Die Übertragung: Interview-Podcast des SFB 1475

Die Übertragung: Interview-Podcast des SFB 1475

By von SFB 1475 „Metaphern der Religion“ | Ruhr-Uni Bochum | KIT KarlsruheSociety & CultureScienceReligion & Spirituality
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Die Übertragung: Interview-Podcast des SFB 1475 episodes

  • Episode 10: Stefanie Dipper, Computerlinguistin
    Über Magnetbänder, Leichenpredigten und Digital Humanities

    In Folge 10 des Interview-Podcasts „Die Übertragung“ ist Professorin Dr. Stefanie Dipper zu Gast bei Moderator Tim Karis. Die Computerlinguistin leitet im SFB nicht nur drei Teilprojekte, sondern sie ist auch stellvertretende Sprecherin des Verbunds.

    Im Interview erklärt sie, warum sie ihren ersten Informatik-Kurs abgebrochen hat, wie sie über die Romanistik schließlich zur Computerlinguistik kam und was das Besondere am Bochumer Standort ist.

    Im Podcast spricht sie außerdem darüber, dass Altenglisch dem Deutschen ähnlicher ist als dem modernen Englisch, was die KI-Revolution auch für die Geisteswissenschaften bedeutet und weshalb Metaphern überwiegend Regenten sind.

    49 min
  • Event Spezial: Fahrradjünger & Verkehrsapostel? – Mobilitätshaus trifft Religionsforschung
    Mitschnitt aus dem Mobilitätshaus Berlin vom 06.11.25

    **Spezial-Ausgabe: **Mitschnitt der Podiumsdiskussion Fahrradjünger & Verkehrsapostel? – Mobilitätshaus trifft Religionsforschung aus dem Mobilitätshaus Berlin (06.11.25)

    Was hat Religion mit der Verkehrswende zu tun? In dieser interdisziplinären Veranstaltung im Rahmen der Berlin Science Week 2025 treffen Mobilitäts- und Religionsforschung aufeinander. Gemeinsam erkunden wir, wie Mobilität kulturell, religiös und gesellschaftlich geprägt ist – jenseits technischer Lösungen.

    Zwischen Alltag, Politik und Glaubenssätzen diskutieren wir, wie Mobilität in verschiedenen religiösen Traditionen betrachtet wird. Kommt man mit dem Auto in den Himmel? Zugleich stellen wir die Frage, inwieweit der Diskurs um die Verkehrswende in quasi-religiösen Dogmen verhaftet ist und welche religiösen Metaphern ihn prägen – vom Fahrradjünger bis zum Verkehrsapostel.

    Welche Perspektiven eröffnen sich, wenn wir Mobilität neu denken: nachhaltig, sinnerfüllt und offen für Vielfalt? Was kann man dabei von Religionen lernen und wo stehen sie dem Wandel entgegen?

    PROGRAMM

    Impuls 1: Dr. Patrick Krüger, Centrum für Religionswissenschaftliche Studien, Ruhr-Universität Bochum: Auf der Überholspur zur Erlösung? Mobilität und Fortbewegung in Lehre und Praxis südasiatischer Religionen

    In den südasiatischen Religionen Hinduismus, Jainismus und Buddhismus ist Mobilität ein großes Thema. Götter bewegen sich in fliegenden Palästen oder auf ihnen zugeordneten Reittieren, aber auch Asketen und buddhistische Mönche streben nach übermenschlichen Fähigkeiten, die es ihnen beispielsweise erlauben, zu fliegen. Jainistische Mönche und Nonnen bewegen sich hingegen nur zu Fuß, da ihre Lehre die Nutzung von Fahrzeugen jeglicher Art untersagt.

    Impuls 2: Dr. Christoph Golbeck, Mobilitätshaus GmbH: Transformation der Stadt: Verkehrswende als kultureller Wandel

    It‘s the Mindset, Stupid! Gatekeeper auf dem Weg in Richtung Verkehrswende sind weder Reichweitenangst noch fehlender Wetterschutz. Unser innerer Schweinehund verstellt den Weg zu neuen Mobilitätskulturen. Die Verkehrswende sieht sich mit Paradigmen konfrontiert, die nur mit religiösen Glaubenssätzen vergleichbar sind. Die Widersprüche dieser können auch dort aufgelöst werden, wo sie entstehen – im Autohaus. Verkehrswende als kultureller Wandel ist auf die Weiterentwicklung von Kfz-Werkstätten zu assoziativen Transformationsagenturen angewiesen.

    Impuls 3: Anja Lüpken, Wissenschaftlerin am Institut für Religionswissenschaft, Universität Münster und Dr. Judith Stander-Dulisch, Klimakommune Saerbeck: Bildung als Schlüssel für Veränderung: über die Plakatausstellung ‚Grüne Religion?! Klima, Umwelt und Natur in den Religionen‘ (on-site und online)

    Nachhaltige Entwicklung ist abhängig von verschiedenen Faktoren: technische Lösungen, politische Leitlinien und gesellschaftliche Transformation. Information und Bildung sind Schlüssel für Veränderungen wie die Verkehrswende. Das Projekt ‚Grüne Religion?!‘ ist ein Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Es stellt Beispiele aus den Religionen vor: von der Schöpfungsbewahrung in Judentum, Christentum und Islam über Traditionelles Ökologisches Wissen indigener Gruppen bis hin zur Naturspiritualität. Die Themen geben Informationen und Möglichkeiten für Reflexion, z. B. über die Verantwortung des Menschen gegenüber der Natur. Die Plakatausstellung wurde mit Studierenden der Religionswissenschaft entwickelt und 2023 in der Klimakommune Saerbeck sowie 2024 in Münster gezeigt. Erweitert und für den Unterricht aufgearbeitet (Arbeitsblätter und Handreichung) steht sie nun online für den Schulunterricht zur Verfügung (uni.ms/8mk3o).

    Moderation: Dr. Tim Karis, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Centrums für Religionswissenschaftliche Studien, Ruhr-Universität Bochum

    2 hr 21 min
  • Episode 9: Kianoosh Rezania, Iranist und Religionshistoriker
    Über das Paradies, den Unterschied zwischen „Fisch“ und „Fische“ und die Relativitätstheorie

    In Folge 9 des Interview-Podcasts „Die Übertragung“ ist Professor Dr. Kianoosh Rezania zu Gast bei Moderator Tim Karis. Der Iranist und Religionshistoriker leitet im SFB das Teilprojekt A04, das sich mit der Entwicklung der zoroastrischen Sprache der Eschatologie beschäftigt. Daneben ist er Direktor des integrierten Graduiertenkollegs „Graduate School of Metaphor and Religion“ (GSMR).

    Im Interview erklärt er, warum er nach seinem Informatik-Studium wegen des Plurals des Wortes „Fisch“ ein Zweitstudium begonnen hat, warum „Alexander der Große“ im Iran auch „Alexander der Verfluchte“ heißt und wie die Religion des Zoroastrismus das Paradies erfunden hat.

    Im Podcast spricht er außerdem darüber, weshalb es im zoroastrischen Kalender zwar 30 Tage pro Monat, aber keine Wochen gibt, wieso sich die Hölle unterhalb einer Brücke befindet und welche Auswirkungen die politische Situation im Iran auf die dortigen Universitäten hat.

    57 min
  • Episode 8: Jessie Pons, Kunsthistorikerin
    Über Buddhas Knie, antike Telefonbücher und Virtual Reality

    In der achten Folge unseres Interview-Podcasts „Die Übertragung“ spricht Moderator Tim Karis mit Professorin Dr. Jessie Pons. Die Kunsthistorikerin und Professorin für Südasiatische Religionsgeschichte leitet im SFB das Teilprojekt B04, in dem es um die menschenähnliche Darstellung von Gottheiten in den religiösen Traditionen Südasiens geht.

    Im Interview spricht sie über die Besonderheiten der antiken Region Gandhāra im Grenzgebiet des heutigen Pakistan und Afghanistan, über die Darstellung des Buddha als Mensch statt als Symbol und darüber, was das alles mit 3D-Technik zu tun hat.

    Im Podcast erklärt sie außerdem, warum sie so viele verschiedene Universitätsabschlüsse hat, wie sie ins Ruhrgebiet gekommen ist und was Bochum hat, das London und Paris fehlt.

    57 min
  • Episode 7: Frederik Elwert, Religionswissenschaftler
    Über Digital Humanities, Helene Fischer und japanischen Schwertkampf

    In Folge 7 unseres Podcasts spricht Moderator Tim Karis mit Professor Dr. Frederik Elwert. Der Religionswissenschaftler und Experte für Digital Humanities leitet im SFB gemeinsam mit Kolleg*innen gleich drei Teilprojekte: B01, C04 und INF. Im Interview spricht er über die Rolle des INF-Projektes (Informationsmanagement und Informationsinfrastruktur), das im SFB unter anderem für die Bereitstellung einer gemeinsamen methodischen Basis zuständig ist.

    Im Podcast erklärt er, wieso er Religionswissenschaft und nicht Physik studiert hat, wie der Wunsch nach einer Band-Website ihn zu den Digital Humanities geführt hat, was Coding mit Häkeln zu tun hat und warum Christoph Kolumbus eine entspanntere Hin- als Rückfahrt über den Atlantik hatte.

    Mit dieser Episode bewerben wir uns für den Fast Forward Science 2025 Award #FFS in der Rubrik #Audioaward. Weitere Infos hierzu gibt es unter: www.fastforwardscience.de

    1 hr 4 min
  • Episode 6: Marion Eggert, Koreanistin. Über Konfuzianer auf Reisen, Transzendenz im Gebirge und K-Pop
    In Folge 6 des Interview-Podcasts „Die Übertragung“ spricht Moderator Tim Karis mit Prof. Dr. Marion Eggert. Die Koreanistin leitet das Teilprojekt B02 des SFBs und beschäftigt sich u.a. mit Metaphorik in Reiseberichten. Im Podcast erzählt sie, warum es bemerkenswert ist, in konfuzianischen Texten auf Transzendenzbezüge zu stoßen, ob die heutige Teilung in Nord- und Südkorea historische Vorläufer hat und wer in der ewigen Frage BTS oder Blackpink ihr Votum erhält.
    59 min
  • Episode 5: Roman Seidel, Islamwissenschaftler. Über Kant in Teheran, Wegmetaphern im Koran und Torjubel am Bökelberg

    In Folge 5 des Interview-Podcasts „Die Übertragung“ spricht Moderator Tim Karis mit Dr. Roman Seidel. Der Islamwissenschaftler arbeitet in Teilprojekt A01 des SFBs und beschäftigt sich mit Metaphorik in der Tafsīr-Literatur, einer Auslegungstradition des Korans. Besonderes Augenmerk wird in dem Projekt auf Raum- und Bewegungsmetaphern gelegt.

    Im Podcast erzählt er, warum er kein Fußballprofi geworden ist, wie Immanuel Kant in der islamischen Philosophie rezipiert wird und warum neben Englisch auch andere Sprachen als Wissenschaftssprachen genutzt werden sollten.
    Neben dem SFB-Projekt forscht Seidel zur neueren Geschichte des Irans und zu einer transeuropäischen Perspektive auf die Epoche der Aufklärung.

    1 hr 8 min
  • Episode 4: Tatjana Scheffler über Computerlinguistik, Künstliche Intelligenz und Religion in Online-Foren

    In der vierten Folge des Interview-Podcasts „Die Übertragung“ ist Juniorprofessorin Tatjana Scheffler zu Gast bei Moderator Tim Karis. Die Computerlinguistin leitet im SFB zusammen mit Frederik Elwert das Teilprojekt C04 und beschäftigt sich hier mit Metaphern und sozialer Positionierung in religiösen Online-Foren. Ziel ist unter anderem die Entwicklung einer automatischen Metaphernidentifikation.

    Im Podcast erklärt sie, warum Künstliche Intelligenz à la Chat GPT nicht im eigentlichen Sinne intelligent ist, warum Metaphern auch für Computerlinguist*innen spannend sind und was es mit forensischer Linguistik auf sich hat. Neben ihrem Projekt im SFB forscht sie auch zu Themen wie Social Media, Emojis, Hate Speech und Fake News.

    1 hr 5 min
  • Episode 3: Volkhard Krech über Religionsforschung, Bierbrauen und anarchistische Zirkel

    In der dritten Folge von „Die Übertragung“ begrüßt Moderator Tim Karis den Sprecher des SFB: Volkhard Krech. Der Professor für Religionswissenschaft leitet nicht nur den Sonderforschungsbereich, sondern ist auch Direktor des Centrums für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der RUB. Im SFB beschäftigt er sich im Teilprojekt B05 mit Metaphern in Beschreibungen von außerkörperlichen Erfahrungen und in diesem Kontext beispielsweise mit religiösen Vorstellungen davon, was nach dem physischen Tod geschieht.

    Im Podcast spricht er über den Unterschied zwischen Theologie und Religionswissenschaft (wir können es nicht oft genug sagen), darüber, wie es ist, in einer Brauerei aufzuwachsen, und er erklärt, warum Metaphern das ultimative Instrument religiöser Sinnbildung sind.

    1 hr 12 min
  • Episode 2: Rosel Pientka-Hinz über Götter im Alten Orient, die Herkunft der Zahl 60 und Heavy-Metal-Bands

    In der zweiten Folge von „Die Übertragung“ ist die Altorientalistin Rosel Pientka-Hinz zu Gast bei Moderator Tim Karis. Im SFB leitet sie das Teilprojekt C02 und beschäftigt sich darin mit der Bedeutung von Metaphern im Verhältnis von Recht und Religion. Im Podcast spricht sie unter anderem darüber, wie man mit einer Gruppe Journalisten von Jordanien in den Irak reist, über Altorientalistinnen in modernen Filmen und über die Frage „Was ist ein Gott?“.

    54 min

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„Die Übertragung“ ist der Interview-Podcast des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1475 „Metaphern der Religion“. In jeder Folge sprechen wir mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des SFB über ihren Werdegang, ihre Forschung und über die Metaphern (von altgriechisch μεταφορά metaphorá: „Übertragung“), die ihnen in ihrer täglichen Arbeit mit den verschiedenen religiösen Traditionen begegnen.