Schattenwispern: Wahre Geschichten aus dem Verborgenen

Ein Hellseher als letzter Strohhalm gegen den Terror?


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Der spektakuläre Fall der Schleyer-Entführung: Verzweifelte Ermittler suchen paranormale Hilfe. Wie weit darf ein Staat im Ausnahmezustand gehen?
TRIGGERWARNUNG

In dieser Folge geht es um, Terror, Gewalt und Mord.

WORUM GEHT'S?

Ermittler arbeiten im Entführungsfall von Hanns Martin Schleyer mit einem niederländischen Hellseher zusammen, in der verzweifelten Hoffnung, den von der linken Terrororganisation Rote Armee Fraktion Entführten zu retten:

Karten werden ausgebreitet. Tonbänder laufen mit. Hinweise werden geprüft. Und bis heute ist unklar, wie ernst der Staat diese „paranormale Spur“ wirklich nahm – und warum man später versuchte, alles zu vertuschen.

Diese True Story erzählt von einem Terrorfall, der ein ganzes Land lähmte, von der langen deutschen Tradition der Kriminaltelepathie sowie von verzweifelten Entscheidungen hinter verschlossenen Türen und der Frage:

👉 Wie weit darf ein Staat gehen, wenn ein Menschenleben auf dem Spiel steht?

👉 War das Hellsehen eine echte Spur – oder nur ein Strohhalm in der Angst?
👉 Und warum versucht man bis heute, alles geheim zu halten?

Eine wahre Geschichte über Terror, Macht, Angst, Medien – und darüber, wie dünn die Grenze zwischen Vernunft und Verzweiflung sein kann.

Quellen und weiterführende Literatur

Hauptquelle:

Schellinger, U. (2018). Hellsehen für den Staat: Gerard Croiset und die Suche nach Hanns Martin Schleyer (1977). Zeitschrift für Anomalistik, Band 18, S. 76-103.

DOI: http://dx.doi.org/10.23793/zfa.2018.76
Online verfügbar
Zur RAF und zum Deutschen Herbst:

Bundeszentrale für politische Bildung: Die Geschichte der RAF

Bundeszentrale für politische Bildung: Frauen in der RAF
Bundeszentrale für politische Bildung: Die Rote Armee Fraktion (RAF)
Deutsches Historisches Museum: 1977 - Deutscher Herbst
Bundeszentrale für politische Bildung: Dossier zum Terrorismus

Aust, S. (1989). Der Baader-Meinhof-Komplex. München: Knaur.

Pflieger, K. (2011). Die Rote Armee Fraktion – RAF (3. Auflage). Baden-Baden: Nomos.

Zu Hanns Martin Schleyer:

Konrad-Adenauer-Stiftung: [Hanns Martin Schleyer - Biogramm](https://www.kas.de/de/web/geschichte-der-cdu/per Schleyer: Eine deutsche Geschichte. München: Beck.

Bundeszentrale für politissonen/biogramm-detail/-/content/hanns-martin-schleyer-v1)

Hachmeister, L. (2004).che Bildung: Deutschlandarchiv
Tagesschau Sondersendung 19. Oktober 1977: Hanns Martin Schleyer tot aufgefunden
Zur Kriminaltelepathie und Parapsychologie:

Die Kriminalpolizei: „Psychic detectives" auch in Deutschland?

Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V. (IGPP)
Gesellschaft für Anomalistik e.V.
Hergovich, A. (2005). Psychologie des Übersinnlichen. Bern: Huber.

Bauer, E. (1998). Hans Bender und die Gründung des „Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene". In J. Jahnke et al. (Hrsg.), Psychologiegeschichte (S. 460–476). München: Profil.

Seeling, O. (1929). Verbot der Beschäftigung von sogenannten Kriminaltelepathen. Zeitschrift für Parapsychologie, 7, 401-404.

Tremper, W. (1977). Aufsehenerregende Enthüllung: Ein Hellseher sah Schleyers Versteck. Bunte vom 3. November, 17-19.

Wehner, B. (1978). Selbstbezichtiger – Geistesgestörte – Übersinnliche …: Über die Anwendung übersinnlicher Methoden im polizeilichen Ermittlungsverfahren. Kriminalistik, 32(3), 111-114.

Wimmer, W. (1978). Okkultfahndung auch noch heute? Kriminalistik, 32(3), 109-110.

Dr. Michael Schetsche, Privatdozent, Uwe Schellinger, M. A.Psychic detectives“ auch in Deutschland?
Hellseher und polizeiliche Ermittlungsarbeit (S. 142 - 146)
Spiegel: Parapsychologie - Alle Hellseher Betrüger? 27.01.1959
Archivquellen (zitiert nach Schellinger, 2018):

Archiv des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V., Freiburg i. Br.
Archiv Het Johan Borgmanfonds Foundation (AHJBF), Nachlass Gerard Croiset
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Schattenwispern: Wahre Geschichten aus dem VerborgenenBy Sonja Wolfer