In Folge 33 wird es diesmal ziemlich Basti-lastig: Vanessa übernimmt die Rolle der Interviewerin und löchert Basti zu seinem Nebengewerbe als Tontechniker beziehungsweise „Mischer“. Dabei geht es darum, wie aus ein bisschen Technik in der Schule über mehr als zehn Jahre hinweg eine echte Leidenschaft geworden ist – inklusive Konzerten, Hochzeiten, Festivals und mehreren Touren.
Basti erzählt von seinen Anfängen im Technikteam der Schule, ersten Jobs bei Fasching und Hochzeiten und seiner Zeit als Backliner bei einer Pink-Floyd-Tribute-Band. Irgendwann war ihm aber klar: Er möchte nicht nur Equipment auf- und abbauen, sondern selbst dafür sorgen, dass Bands vor Publikum gut klingen. Besonders spannend wird es bei seinen Tour-Erfahrungen mit The Iron Roses: zweimal Europa und einmal ziemlich spontan USA – nachdem er die Band ursprünglich einfach selbst angeschrieben hatte. Frei nach dem Motto: Mehr als Nein sagen können sie nicht.
Es geht außerdem um die finanzielle Seite des Hobbys: Was kostet ein eigenes Mischpult? Wie kalkuliert man Gagen? Wann arbeitet Basti auch mal kostenlos – und warum würde er trotzdem niemals „billig“ arbeiten? Von Einstiegsequipment für ein paar Tausend Euro bis hin zu Mischpulten für mehrere hunderttausend Euro ist alles dabei. Gleichzeitig macht Basti klar, dass er trotz aller Leidenschaft nicht Vollzeit in die Veranstaltungstechnik wechseln möchte. Zu viel Tourleben, zu wenig Zuhause – und Familienleben mit Vanessa und der kleinen Maus ist ihm wichtiger.
Natürlich sprechen wir auch darüber, was bei einem Konzert eigentlich alles schiefgehen kann: gerissene Snarefelle, abgestürzte Laptops, vergessene Gitarren, Stromausfälle und komplette Tonaussetzer. Bastis wichtigste Regel dabei: ruhig bleiben und eine Lösung finden. Denn Panik bringt niemandem etwas.
Vanessa will außerdem wissen, wie stressig der Job wirklich ist, wie viel man von einem Konzert überhaupt noch mitbekommt und warum zwischenmenschliche Fähigkeiten fast genauso wichtig sind wie technisches Können. Denn der beste Mischer bringt einer Band wenig, wenn niemand gerne mit ihm zusammenarbeitet.
Es geht um schwierige Hochzeiten, Kerb-Veranstaltungen, unangenehme Bands und natürlich die besondere Spezies Publikum, die vom anderen Ende der Location erklären möchte, dass „man den Sänger nicht hört“. Dazu gibt’s einen kleinen Exkurs über Lautstärkelimits, Gehörschutz und warum das Mischpult nicht der perfekte Ablageort für den Bierbecher ist.
Zum Schluss wird es etwas persönlicher: Wie bekommt Basti sein Hobby, seinen Hauptjob und das Familienleben unter einen Hut? Vanessa erzählt, wie sie seine Shows erlebt und warum sie gerne mal am Mischpult dabei ist – auch wenn Soundcheck und Aufbau für sie eher weniger spannend sind. Basti wiederum erklärt, warum er trotz inzwischen deutlich weniger Shows nichts von seiner Begeisterung verloren hat.
Am Ende bleibt vor allem eines hängen: Für Basti geht es bei der Tontechnik nicht nur ums Geld oder um irgendwelche Knöpfe und Regler. Es geht um Musik, Menschen und das Gefühl, dafür zu sorgen, dass ein paar tausend Leute einen richtig guten Abend haben.