will die Nürnberger weiter nutzen. Von den 3.100 Mitarbeitern am Hauptsitz sind viele regelmäßig im Homeoffice. Pro Tag seien nur rund 1.100 Menschen vor Ort, heißt es in dem Bericht weiter.

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Der Tag in 240 SekundenBy Karen Schmidt, Andreas Harms, Matthias Heß und unser Schmidtbot