Die Sache ist die … Was hat die Papaya mit dem Recht auf Abtreibung zu tun?
Von Meret Reh
Diese Sendung zum Nachhören unter: www.bayern2.de/zuendfunk
Diese Sendung hören Sie auch in der BR Radio App bei Bayern 2 und ist als Podcast verfügbar.
Die Papaya ist viel mehr als eine tropische Frucht. Sie ist ein Symbol für reproduktive Rechte. So sieht das Dr. Alicia Baier, die 2015 merkt: Schwangerschaftsabbrüche werden in ihrem Medizinstudium in nur zehn Minuten abgehandelt. Das will sie ändern. Und veranstaltet deshalb den ersten sogenannten "Papaya-Workshop" in Deutschland. Was genau dahinter steckt, klärt BR-Reporterin Meret Reh in dieser Folge. Für die sie mit einer weiteren Vorkämpferin für das Recht auf Abtreibung gesprochen hat: Kristina Hänel.
In dieser Podcast-Folge geht es um das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche. In Deutschland wird es immer schwieriger für ungewollt Schwangere, eine Ärztin oder einen Arzt zu finden, die oder der Abtreibungen durchführt. Das hat mehrere Gründe: eine starke Szene von Abtreibungsgegner*innen, die Tatsache, dass Abtreibungen in Deutschland eine Straftat sind - und dass sie im Medizinstudium kaum vorkommen.
Wir sprechen im Podcast mit einer Frau, die das ändern will: Dr. Alicia Baier von den "Doctors for Choice" hat vor einigen Jahren den ersten Papaya-Workshop Deutschlands organisiert. Darin bringen sich Medizinstudierende selbst bei, wie Schwangerschaftsabbrüche funktionieren - anhand von Papayas. Vor allem an den Universitäten gibt es dagegen Widerstand. Außerdem hören wir von Kristina Hänel, wie sie den Moment erlebt hat, als der Paragraph §219a zum sogenannten "Werbeverbot" für Schwangerschaftsabbrüche abgeschafft wurde.