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Gestern lief ich mit meiner Hündin durch den Kiez und rechts von mir tauchte mein Schatten auf. „Hey!", sagte ich, „lange nicht gesehen." Mein Schatten hob die Hand und war sichtlich erfreut, mich zu sehen. Wir spazierten eine Weile nebeneinander her, wie wir es von früher gewohnt waren. Auch mein Schatten hatte immer noch seinen Hund. Ich erzählte von Hamburg, dass es dort vier Monate lang keine Sonne gegeben hatte und dass ich meinen Job dort gekündigt habe. Er sagte, dass auch in Berlin und dem Rest des Landes wenig die Sonne geschienen habe, zumindest erzählten ihm alle ständig davon. Er war aber nicht dabei, er könne also nichts darüber sagen. Was war da aber mit dem Job los? Ich sagte: ach, kompliziert, ich hätte NDAs unterzeichnet, in denen ich mich verpflichte, nicht darüber zu reden, aber ich kann so viel dazu sagen, dass ich bereits in der ersten Woche wusste, dass dies nur ein temporäres Projekt für mich werden würde. Das hatte ich dem Auftraggeber ungefähr jede Woche so mitgeteilt. Weil er sich etwas vorstellte, wofür er mich in Wahrheit gar nicht brauchte. Daher bot ich ihm an, das ganze Projekt ans Laufen zu kriegen, und zum Frühling bin ich dann wieder raus.
„Interessant", sagte er, „das hatte ich gar nicht mitbekommen."
[…]
By Markus PfeiferGestern lief ich mit meiner Hündin durch den Kiez und rechts von mir tauchte mein Schatten auf. „Hey!", sagte ich, „lange nicht gesehen." Mein Schatten hob die Hand und war sichtlich erfreut, mich zu sehen. Wir spazierten eine Weile nebeneinander her, wie wir es von früher gewohnt waren. Auch mein Schatten hatte immer noch seinen Hund. Ich erzählte von Hamburg, dass es dort vier Monate lang keine Sonne gegeben hatte und dass ich meinen Job dort gekündigt habe. Er sagte, dass auch in Berlin und dem Rest des Landes wenig die Sonne geschienen habe, zumindest erzählten ihm alle ständig davon. Er war aber nicht dabei, er könne also nichts darüber sagen. Was war da aber mit dem Job los? Ich sagte: ach, kompliziert, ich hätte NDAs unterzeichnet, in denen ich mich verpflichte, nicht darüber zu reden, aber ich kann so viel dazu sagen, dass ich bereits in der ersten Woche wusste, dass dies nur ein temporäres Projekt für mich werden würde. Das hatte ich dem Auftraggeber ungefähr jede Woche so mitgeteilt. Weil er sich etwas vorstellte, wofür er mich in Wahrheit gar nicht brauchte. Daher bot ich ihm an, das ganze Projekt ans Laufen zu kriegen, und zum Frühling bin ich dann wieder raus.
„Interessant", sagte er, „das hatte ich gar nicht mitbekommen."
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