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Wenn Organisationsentwickler:innen voneinanderlernen
In dieser Folge von EduVisionaries erleben wir echten kollegialen Austausch: Zwei Organisationsentwickler:innen sprechen über ihre Arbeit mit Schulen und lernen dabei live voneinander. Eine Folge, bei der auch die Zuhörenden mitnehmen können, wie professionelle Schulentwicklung funktioniert – und zum Mitmachen eingeladen sind!
Sarah Klein ist agile Coach und unterstützt Organisationenund Teams in ihren Veränderungsprozessen. Sie bezeichnet sich selbst gern als "Surflehrerin", die dabei hilft, die Welle zu reiten – also die richtigen Strukturen und Prozesse zu schaffen, damit Organisationen mit Veränderung umgehen können. Über ihren Mann, der Lehrer ist, fand sie ihren Wegin die Bildung. Gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner „beWirken“ begleitet sie Schulen in ihren Entwicklungsprozessen.
Richard Heinen ist systemischer Organisationsentwickler undGeschäftsführender Gesellschafter von „learninglab“. Nachdem er selbst unterrichtet hatte, begann sein eigener Wandel mit der Frage nach gelingender digitaler Bildung. Daraus entwickelte sich seine Mission, mit learninglab das System Schule zu verändern. Sein Team betreut nicht nur Schulen, sondern auch Kitas und außerschulische Bildungseinrichtungen – ein ganzheitlicher Ansatz fürBildungsentwicklung.
Gemeinsam tauschen sie sich über Schulentwicklung aus und lernen dabei voneinander – ein authentisches Gespräch unter Praktiker:innen, das zeigt, wie komplex und vielschichtig diese Arbeit ist. Die zentralen Themen des Austauschs: Diversität in Schulteams, gelingende Kommunikation, Führung im Wandel und die Frage der Verantwortung inEntwicklungsprozessen.
Das Besondere an dieser Folge: Sie ist als offener Austausch angelegt. Kommentiert auf LinkedIn und Instagram, teilt eure eigenen Erfahrungen und beteiligt euch an der Diskussion! Denn Schulentwicklung gelingt am besten, wenn wir voneinander lernen – und genau das macht diese Folge möglich.
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Richard auf LinkedIn https://www.linkedin.com/in/richard-heinen-129114ab/
Sarah auf LinkedIn https://www.linkedin.com/in/sarah-klein-%F0%9F%92%A1-67001615a/
Madita auf LinkedIn https://www.linkedin.com/in/madita-h%C3%A4nsch/
Govinda auf LinkedIn https://www.linkedin.com/in/govinda-hiemer-123001121/
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Warum Bildungsinnovation Vertrauen braucht
In dieser besonderen Kooperationsfolge zwischen "Aufwind Zukunft" und "EduVisionaries" treffen zwei Welten aufeinander: Social Entrepreneurship und Bildungsinnovation. Das Ergebnis? Ein faszinierendes Gespräch über die Kraft von Communities, die Macht von Vertrauen und die Frage,wie systemischer Wandel wirklich gelingt.
Dirk Sander ist Social Business Entrepreneur der erstenStunde – mit voller Überzeugung und Leidenschaft. Gemeinsam mit Oliver gründeteer die gemeinnützige Anthropia, die die Impact Factory betreibt. Ihre Mission: Ökologisch-soziale Herausforderungen mit unternehmerischen Ideen lösen.
Oliver Kuschel ist seit 27 Jahren beim NABU, in ihm schlägt eingrünes Herz. Als er sich fragte, was Managementberatung damit zu tun hat und die Antwort war "nichts", entschied er sich, etwas Sinnvolles tun zu wollen. Dabei lief ihm Dirk über den Weg – und gemeinsam zogen sie etwas auf,das mehr wurde als ein klassisches Startup-Projekt.
Die Impact Factory ist über Menschen und Beziehungen gereift und längst mehr als ein Startup-Hub –sie ist eine Community, die Heimat stiftet. Im Grunde schaffen Dirk und Oliver immer wieder Orte, die von Vertrauen geprägt sind. Sie sind auch Bildungsanbieter für Volks- und Entrepreneurship und verstehen sich als Enabler für Menschen, die gesellschaftlich wirken wollen.
Govinda und Madita erzählen, wie EduVisionaries entstanden ist, warum sie im Bildungsbereich wirken und welche Rolle der Podcast dabei spielt. Es geht um die Vision, durch Vernetzung und Sichtbarmachen von Innovationen das Bildungssystem von innen heraus zu transformieren.
Besonders spannend wird es, als Maditas Überzeugung diskutiert wird: "Das Bildungssystem zu verändern ist einfach." Diese These wird einem Realitätscheck unterzogen.Ihre Analyse: Viele kleine Veränderungen potenzieren sich, und wir sind kurz davor, dass der Potenzialgraph radikal ansteigt. Der Kipppunkt ist näher, als viele denken.
Die Runde spricht offen darüber, warum Startups im Bildungsbereich häufig scheitern: Behörden undauch deutsche Unternehmen sind nicht bereit, das Risiko einzugehen, in sie zu investieren. Doch darin liegt auch eine Chance: Sich unabhängig machen und aus eigener Kraft, aus der Kraft der Community, die zusammenarbeitet, voranzukommen – und damit deutlich resilienter zu sein als abhängige Strukturen.
Eine Folge über die Kraft von Communities, die Notwendigkeit von Vertrauen und die Überzeugung,dass echter Wandel nicht auf Erlaubnis wartet, sondern aus gemeinsamer Gestaltungskraft entsteht.
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Dirk auf LinkedIn https://www.linkedin.com/in/dirk-sander01/
Oliver auf LinkedIn https://www.linkedin.com/in/oliver-kuschel/
Madita auf LinkedIn https://www.linkedin.com/in/madita-h%C3%A4nsch/
Govinda auf LinkedIn https://www.linkedin.com/in/govinda-hiemer-123001121/
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“Wir sind die, auf die wir gewartet haben.” (Silke Weiss)
In dieser kraftvollen Folge von EduVisionaries treffen zwei Menschen aufeinander, die den Transformationsprozess im Bildungssystem von innen heraus aktiv gestalten.
Tarek Zaibi ist Lehrkraft an einer Schule in Göttingen und liebt es, mit Schüler:innen zu arbeiten und sie in ihre Entfaltung zu bringen. Als jemand, der täglich im System agiert, erlebt er hautnah den Transformationsprozess, den der Lehrberuf gerade durchläuft. Seine Reflexionen teilt er als @edutarek auf Instagram mit einer großen Community.
Silke Weiß ist ehemalige Lehrkraft und Gründerin der LernKulturZeit Akademie. Für sie gibt es keine Alternative zur LernKulturZeit, wenn es darum geht, echte Lernkultur zu entwickeln. Ihre Mission: Ein neues Berufsbild der Lernbegleitung auf den Weg zu bringen.
Was bedeutet Lernbegleitung eigentlich? Silke bringt es auf den Punkt: Die Lehrkraft "unter"richtet von oben, während Lernbegleitung auf Augenhöhe begegnet und den Menschen hinter den Lernenden erkennt. Tarek betont, dass die noch existierende Differenz zwischen beiden Ansätzen überwunden werden muss.
Das Gespräch thematisiert die Schwierigkeit, konventionelle mentale Modelle vom Lehrberuf zu überwinden – aber auch die guten Nachrichten: Enorm viele Menschen im System arbeiten trotz aller Hindernisse aktiv am Wandel. Die Erfahrung zeigt, dass die Schranken im Kopf oft größer sind als die strukturellen Hürden. "Wir sind die, auf die wir gewartet haben!" (Silke Weiss).
Silke stellt die Lernbegleiter-Ausbildung der LernKulturZeit Akademie vor: Was brauchen Kinder in welchem Alter? Was kann schief gehen? Es geht um ein tieferes Verständnis dafür, Kontexte zu schaffen, die den neuronalen Netzwerken der Kinder gerecht werden – Räume, in denen sie sich wohl und sicher fühlen. Aber es geht auch darum, im Kollegium im Wir zu denken und aus dem Einzelkämpfertum herauszukommen.
Zum Abschluss wird es konkret: Was würden unsere Gäste tun, wenn sie Kultusminister:in oder Bildungsminister:in wären?
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Home - LernKulturZeit Akademie
Eine Zukunft gestalten, die für ALLE lebenswert ist
Was diese Folge so besonders macht, ist die Begegnung zwischen jugendlicher Klarheit und jahrzehntelanger Systemexpertise. Tim und Michael zeigen, dass echte Bildungsinnovation dann entsteht, wenn persönliche Betroffenheit auf wissenschaftliche Fundierung trifft – und beide den Mut haben, das System nicht nur zu kritisieren, sondern aktiv zu transformieren.
Tim Wiegelmann ist noch Schüler in der Oberstufe und bereits seit vier Jahren mit Artikeln und Vorträgen im Bildungsbereich aktiv. Seine Motivation entspringt einer schmerzhaften persönlichen Erfahrung: In Förderschulen war er kontinuierlich unterfordert, wodurch er zum überzeugten Befürworter der Inklusion wurde. Für Tim sind Verbindungen das Lebenselixier, weshalb er Inklusion nicht als Abwesenheit von Barrieren definiert, sondern als "Möglichkeit zur Verbindung". Genau daran wurde er strukturell gehindert – eine Erfahrung, die ihn zu einem authentischen Kritiker und Visionär des Systems macht.
Michael Schratz begann seinen Weg mit einem Lehramtsstudium in Innsbruck, wo ihm der Spagat zwischen universitärer Theorie und schulischer Praxis nicht leicht fiel. Das vermeintlich "Lernendenzentrierte" war zu stark aus der Perspektive der Lehrkräfte gedacht – eine Erkenntnis, die sein weiteres Schaffen prägte. Seine zentrale Frage lautete: Wie können Schüler:innen mehr Gewicht erhalten, sodass die "Wippe" der Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden wieder in Resonanz kommt? Während er über Lehrbücher Einfluss ausübte, erkannte er, dass echte Veränderung bei der Schulleitung ansetzen muss. So gründete er eine Leadership-Academy, um direkt am System zu arbeiten.
Das Gespräch entspinnt sich ausgehend von Tims Erfahrungen um den jetzigen Zustand des Bildungssystems und den Zustand, den beide erreichen möchten: Ein System, das echte Verbindungen ermöglicht und wahrhaft lernendenzentriert arbeitet. Michael erzählt von seiner Leadership-Academy, mit der er den Auftrag der Ministerin erhielt, 6000 Schulleitungen innovationsfähig zu professionalisieren. Die zentrale Erkenntnis: Alle verfolgen dasselbe Ziel – das Beste für die Kinder. Doch das Ministerium kontrolliert zu stark, und die Schulen leiden unter der Flut von Reformen. Die Lösung liegt darin, den Weg zwischen Policy und Praxis kurz zu halten.
Besonders erhellend wird die Diskussion über die Problematik, wenn Ziele aus der Vergangenheit heraus gedacht werden. Hier öffnet die Theorie U von Otto Scharmer neue Wege: Sie lehrt, Vergangenes loszulassen, um aus der Gegenwart heraus die Zukunft gestalten zu können. Dieser Ansatz durchzieht das gesamte Gespräch wie ein roter Faden und mündet in der gemeinsamen Vision beider Gäste: Eine Zukunft zu gestalten, die für ALLE lebenswert ist.
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Wissenschafter in Leadership und Lernen - Michael Schratz
Politik am Strand: Wie Jugendliche in Dangast ihre Stimme erheben und Zukunft gestalten
Am 5. September 2025 lag etwas Besonderes in der Luft am Strand von Dangast. Wo sonst Menschen Sonne und Meer genießen, trafen sich Jugendliche aus dem ganzen Landkreis Friesland, um über Politik, Gesellschaft und ihre Zukunft zu sprechen. Eingeladen hatten das Jugendparlament Friesland und das Jugendparlament Zetel – und sie schufen ein Format, das Diskussion und Festival, Austausch und Begegnung zugleich war.
Schon beim Ankommen war spürbar: Hier soll Politik nicht abstrakt bleiben, sondern lebendig werden. Zwischen Strandkörben, Musikbühne und Thementischen mischten sich Jugendliche, Fachkräfte und Politiker:innen – alle auf Augenhöhe. Während im Hintergrund „IT’SYOURROBBY“, Mpnz und PNASEN Hip Hop und Rap auf die Bühne brachten, ging es an den Tischen um Themen, die nicht nur theoretisch, sondern unmittelbar relevant sind: Wie fit macht uns Schule wirklich für die Zukunft? Wie erkennen wir Fake News – und was machen sie mit uns? Welche Chancen haben junge Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf? Wer trägt die unsichtbare Care-Arbeit im Alltag? Wie gelingt echte Gleichberechtigung, und was bedeutet Beteiligung, wenn sie mehr sein soll als ein Schlagwort?
Besonders eindrücklich waren die Stimmen der Jugendlichen selbst: klar, kritisch, manchmal wütend, aber immer voller Ideen. Ob es um Schularchitektur, Mental Load oder intersektionale Diskriminierung ging – überall war spürbar: Hier wird nicht über Jugendliche gesprochen, sondern mit ihnen.
Das Barcamp hat gezeigt: Jugendliche sind nicht nur die Zukunft – sie sind jetzt da und fordern ihren Platz. Und sie bringen die Energie, die wir für eine lebendige Demokratie brauchen.
In dieser Folge nehme ich euch mit nach Dangast – mitten hinein in die Gespräche, Stimmen und Stimmungen des Barcamps.
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Wie Lernumgebungen die Entwicklung prägen
In dieser besonderen Folge von EduVisionaries erleben wir live, wie aus einem Podcast-Gespräch praktische Vernetzung wird: Drei Frauen zeigen, wie durchdachte Raumgestaltung Lernen und Wohlbefinden fördern kann.
Doris Heubach leitet seit 30 Jahren die Kita Edith-Stein in Wolfsburg und feierte in diesem Jahr ihr Dienstjubiläum. Ihre Vision ist klar: Sie möchte Kindern eine Umgebung bieten, in der sie sich so wohlfühlen, dass Lust auf Lernen von ganz allein entsteht. In ihrer Kita verwirklicht sie das durch vielfältige Sprachangebote, Naturpädagogik, Integration und Musik – alles eingebettet in eine durchdachte Raumgestaltung, die Kinder zum Entdecken einlädt.
Merret Read ist stellvertretende Leiterin der Kita und studierte Kindheitspädagogik und Gesundheit. Ihr Weg in diesen Beruf war ungewöhnlich: Nach Jahren im Theater suchte sie einen familienfreundlichen Job und landete "durch Zufall" in der Pädagogik – wo sie vollständig angekommen ist. Was sie besonders schätzt: In ihrer Kita dürfen sie viel ausprobieren und werden dabei sowohl von der Stadt als auch vom Träger unterstützt.
Janina Nikolai ist Innenarchitektin und Gründerin von "Schulretter". Schon seit der 9. Klasse wusste sie, dass sie Innenarchitektur studieren möchte, um ihrer Leidenschaft fürs Experimentieren und kreativen Gestalten zu folgen. Das Studium überraschte sie mit der Psychologie hinter der Raumgestaltung – ein Aspekt, der heute ihr Schaffen prägt. Als jemand, der "überall Verbesserung sieht und möchte", gründete sie Schulretter, nachdem im klassischen Berufsleben kein Raum für ihre visionären Ideen blieb. Sie bietet durch "Schulretter" drei Säulen der Schulgestaltung an: Gestaltung mit Schülerbeteiligung, Aufklärung durch Seminare sowie Planung von Neu- und Umbauten.
Das Gespräch entspinnt sich um ein konkretes Projekt: Die Kita möchte ihr Außengelände erweitern und einen zusätzlichen Gruppenraum im Freien gestalten. Die zentrale Frage lautet: Wie verbindet man Außen- und Innenraum miteinander?
Besonders deutlich wird im Verlauf des Gesprächs der krasse Bruch zwischen Kita- und Schulrealität: Während Kitas multifunktionale Räume mit bedürfnisorientierten Bereichen bieten, sind Schulhöfe oft betonierte Wüsten ohne Natur, manchmal sogar ohne ausreichende Sitzgelegenheiten. Das Gespräch erkundet konkrete Lösungen, z.B.: Wie holt man die Natur in den Innenraum?
Der Einfluss des Raums auf Psychologie und Lernerfolg bleibt dabei der Fokus des Gesprächs, ebenso wie der Kontext des Klimawandels: Als Tatsache, die sowohl technische Lösungen wie Klimaanlagen als auch raumgestalterische Anpassungen erfordert – mehr Lernen im grünen Schatten wird zur Notwendigkeit.
Was diese Folge besonders macht: Hier zeigt sich EduVisionaries als lebendiges Netzwerk. Merret nutzt die Gelegenheit, sich direkt Expertinnenrat von Janina zur Innenraumgestaltung zu holen – ein authentisches Beispiel dafür, wie Podcast als Plattform für echten fachlichen Austausch funktioniert.
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Schulretter - Innovative Konzepte für moderne Lernumgebungen
Katholische Kindertagesstätte Edith Stein
Wenn Technologie Bildung neu denkt
In dieser zukunftsweisenden Folge von EduVisionaries treffen zwei Pionierinnen aufeinander, die auf unterschiedlichen Wegen die digitale Transformation der Bildung vorantreiben und dabei zeigen, wie Technologie echter pädagogischer Innovation dienen kann.
Cynthia Weißflog ist Content Managerin bei Fobizz und kuratiert dort Fortbildungsformate für Lehrkräfte. Als gefragte Vortragsrednerin zum Thema KI in der Bildung liegt ihre große Leidenschaft darin, Räume zu gestalten, in denen Lernen sich gut anfühlt und Lehrkräfte erfahren können, dass es vor allem um Verbindung geht. Fobizz startete einst als deutschlandweites Fortbildungsangebot für Lehrkräfte und ist heute zur größten Plattform ihrer Art gewachsen – weit über Fortbildungen hinaus. Das Unternehmen entwickelt digitale Werkzeuge für den Unterricht und bietet inzwischen auch DSGVO-konforme KI-Tools an.
Annie Dörfle ist Mitgründerin von Scobees und bringt ihre Erfahrungen aus der Filmindustrie und Softwarekonzeption in die Bildung ein. Gemeinsam mit ihrer Co-Gründerin Lena Spak begegnete sie bei einem Startup-Event einem Netzwerk von Zukunftsschulen – eine Begegnung, die alles veränderte. Was sie dort über bedürfnisorientiertes Lernen erfuhr, war so inspirierend, dass sie ihre ursprüngliche Geschäftsidee wieder in die Schublade packten und sich ganz der Entwicklung digitaler Tools für diese neue Art des Lernens widmeten. Aus dem Bedarf der Zukunftsschulen nach einem digitalen Lerntagebuch entstand Scobees – eine Plattform, die es ermöglicht, Lernpfade zu bauen, Lernen zu reflektieren und Lernbeziehungen zu fördern, wobei Tools von Fobizz, andere Anwendungen und eigene Materialien nahtlos integriert werden können.
Das Gespräch erkundet sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen von KI in der Bildung, beleuchtet kritische Fragen des Datenschutzes und diskutiert die Bedeutung von Open Source-Ansätzen. Besonders prägnant fasst Cynthia die transformative Kraft der KI zusammen: Sie sei eine "positive Art der Zumutung", weil sie uns dazu zwinge, Grundsätzliches zu hinterfragen – Was ist gute Bildung? Was ist die Rolle der Lehrkraft? Wie wollen wir lernen? Wie wollen wir prüfen? Diese technologische "Zumutung" wird damit zum Katalysator für eine längst überfällige Bildungsdiskussion.
Der Blick in die Zukunft rundet das Gespräch ab: Wie sehen Schulen in zehn Jahren aus, die Fobizz und Scobees nutzen? Was wird sich fundamental verändert haben? Beide Gästinnen zeichnen ein Bild von Bildungsräumen, in denen Technologie nicht Selbstzweck ist, sondern menschliche Potentiale entfaltet und echte Lernbeziehungen ermöglicht – eine Vision, die zeigt, dass die digitale Revolution in der Bildung gerade erst begonnen hat.
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kostenfreien Zusatzqualifikation
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Wie innere Zielkonflikte spielerisch sichtbar werden
In dieser inspirierenden Folge von EduVisionaries begrüßen wir zwei außergewöhnliche Gäste, die beide auf ihre ganz eigene Weise zeigen, wie spielerische Ansätze tiefgreifende Veränderungsprozesse ermöglichen können.
Jasmin Bühler begleitet seit über zwei Jahrzehnten Menschen in ihren inneren und äußeren Transformationsprozessen und bildet selbst Menschen aus. Ihre größte Freude liegt darin, Entwicklung zu bezeugen und Menschen dabei zu unterstützen, zu wachsen. Als haptischer Lerntyp, der gerne spielt und Komplexes gern einfach macht, entwickelte sie das Coya-Kartenspiel – 49 Inspirationskarten, die zu "mehr ich, mehr wir" einladen. Die Idee entstand aus ihrer Yoga-Praxis heraus, wo sie die transformative Kraft von Kartensets am eigenen Leib erfahren hatte.
Dirk Rosomm wird täglich von der Frage angetrieben, wie man Menschen einen einfacheren Weg zur Veränderung ermöglichen kann. Nach 20 Jahren in der Personalentwicklung, wo ihn stets die Transferfrage beschäftigte, tauchte er tief in die Entwicklungspsychologie ein. Sein Kartenspiel "Teamplay" entstand in einem geradezu mystischen Moment um 4:30 Uhr morgens – wie ein Download hatte er plötzlich alle Namen der "Spieler" im Kopf, die die verschiedenen Persönlichkeitsanteile in uns repräsentieren.
Das Gespräch offenbart faszinierende Parallelen zwischen beiden Ansätzen. Sowohl Jasmins Coya-Karten als auch Dirks Teamplay-Set arbeiten mit dem zentralen Thema der inneren Zielkonflikte. Jasmin thematisiert den ewigen Spagat zwischen Zugehörigkeit und Wachstum und zeigt auf, wie scheinbare Gegensätze wie "Freiheit schafft Verbindung" miteinander versöhnt werden können. Dirk macht deutlich, dass echte Veränderung wenig mit äußeren Umständen zu tun hat, sondern dass es die unbewussten inneren Konflikte sind, die sichtbar gemacht werden müssen.
Besonders eindrucksvoll wird die Wirkung beider Tools in einem Live-Beispiel mit Madita deutlich, das zeigt, wie schnell und unmittelbar diese spielerischen Ansätze Erkenntnisse und Aha-Momente ermöglichen. Die Verbindung zwischen beiden Kartensets wird dabei ebenso sichtbar wie ihre Nähe zu anderen innovativen pädagogischen Ansätzen – eine Brücke, die sich sogar bis zum Veto-Prinzip von Maike Plath spannen lässt.
Eine Folge, die eindrucksvoll demonstriert, wie aus der Erkenntnis innerer Zielkonflikte und dem Mut zur Einfachheit kraftvolle Werkzeuge für Transformation entstehen können.
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TeamPLAY kennenlernen - TeamPLAY
Dirk Rosomm - Mr. Transformation // Change & Transformation neu denken.
Human Connect | Human Connect
Jasmin Bühler
Gegen Lebensmittelverschwendung mit Kreislaufdenken und nachhaltigen Lösungen
In dieser Folge beleuchten wir die dramatischen Ausmaße der Lebensmittelverschwendung: Weltweit werden 2,5 Milliarden Tonnen Lebensmittel verschwendet - genug, um alle Menschen zu ernähren, während alle sechs Sekunden ein Kind an Hunger stirbt. In Deutschland verschwenden wir pro Minute eine LKW-Ladung Lebensmittel, und 10% aller Treibhausgase entstehen durch Lebensmittelverschwendung.
Raphael Fellmer von “SIRPLUS” kämpft gegen Lebensmittelverschwendung und verfolgt seit seinem siebten Lebensjahr die Vision einer Welt ohne Hunger. Nach Weltreisen und der Entdeckung des Containerns gründete er SIRPLUS, das nach einer Insolvenz 2024 neu aufgebaut wurde und heute 10.000 Kunden begeistert.
Jennifer Lange von "langes Gemüseglück" verwandelt Lebensmittelreste in wertvollen Boden-Humus, der degradierte Böden regeneriert und Erträge bis zu dreifach erhöht. Ihre Lösung erreicht Privathaushalte, Kitas, Schulen und Unternehmen.
Ramona Holzer von "RESTLOS GLÜCKLICH e.V." ist Ernährungswissenschaftlerin und vermittelt durch Verbraucher:innenbildung Lebensmittelwertschätzung. Sie arbeitet in Kitas und Schulen, rettet Lebensmittel und kocht gemeinsam mit Kindern.
Jennifer Lange erklärt, dass 75% der weltweiten fruchtbaren Böden degradiert sind und 98% unserer Lebensmittel vom gesunden Boden abhängen. Ihre Lösung kombiniert alte Verfahren, um auch gekochte Lebensmittelreste dem Boden zuzuführen. Ramona Holzer zeigt auf, warum Privathaushalte als größter Verursacher gleichzeitig das größte Potenzial für Veränderungen bieten.
Wir diskutieren politische Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung und warum Bildung der Schlüssel zur Veränderung ist. Wir plädieren für Gärten in allen Kitas und Schulen und geben konkrete Tipps, wie jede:r direkt loslegen kann - von Wurm-AGs bis zum gemeinsamen Kochen mit geretteten Lebensmitteln.
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Langes Gemüseglück – Kompostieren einfach gemacht
Startseite - RESTLOS GLÜCKLICH e.V.
SIRPLUS - Dein Lieblings Online Shop für gerettete Lebensmittel
Startseite - netzwerk-schulgarten-niedersachsen.de
Acker - Hier wächst Wandel. - Acker
AckerFestival – 10. & 11. September 2025 – Berlin - AckerFestival
Über Mut, Veränderung und Hoffnung
In dieser bewegenden Folge sprechen wir mit zwei außergewöhnlichen Menschen über Bildung, Mut und die Kraft menschlicher Verbindungen. Zalfa ist 19 Jahre alt und lebt in Afghanistan, wo sie trotz der Gefahr durch die Taliban als Fotografin und Aktivistin für "Girls for Knowledge" arbeitet. Gunnar Thörmer ist Berater für Bildungswandel und digitales Lernen in Deutschland, der drei Tage die Woche als Marketer arbeitet und die anderen beiden Tage ehrenamtlich junge Menschen aus Afghanistan bei der Evakuierung und Integration unterstützt. Er hat einen Jungen aus Afghanistan adoptiert und hilft zwei weiteren Geschwistern.
Zalfa erzählt uns ihre Geschichte: Vor 2021 war sie Studentin mit Zukunftsplänen, doch nach der Machtübernahme der Taliban wurde ihr wie allen Frauen die Bildung verboten. Trotzdem arbeitet sie weiter als Fotografin und Bildungsaktivistin, obwohl die Taliban bereits ihre Kamera zerstört haben und ihre Arbeit extrem gefährlich ist. Sie gehört der Hazara-Minderheit an, einer Gemeinschaft in Afghanistan, die großen Wert auf die Bildung ihrer Kinder legt.
Bei "Girls for Knowledge" organisiert Zalfa Online-Unterricht für Mädchen, die nicht zur Schule gehen können. Sie unterrichten Englisch, Mathematik und Fotografie, kaufen Bücher für die Teilnehmerinnen und diskutieren gemeinsam über das Gelernte.
Im Gespräch entwickeln wir eine wichtige Erkenntnis: Vielleicht geht es nicht nur um die Frage, wie wir von hier aus helfen können, sondern wie wir uns verbinden und voneinander lernen können. Es ist wichtig, Zeit zu investieren, um sich mit Menschen und Kulturen zu verbinden. Echter Wandel entsteht nicht durch einseitige Hilfe von außen, sondern durch Begegnungen auf Augenhöhe und gegenseitiges Verstehen.
Diese Folge zeigt eindrucksvoll, dass Bildung und menschliche Verbindungen auch die größten Barrieren überwinden können. Zalfas Mut, trotz aller Gefahren für die Bildung von Frauen zu kämpfen, und Gunnars Engagement, Brücken zwischen den Welten zu bauen, beweisen die transformative Kraft des Lernens und der Empathie. Ihre Geschichte macht deutlich, dass echter Wandel durch Verbindung und gegenseitiges Lernen entsteht - eine Botschaft, die weit über Afghanistan und Deutschland hinausreicht.
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Das Transkript der Folge auf Englisch
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