Der Tag in 240 Sekunden

Der Tag in 240 Sekunden vom 30.04.2024


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Die neusten Versicherungsnews des Tages

**Heute ist der 30. April 2024.

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**Anzeigepflicht: Mann bekommt recht und verliert trotzdem
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Wer nicht gefragt wird, braucht auch nicht zu antworten. Das gilt offenbar auch für Versicherungsanträge. Denn wenn der Versicherer dort nicht ausdrücklich nach neurologischen Krankheiten fragt, muss der Antragsteller nicht einmal seine Parkinson-Krankheit angeben. Das stellte das Oberlandesgericht Dresden in einem Urteil fest.

Ein Mann mit Berufsunfähigkeitsversicherung hatte den Versicherer auf Leistung verklagt. Das Gericht stellte sich aber auf die Seite des Versicherers. Zwar brauchte der Kläger seine Parkinson-Krankheit wirklich nicht anzugeben. Denn er wurde ja nicht nach neurologischen Krankheiten befragt.

Sehr wohl hätte er aber seine damals schon eingeschränkte Beweglichkeit und Feinmotorik erwähnen müssen. Der Versicherer hatte nämlich nach „Erkrankungen und Beschwerden des Bewegungsapparates“ gefragt. Das Verschweigen werteten die Richter als Arglist zusammen mit dem Vorsatz, den Versicherer zu täuschen.

**PKV-Verband sieht Krankenhausreform kritisch

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Das Krankenhaussystem in Deutschland soll reformiert werden. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat auch bereits einen Entwurf zum sogenannten Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz vorgelegt. Nun gibt es aber Kritik an dem Vorhaben, auch von Seiten der privaten Krankenversicherung, kurz PKV.

So führe etwa die Vorhaltevergütung zu massiven Fehlanreizen und mehr Bürokratie, warnt Florian Reuther, Direktor des PKV-Verbands. „Sie gibt den Krankenhäusern völlig falsche Impulse und sichert auch nicht die Versorgung in der Fläche. So drohen neue Versorgungsmängel, wenn spezialisierte Kliniken künftig weniger Patienten annehmen, weil sie das Geld auch ohne diese Arbeit bekommen.“

Auch kritisch in den Augen des PKV-Verbands: die Finanzierung des Bundesanteils des Transformationsfonds in Höhe von 25 Milliarden Euro aus Beitragsgeldern der Versicherten. Reuther: „Das ist verfassungsrechtlich bedenklich, denn die Krankenhausstruktur ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Länder, die aus Steuermitteln gezahlt werden müsste.“

**Höchstrechnungszins steigt auf ein Prozent

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Der Höchstrechnungszins in der Lebensversicherung wird zum 1. Januar 2025 von derzeit 0,25 Prozent auf ein Prozent steigen. Das hat das Bundesfinanzministerium beschlossen, und ist damit der Empfehlung der Deutschen Aktuarvereinigung gefolgt. Es ist die erste Erhöhung seit über 30 Jahren.

Die Versicherer zeigen sich mit dem Zinsschritt zufrieden: „Die Anhebung des Höchstrechnungszinses ist eine angemessene Reaktion auf das seit 2021 stark gestiegene Zinsniveau“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft, Jörg Asmussen. „Dies wird sich positiv auf die Gestaltung von Lebensversicherungsprodukten auswirken, wovon Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren.“

**Keine Entwarnung beim Krankenstand

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Nach einer aktuellen Analyse der DAK-Gesundheit waren von Januar bis Ende März 2024 an jedem Tag 58 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben. 38 Prozent hatten bereits in den ersten drei Monaten mindestens eine Krankschreibung. Bei den jüngeren Beschäftigten waren 59 Prozent schon betroffen.

„Beim Krankenstand in Deutschland ist keine Entwarnung in Sicht“, sagt Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. „Nach Rekordwerten in den Jahren 2022 und 2023 haben sich die hohen Ausfallraten bei den Beschäftigten auch im ersten Quartal 2024 verfestigt.“

Der Krankenstand lag im ersten Quartal 2024 bei 5,8 Prozent und somit nur um 0,1 Prozentpunkte unter dem Rekord aus dem ersten Quartal 2023. Die meisten Fehltage gingen auf das Konto von Atemwegserkrankungen.

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Der Tag in 240 SekundenBy Karen Schmidt, Andreas Harms, Matthias Heß und unser Schmidtbot