Die vorherrschenden wissenschaftlichen Ansätze, die sich mit Behinderung beschäftigen, beleuchten das Thema aus einer medizinischen, psychologischen oder pädagogischen Perspektive. Anders ist das in den Disability Studies, die sich in den 1980er Jahren in Großbritannien und den USA entwickelt haben. Sie sehen sich als Kontrapunkt zu diesen klassischen Modellen und begreifen Behinderung als soziale, historische und kulturelle Konstruktion.
Auch an der Uni Köln gibt es einen Lehrstuhl für Disability Studies und die Soziologie der Behinderung. Lisa Prior arbeitet dort als wissenschaftliche Hilfskraft und hat sich mit Kölncampus Redakteurin Amanda Andreas über den Ansatz der Disability Studies unterhalten.