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Worum es geht
Manchmal nehme ich mir die Gitarre zur Hand oder ich setze mich ans Klavier und musiziere ein bisschen. Ich singe dann gerne Lieder, in denen es um meinen Glauben geht. Manche dieser Lieder drehen sich ausschließlich um Jesus.
Mir ist aufgefallen, dass diese Lieder eine Tradition fortführen, die seit den frühen Tagen der Christenheit gepflegt wird. Jesus Christus und seine Erlösung haben eigentlich schon immer im Zentrum der Aufmerksamkeit gestanden.
Eines der vermutlich ältesten christlichen Lieder überhaupt ist dafür ein gutes Beispiel.
Der Apostel Paulus zitiert es in seinem Brief an die Christen in der Gemeinde zu Philippi. Bekannt geworden ist dieses Lied als Christus-Hymnus:
Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. (Philipper 2,5-11).
Wer Jesus gewesen ist
Paulus stellt seinen Lesern Jesus vor Augen. Jesus ist das Vorbild, das es anzuschauen und dem es nachzueifern gilt. Christen orientieren sich in ihrem Denken, Handeln und Sein an einer Person, Jesus Christus.
Jesus hatte göttliche Gestalt gehabt. Damit verbunden waren Autorität und Macht über alles, was in dieser Welt geschaffen worden ist. An anderer Stelle im Neuen Testament wird deutlich, das durch Jesus Christus diese Welt überhaupt entstanden ist.
Aus groß wird klein
Für die meisten Menschen beginnt die Geschichte von Jesus in einer Krippe in Bethlehem. Dabei übersehen sie, dass – vor seiner Zeit in dieser Welt – Jesus im Himmel gewesen ist. Das macht der Satz deutlich: „Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.“
Umso gewaltiger empfinde ich das, was Paulus dann schreibt. Jesus hat die Macht und Herrlichkeit beiseitegelegt, um sich in dieser Welt einzumischen. Er wurde Mensch. Klein, verwundbar, sterblich. Damit Versöhnung entstehen konnte. Gott hat durch Jesus Christus diese Welt mit sich selbst versöhnt. Er hat das wieder in Ordnung gebracht, was aus den Fugen geraten war, einen Weg gefunden, wie meine kaputte Beziehung zu Gott wieder geheilt werden kann.
Letztendlich ist es unbegreiflich, warum Jesus diesen Weg beschritten hat. Aber es gibt zwei Indizien, die in eine bestimmte Richtung weisen: Liebe und Gehorsam.
Von Liebe spricht der Zeitzeuge Johannes, als er feststellt: „So sehr hat Gott diese Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,16).
Von Gehorsam und damit Unterordnung unter den Willen Gottes schreibt der Apostel Paulus in Philipper 2,8: „Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.“
Das, was einem lieb und teuer ist, zurückzulassen, um sich dem zu widmen, was kaum liebenswürdig scheint, zeugt von außerordentlicher Größe. Irgendjemand hat es wie folgt auf den Punkt gebracht (ich zitiere …