Dein Buch mit Tom Oberbichler

Die Leipziger Buchmesse 2026 – ein Erfahrungsbericht


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In dieser Folge teile ich meine Erlebnisse von der Leipziger Buchmesse 2026 und die Erkenntnisse, die ich daraus gezogen habe mit dir.
Hier die wichtigsten Themen, die ich dabei anspreche:
 
1. Persönliche Eindrücke von der Leipziger Buchmesse 
2. Entwicklung und Veränderungen in Leipzig 
3. Organisation und Aufteilung der Messehallen 
4. Selfpublishing Buchpreis und Preisverleihung 
5. Netzwerken und persönliche Begegnungen 
6. Kritik am gesellschaftlichen Klima und Meinungsfreiheit 
7. Tipps für Messebesuch und Buchverkauf
 
Leipziger Buchmesse 2026: Ein persönlicher Erfahrungsbericht aus der Selfpublishing-Perspektive  
Warum die Leipziger Buchmesse für Indie-Autoren und Autorinnen ein Highlight bleibt Eindrücke und Bilanz: Die Messe aus Besuchersicht  
Die Leipziger Buchmesse bleibt für viele unabhängige Autorinnen und Autoren ein zentraler Treffpunkt im Jahr. In dieser Podcast-Folge schildert Autor und Buchmentor Tom Oberbichler, welchen Eindruck er als Besucher – nicht als Standbetreiber – von der Messe 2026 mitgenommen hat. Insbesondere die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und sowohl Geschäftspartnerinnen als auch Freunde zu treffen, sticht für ihn hervor. Nach einer Woche in Leipzig ziehe ich eine positive Bilanz: Die Begegnungen und Gespräche vor Ort machen den Messebesuch wertvoll, die Atmosphäre bleibt trotz wachsender Stadt und steigender Wohnungspreise anziehend.
 
Wandel der Messe: Von Verlagen zu Gastronomieständen  
In den letzten Jahren hat sich das Messegelände merklich verändert. Immer mehr Gastronomiestände dringen in die Hallen vor und sorgen nicht nur für eine größere Auswahl an Essen, sondern neben den breiteren Gängen für eine neue Dynamik – die Messe vermietet mittlerweile Flächen nicht nur an Verlage, sondern auch an Gastronomieanbieter, was einen wirtschaftlichen Vorteil für das Messemanagement bringen dürfte, nicht nur angesichts der sinkenden Austeller:innenzahlen. Die Buchbranche hat sich von den Corona-Maßnahmen immer noch nicht erholt. Für die Besucher bedeutet das jedoch mehr Sitzgelegenheiten und ein abwechslungsreicheres Angebot. Gleichzeitig bleibt der Messebesuch ein logistisches Abenteuer, denn die Einlassproblematik und die vollen Straßenbahnen und Schnellbahnen sind nach wie vor eine Herausforderung – überhaupt, wenn du gleich in der Früh auf die Messe willst oder vielleicht gar am Messesamstag vor Ort sein willst.
Networking und der Wert persönlicher Begegnungen  
Für mich hat sich ein entspannter Messerhythmus bewährt: Wenige feste Termine pro Tag, immer erst ab 12:00, viel Raum für spontane Begegnungen und Gespräche. Besonders die Selfpublisher:innen profitieren von der Möglichkeit, direkte Kontakte zu Leserinnen sowie anderen Autorinnen und Autoren zu knüpfen. Das Publikum in Leipzig ist auffallend jung – nicht nur am Schultag (Donnerstag), sondern auch am Wochenende – und sorgt stets für lebendige Stände.
Ein abendliches Highlight  
Ein besonderes Highlight war die Selfpublishing Night, organisiert von Autaria, eine neuen Dienstleister für Selfpublishing-Angebote im Auflagendruck. In lockerer Atmosphäre konnten wir Beziehungen auf persönlicher Ebene vertiefen. Solche Veranstaltungen bieten nicht nur Netzwerkpotenzial, sondern auch den sozialen Rückhalt, der im oft einsamen Berufsalltag von Indie-Autoren und Autorinnen essenziell ist. Ich hoffe sehr, dass Autoria diesen tolle Event auch im nächsten Jahr veranstalten wird.
Die Bubble der Buchmesse: Isolation von gesellschaftlichen Themen  
Ein kritischer Punkt, den ich auch ansprechen muss, ist die „Bubble“ der Buchmesse: Die Messe scheint von gesellschaftlichen Konflikten und dem politischen Druck, der außerhalb in Deutschland herrscht, weitgehend abgeschnitten zu sein. Wenig bis keine offene Meinungsäußerung zu aktuellen politischen Themen, obwohl außerhalb der Messe Cancel Culture und gesellschaftliche Repression spürbar sind. Die wenigen politischen Verlage zeigen Präsenz, doch die Messe insgesamt wirkt wie ein Elfenbeinturm, in dem getan wird, als ob alles in Ordnung wäre.
Tipps für den eigenen Messebesuch  
Ob extrovertiert oder introvertiert – die Gestaltung des Messebesuchs solltest du individuell planen. Wer viel Energie aus der Interaktion mit anderen zieht, kann sich ins Gewühl stürzen. Wer eher nach Ruhe sucht, sollte bewusst Termine auswählen und die Aufenthaltsdauer begrenzen. Für Selfpublishing-Autoren und Autorinnen lohnt sich die Messe auch wirtschaftlich, wenn sie sich mit anderen zusammentun, um einen Stand zu teilen und ihren Bekanntheitsgrad steigern.
 
Persönliches Fazit und Ausblick  
Für mich bleibt die Leipziger Buchmesse ein Ort, an dem ich Menschen, Inspiration und Austausch finde. Bücher nehme ich immer weniger mit nach Hause (eBooks und Hörbücher für mich, bitte!!!), sondern fokussiere mich zunehmend auf die Gespräche und den Zugewinn an Beziehungen. Die lebendige Stadt Leipzig, das junge Publikum und das einzigartige Messefeeling machen die Veranstaltung zu einem „kleinen Urlaub“ für mich. Ob der nächste Messebesuch wieder eine ganze Woche dauert oder kürzer ausfällt, halte ich mir noch offen halten – für Selfpublisher:innen bleibt Leipzig aber das zentrale Event im Jahr, um sich selbst weiterzuentwickeln und den eigenen Horizont zu erweitern.
Und jetzt du! Dein Feedback: Wie hast du die Leipziger Buchmesse erlebt? Was sind deine Highlights oder Kritikpunkte? Teile deine Eindrücke gern in den Kommentaren oder per Mail – die Diskussion bleibt offen und lebendig!
Hier findest du alles rund ums Selfpublishing: https://mission-bestseller.com
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