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0.00 - 4.30 Begrüßung und Vorstellungsbeitrag
4.30 - 6.30: Pfannkuchen oder Eierkuchen?
06.30 - 14.00: Wie geht’s Dir, Deutschland?
14.00 - 16.00: Essen
16.00 - 19.00: Kollektive Erinnerungen und Europa
19.00 - 22.00: Jugend und Politik
22.00 - 24.00: Der nächste Kanzler
24.00 - 28.00: Was sind Amends politische Erinnerungen?
28.00 - 30.00: „Vielleicht werden wir alle noch Fußgänger“
30.00 - 37.00: Warum sprechen Sie so gerne mit Menschen?
36.45 - 40.00: Wie es ist, in Chemnitz zum Islam zu konvertieren
40.00 - 43.30: Soziale Medien und ihr Einfluss auf Journalismus
43.30 - 47.30: Neue Bezahlmodelle im Journalismus
47.30 - 50.30: Die Zeitungsabos von Christoph Amend
50.30 - 53.30: Das ZEITMagazin
53.30 - 56.00: ZEITMagazin vs. Podcast
56.00 - 58.00: Emails an Christoph Amend und Jochen Wegner
58.00 - 59.30: Wer hört euren Podcast?
59.30 - 62.20: Sophie Paßmann
62.20 - 67.40: Weißwein öffnen
67.40 - 71.00: Über die Rolle von Essen im Podcast – und die Idee von Alles gesagt?
71.00 - 74.45: Über den Erfolg von A
Gut gelaunt betritt Bodo Wartke die Garderobe. „Ich bin Bodo“, stellt er sich vor und entschuldigt sich gleich für die akustischen Verhältnisse in der mit kahlen Wänden ausgestatteten Garderobe des Musiktheaters in Gelsenkirchen. Sein Tourmanager hat an alles gedacht und Handtücher mitgebracht, sodass wenigstens der große Spiegel abgehängt werden kann. Eine Stunde haben wir Zeit für das Interview mit Bodo Wartke, der inzwischen große Säle bespielt und einen dementsprechend getakteten Auftrittsplan hat.
"Wer mich in eine Schublade stecken will, braucht inzwischen eine Kommode."
Mitte Oktober spielt er an fünf Tagen fünf Auftritte, dabei vier verschiedene Programme: Sein aktuelles Klavierkabarettprogramm 'Was, wenn doch?', seine Adaption der antiken griechischen Tragödie 'König Ödipus', sein Bigband-Programm 'Swingende Notwendigkeiten' und sein letztes Klavierkabarettprogramm 'Klaviersdelikte'. „Wer mich in eine Schublade stecken will, braucht inzwischen eine Kommode“, sagt Bodo Wartke.
Früher war die Schublade schnell beschriftet. Er war der lustige, freche Typ am Klavier, der vor allem mit Wortwitz und schnellen Reimen sein Publikum zum Lachen gebracht hat und ab und zu ein Liebeslied sang. Gesellschaftskritik und die ganz großen Visionen fanden allenfalls zwischen den Zeilen statt.„Ich habe mir anfangs nicht zugetraut, auch ernste Lieder zu singen“, sagt Bodo. „Ich dachte: Lustige Lieder ist leicht, so locker flockig. Bis ich dann den Mut gefasst habe, auch ernste Lieder zu schreiben und gemerkt habe: Auch das steht mir ganz gut zu Gesicht, und berührt die Leute noch ganz anders.“
„Es wird davon geredet, Fluchtursachen zu bekämpfen. Da denke ich immer: Wovor fliehen denn die Menschen? Vor Krieg. Womit wird Krieg geführt? Mit Waffen! Wo kommen die her? Hmm?!“
Sein aktuellstes Lied (1,3 Millionen Aufrufe auf Facebook) kommt ohne doppelten Boden und locker flockige Ironie aus.
„Ich hab den Eindruck, dass das, was die ganze Welt
bislang in ihrem Innersten zusammenhält,
wenn wir nicht aufpassen auseinanderfällt,
wie bei einem Erdbeben“,
Beim Neo Magazin Royale ist er der Beefträger, macht Sketch-Comedy mit "Gute Arbeit Originals" und nimmt unzählige Podcasts auf. Welche Talente braucht es also um vom ehemaligen Philosophiestudenten zur ständig Witze droppenden Kreativmaschine zu mutieren, die ganz nebenbei noch den Beef austrägt? In der Sprechstunde vom 05.05.2017 redet er mit uns daüber, was Youtube-Videos erfolgreich macht, den Humor in Deutschland und wie alles für das Frank Elstner Ziehkind überhaupt begonnen hat.
Interview: Lukas Lindenschmidt
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