Einstein

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Natural Sciences
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Einstein episodes

  • Bomben im Berg: Das Jahrhundertprojekt «Mitholz»
    Bald 80 Jahre nach der Explosion muss in und ausserhalb der Mitholz-Stollen noch immer massenhaft Explosivmaterial geborgen, analysiert und vernichtet werden. Wie bringt man 3000 Tonnen Munition und Granaten sicher aus dem Berg? Einstein mit ersten Einblicken in das Jahrhundertprojekt.
    Bomben-Job Mitholz: Mit Kampfmittelbeseitigern im Einsatz
    Bei der Mitholzkatastrophe vor bald 80 Jahren wurde tonnenweise Munition nach aussen geschleudert. Kampfmittelbeseitiger der Armee haben bis heute Aussenflächen in der Grösse von 13 Fussballfeldern geräumt und dabei über 250 Munitionsobjekte aus den Böden geborgen. Und die heikle Arbeit mitten im Dorf geht weiter.
    Risiko Steinschlag: Im Berg kommt die Gefahr auch von oben
    Steinschlaggefahr als grosses Risiko. Würde ein Felsblock im Berg direkt auf die Munition fallen, könnte diese explodieren. Um dieses Risiko auf ein Minimum zu reduzieren, wurde der Stollen mit zahlreichen Mess- und Alarmsystemen ausgerüstet und schichtweise bis unter die Decke aufgefüllt. Auf einer Expedition durch den Katastrophenberg durfte sich «Einstein» kurz vor der Versiegelung ein Bild machen.
    Die Sprengstoff-Detektive: Mitholz-Geschosse unter der Lupe
    «armasuisse»-Spezialisten der Abteilung «Wissenschaft und Technologie» untersuchen Mitholz-Munition bis ins kleinste Detail. Wie gefährlich sind die Explosionsstoffe nach 80 Jahren im Berg noch? Verhält sich das TNT immer noch wie neuer Sprengstoff? Wie sicher sind Handhabung und Transport? Testreihen in Labor und Sprengbunker liefern wichtige Erkenntnisse für die spätere Räumung des ehemaligen Bahnstollens.
    «Mitholz»-Munition: Eine ökologische Zeitbombe?
    Untersuchungen haben gezeigt, dass die Schwermetallbelastung durch Mitholz-Munition ein ernsthaftes Problem ist. Schadstoffe wie giftiges TNT, Blei oder Quecksilber könnten zum Beispiel durch Naturereignisse in die Umwelt gelangen. Mit aufwendigen Untersuchungen und Analysen wollen Spezialisten sicherstellen, dass die Munition nach der Räumung sicher und nachhaltig entsorgt werden kann.
    38 min
  • Extremwetter: Wie retten wir unsere Ernten?
    60 Grad heisse Äcker, vertrocknete Felder und ein Kampf um jeden Tropfen: Der Extremsommer fordert die Schweizer Landwirtschaft heraus. «Einstein» zeigt, wie gesunde Böden, neue Anbaumethoden und Hightech unsere Ernten künftig vor Dürre und Starkregen schützen könnten.
    Das HofLabor – Zwiebeln ohne künstliche Bewässerung
    Die Reise beginnt in Mönchaltorf. Im HofLabor wächst ausgerechnet eine der anspruchsvollsten Kulturen: Zwiebeln. Und das weitgehend ohne künstliche Bewässerung, ohne Dünger und ohne Pestizide. Das Geheimnis liegt auf dem Boden: Eine dicke Schutzdecke aus Pflanzenresten soll Wasser zurückhalten, Hitze abpuffern und das Bodenleben fördern. Regenwürmer arbeiten unter der Erde, GPS-Traktoren fahren immer in denselben Spuren, rund 200 Gemüse- und Getreidesorten wachsen in einem riesigen Pflanzenmosaik. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Doch hält das System auch einem Extremsommer stand?
    Zwei Bauern – zwei Schicksale
    Mitten in der Hitzewelle zeigt sich eindrücklich, wie Wasser über Erfolg oder Missernte entscheiden kann. In Frieswil BE steht Bauer Hannes Brunner vor vertrockneten Wiesen und kleinen Kartoffeln. Bewässern kann er nicht. Seine Bilanz: rund ein Drittel weniger Kartoffelertrag – und mitten im Sommer muss er bereits die Futterreserven für den Winter anzapfen.
    Nur 20 Kilometer weiter ein völlig anderes Bild: Bei Christian Hofer in Aefligen stehen die Kartoffeln kräftig und grün. Er kann bewässern. Bodensonden zeigen ihm, wann seine Pflanzen tatsächlich Wasser brauchen. Hightech soll helfen, keinen Tropfen zu verschwenden.
    Backofen Acker – heisser als Asphalt
    Zurück in Mönchaltorf folgt die Überraschung: Bodenexperte Hanspeter Liniger misst auf einem nackten Acker fast 60 Grad. Der Asphalt daneben: rund 42 Grad. Der Acker ist heisser als die Strasse.
    Eine Wärmebilddrohne macht sichtbar, wie extrem die Unterschiede auf wenigen Metern sind. Für das Leben im Boden wird die Hitze zum Problem. Und wenn nach der Dürre plötzlich Starkregen kommt, droht die nächste Gefahr: Ein Experiment mit vier verschiedenen Böden zeigt drastisch, welchen Unterschied eine stabile Bodenstruktur machen kann.
    Hightech gegen Handarbeit
    Im HofLabor fährt ein eigens entwickelter Jät- und Mähroboter übers Feld. GPS-gesteuert kennt er den Standort jeder Pflanze und entfernt Unkraut, ohne die Kultur zu beschädigen. Die nächste Stufe ist bereits in Sicht: Der Roboter soll künftig autonom arbeiten. Auch unter der Erde wird digital geforscht. Fast 2000 einzelne Streifen sind erfasst, ihre Geschichte und Entwicklung werden ausgewertet. Künftig soll künstliche Intelligenz mithelfen herauszufinden, welche Pflanzen wo am besten wachsen – für mehr Ertrag, gesündere Böden und weniger Risiko.
    Hat das HofLabor geliefert?
    Am Ende zählt, was tatsächlich vom Feld kommt. Beim besten Zwiebelbeet werden 27 Tonnen pro Hektare geerntet – auf dem Niveau des langjährigen Bio-Durchschnitts. Doch der Erfolg hat einen Haken: Andere Beete liefern deutlich weniger. Das todsichere Patentrezept hat also auch das HofLabor noch nicht gefunden.
    37 min
  • Hund und Katze: Früh Vertrauen schaffen | Teil 1
    Was Hund und Katze in den ersten Wochen erleben, prägt sie ein Leben lang. Vielfältige Umwelteindrücke sowie früher Kontakt zu Tier und Mensch machen sie zutraulich. Fehlt das, bleibt oft Angst und fehlendes Vertrauen. Darum: früh Vertrauen schaffen und Augen auf beim Tierkauf.
    Tierliebe per Mausklick
    Immer mehr Menschen kaufen ihren Hund oder ihre Katze per Mausklick im Internet. Doch die süss präsentierten Welpen und Kätzchen stammen oft aus dem Ausland, gezüchtet unter tierschutzwidrigen Bedingungen: Oft werden die Tiere viel zu früh von ihren Müttern getrennt, sind krank und kaum sozialisiert. Die Folgen: hohe Tierarztkosten und Verhaltensprobleme – eine Belastung für die Beziehung zwischen Mensch und Tier.
    Sozialisierung – Das A und O für ein glückliches Tierleben
    Was Hunde und Katzen in den ersten 16 Lebenswochen erleben, prägt sie für immer. Fehlt die Sozialisierung, reagieren die Tiere oft ängstlich oder aggressiv. Der frühe Kontakt zu Menschen, Geräuschen und anderen Tieren ist entscheidend für eine stabile, vertrauensvolle Beziehung zwischen Menschen und Tieren.
    Ein Hund oder eine Katze zieht ein
    Ob jung oder schon älter – ein neues Haustier stellt das Leben seiner Besitzenden auf den Kopf. Jedes Tier bringt seinen eigenen Charakter mit. «Einstein» begleitet eine frischgebackene Dackelbesitzerin über ein halbes Jahr und zeigt die Höhen und Herausforderungen im Alltag mit dem lebhaften Welpen. Eine Maine-Coon Züchterin zeigt: Gut sozialisierte Kätzchen entwickeln eine enge Bindung zum Menschen – das erleichtert das Zusammenleben von Anfang an.
    Nie gelerntes Vertrauen
    Dobby stammt aus dem Auslandstierschutz und hatte eine schwierige Jugend. Die mangelnde Sozialisierung macht ihn ängstlich – besonders gegenüber Männern. «Einstein» zeigt, wie aufwendig es ist, nie gelerntes Vertrauen aufzubauen. Kann Dobby lernen, fremden Menschen wieder zu vertrauen?
    37 min
  • Naturwunder: Das Rätsel der Mittelmeer-Ringe
    Ein unerklärliches Phänomen am Meeresgrund: Vor Korsika liegen Hunderte perfekte Kreise, die aussehen wie überdimensionale Spiegeleier. Was hat es damit auf sich? «Einstein» begleitet ein Forscherteam auf eine packende Expedition in die Tiefe.
    2011 wurden rätselhaften Kreise einige Kilometer vor der Küste Korsikas entdeckt. Doch ihr Ursprung blieb lange in 120 Metern Tiefe verborgen. Denn für Taucher sind die Kreise nur schwer erreichbar. Und ferngesteuerte Unterwassergefährte konnten nicht genug Daten liefern, um das Geheimnis zu lüften.
    Laurent Ballesta: Expedition ins Unbekannte
    Doch dann versuchte es ein Forschungsteam um den Meeresbiologen Laurent Ballesta. Er ist bekannt für seine extremen Unterwasser-Expeditionen an die unzugänglichsten Orte der Welt. Die extremen Tiefen erforderten von ihm und seinen Taucherkollegen nicht nur spezielle Ausrüstung, sondern auch körperlichen Tribut. Damit ihr Körper sich an den Druck in der Tiefe anpassen konnte, liessen sie sich 21 Tage in einer Druckkammer einsperren. Das war die Grundlage für lange Tauchgänge in weit über 100 Metern Tiefe.
    Die Suche nach Antworten: Eine Zeitreise in die Eiszeit
    Ballesta und sein Team tauchten in diese verborgene Welt ein und entdeckten dabei eine erstaunliche Vielfalt an Meereslebewesen. Darunter seltene gelbe Korallen und farbenprächtige Garnelen. Der Hauptfokus der Forschung lag jedoch auf den Ringen selbst. Durch das Bohren von Kernproben und deren anschliessende Kohlenstoffdatierung machten die Forscher eine entscheidende Entdeckung: Die ältesten Teile der Ringe sind rund 21'000 Jahre alt. Dies verknüpft die Geschichte der Ringe mit der letzten Eiszeit, einer Zeit tiefgreifender planetarischer Veränderungen, in der die Region deutlich flacher und sonnenbeschienener war. Die Frage nach den genauen Prozessen, die diese Formationen in einer so fernen Vergangenheit schufen, stand im Mittelpunkt der weiteren Untersuchungen.
    Ein Wettlauf gegen die Zeit: Schutz für ein verborgenes Ökosystem
    Die Dokumentation begleitet Ballesta und sein Team bei ihren bahnbrechenden Tauchgängen, die an die Grenzen des menschlich Machbaren führten. Die Forscher entwickelten eine Hypothese, die die Entstehung der Ringe mit den dramatischen Klimawechseln der Erdgeschichte in Verbindung bringt. Doch die Zeit drängt: Die einzigartigen Unterwasserformationen liegen in einem Gebiet, das von Schifffahrtsrouten durchzogen wird. Anker von Handelsschiffen stellen eine potenzielle Bedrohung für dieses fragile Ökosystem dar. Ballestas Forschung ist somit nicht nur eine Suche nach Wissen, sondern auch ein Plädoyer für den Schutz dieser verborgenen Wunder.
    36 min
  • Waldrapp – Eine umstrittene Rückkehr nach 400 Jahren
    Zum zweiten Mal hat ein Waldrapp-Paar in der Schweiz gebrütet. Damit lässt sich eine seltene Vogelart wieder blicken, die vor 400 Jahren aus unseren Breitengraden verschwunden ist. Die Zuzüger stammen aus einem EU-geförderten Ansiedlungsprojekt, das in der Schweiz auf Kritik und Widerstand stösst.
    Zwei Waldrapp-Bruten in der Schweiz
    In der Gewerbezone von Vaulruz FR tauchte im Frühling 2025 ein Waldrapp-Paar auf und baute sich sein Nest in einer Fensternische. Anfang Juni schlüpften dort drei Küken. Schon 2023 gab es in Rümlang ZH eine erfolgreiche Waldrapp-Brut, auch dort in der Gewerbezone. Es war damals wohl das erste Mal seit rund 400 Jahren, dass hierzulande wieder Waldrappe brüteten. Sowohl bei Vaulruz FR wie auch in Rümlang ZH kamen die Elterntiere aus der Kolonie des Waldrapp-Teams im süddeutschen Überlingen.
    Umstrittene Geschichte
    Das Ziel des Waldrapp-Teams ist die Wiederansiedlung des Waldrappen als Zugvogel in Europa. Begründet wird das auch mit der Geschichte: so habe der Waldrapp bis ins 17. Jahrhundert an vielen Standorten nördlich der Alpen gebrütet und sei dann durch die Menschen ausgerottet worden. Diese Darstellung ist umstritten: Belegt seien einige wenige Brutstandorte und sein Verschwinden könnte vor allem mit der damals aufgetretenen klimatischen Abkühlung, der sogenannten kleinen Eiszeit, zusammenhängen, sagen Kritiker des Projektes.
    Keine Wiederansiedlung in der Schweiz
    Das Bundesamt für Umwelt lehnt eine Wiederansiedlung des Waldrapps in der Schweiz ab. Dabei stützt es sich auf ein internationales Abkommen zum Schutz der Zugvögel. Auch bei der Vogelschutz-Organisation Birdlife Schweiz hält man wenig von einer Wiederansiedlung. «Wir können so das Rad der Zeit nicht 400 Jahre zurückdrehen», sagt Geschäftsführer Raffeael Ayé. «Ob die heutigen Lebensräume in Mitteleuropa und Westeuropa für den Waldrapp überhaupt noch geeignet sind, das steht komplett in den Sternen.»
    Im Trainingscamp
    Gründer und Leiter des Waldrapp-Teams ist der österreichische Biologe Johannes Fritz. Er begann vor mehr als 20 Jahren damit, Waldrappküken aus Zoohaltungen aufzuziehen und ihnen mit einem Hängegleiter die Route in ein Wintergebiet in Italien anzutrainieren. Auf dieser Zugroute über die Alpen kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Problemen: Verirrte Waldrappe mussten nach Wintereinbruch eingesammelt und betreut werden. Seit zwei Jahren führt die Zugroute von Bayern aus bis in den Süden Spaniens, ein aufwändiges Verfahren für die Aussiedlung von jährlich rund 30 Jungtieren.
    37 min
  • Stau: Was hilft gegen den Verkehrskollaps?
    Innerhalb von zehn Jahren verdoppelten sich in der Schweiz die Staustunden. Auch in Zukunft wird die Blechlawine wohl immer grösser. Aber was ist zu tun? Wie kann Stau vermieden werden? Tobias Müller versucht in einem Experiment herauszufinden, wie Stau entsteht – und was dagegen hilft.
    39'863 Stunden. So lange standen Verkehrsteilnehmende laut den neuesten Zahlen des Bundesamtes für Strassen Astra 2022 im Stau. Die Blechlawine dürfte in der Zwischenzeit weiter angeschwollen sein, ein Ende des Staus nicht in Sicht. Aber was tun? Wie kann Stau auf dem bestehenden Strassennetz vermieden werden? Was ist das ideale Tempo auf der Autobahn und mit welchen technologischen Hilfsmitteln kann der Verkehr in Zukunft flüssiger gemacht werden?
    Dies versucht Tobias Müller gemeinsam mit «Einstein»-Zuschauenden in einem Experiment herauszufinden. Ein gutes Dutzend Autofahrende rollen auf dem TCS-Testgelände in Derendingen SO minutenlang im Kreis – und erleben live, wie Stau aus dem Nichts entsteht. Sogenannter Phantomstau. Danach wiederholen sie das Experiment, nur diesmal mit eingeschalteten Fahrassistenz-Systemen. Das Ergebnis: Der Verkehr läuft plötzlich viel flüssiger.
    Die Wächter über den Schweizer Verkehr
    Auch in der Verkehrsmanagementzentrale des Astra in Emmenbrücke LU dreht sich alles darum, den Verkehr flüssig zu halten. Rund um die Uhr sitzen die Operatorinnen und Operatoren vor ihren Bildschirmen und überwachen das Schweizer Nationalstrassennetz. Sobald es anfängt zu stocken, reagieren sie mit Verkehrsmeldungen, Umleitungen und sogenannten Geschwindigkeitsharmonisierungen. Denn nichts hilft bei hohem Verkehrsaufkommen so gut gegen den Stau wie Tempo 80.
    Das Nadelöhr Gotthard
    Auch am Gotthard kämpfen die Verantwortlichen gegen den Verkehrskollaps. Zu Feiertagen und über die Sommerferienmonate sind kilometerlange Staus praktisch vorprogrammiert. Die Kantonspolizei Uri stellt dies vor eine schier unlösbare Aufgabe. Mit einem Tropfenzähler-, sowie Ein- und Ausfahrtsdosierungen, versucht sie, die Blechlawine in Bewegung zu halten. Weil viele Ortsunkundige blind auf ihre Navigationsgeräte vertrauen, schwappt die Stauwelle aber regelmässig von der Autobahn auf Nebenstrassen über. Ein grosses Problem für das enge Urnerland.
    Die Zukunft des Staus
    Stau wird es wohl auch in Zukunft geben. Automatisierte, teilautonome Fahrzeuge könnten das Problem aber zumindest abschwächen. Verschiedene Forschungsergebnisse zeigen: Wenn nur schon jedes zehnte Fahrzeug mit ausgeklügelten Fahrassistenzsystemen unterwegs ist, hat dies eine dämpfende Wirkung auf die sogenannten Phantomstaus. Dass Stau deshalb bald der Vergangenheit angehören wird, ist trotzdem nicht sicher. Im Gegenteil. Weil es möglicherweise in Zukunft mehr Leerfahrten geben wird, nimmt der Stau vielleicht sogar zu.
    37 min
  • Hund und Katze: Dein Tier besser verstehen | Teil 2
    Früher galt: Dominanz zeigt Stärke. Heute belegt die Forschung: Positive Konditionierung schafft Vertrauen. Hunde und Katzen lernen besser mit Belohnung statt mit Strafe. So entsteht echte Bindung – ohne Angst. «Einstein» zeigt, wie gewaltfreie Erziehung bei Tieren wirkt und das Miteinander stärkt.
    Tobias Müller wagt ein Experiment: Im Tierheim des Zürcher Tierschutzes soll er der eigensinnigen Katze Thunder ein «High Five» beibringen – und sie auf Kommando in die Transportbox bringen. Mit positiver Konditionierung. Unterstützung erhält er von Klickertrainerin Christianne Gasser. Doch kann man Katzen überhaupt erziehen?
    Wenn der Hund nicht zur Ruhe kommt
    Auch bei Hunden zeigt sich: Mit Strenge kommt man nicht weit. Australian Shepherd Sky ist hyperaktiv, kaum zu bändigen und bringt seine Halter an ihre Grenzen. Statt Druck setzt die Hundetrainerin auf Geduld und positive Verstärkung. Schritt für Schritt lernt Sky, sich zu konzentrieren und besser mit Reizen umzugehen.
    Belohnung statt Bestrafung
    Früher wurden Tiere mit Härte erzogen. Heute gilt das als überholt. Verhaltenstierärztin Maya Bräm erklärt, warum Belohnung und Partnerschaft der Schlüssel zu einem harmonischen Zusammenleben sind – auch bei schwierigen Fällen wie streitenden Katern.
    Hund und Katze zeigen Bindung wie Kleinkind
    Forscherinnen aus Wien und Oregon zeigen: Hunde und Katzen binden sich an uns wie Kleinkinder. Sie lösen das Kuschelhormon Oxytocin aus – und werden so zu echten Familienmitgliedern.
    37 min
  • Mysterium vom Bodensee: Was verraten uns die 170 Steinhügel?
    Vor 5500 Jahren haben in Schweizer Seen Menschen gigantische Hügel angelegt. Seit das bekannt ist, tauchen immer mehr künstliche Steinhügel in Schweizer Seen auf. Archäologen stehen vor einem Rätsel. Was hat es damit auf sich? Einstein geht zusammen mit zwei Archäologen auf Spurensuche.
    Mysteriöses Rätsel am Seegrund
    2019 nahm «Einstein» erstmal die Fährte auf. Im Bodensee entdeckten Wissenschaftler 170 Steinhügel in Ufernähe. Was hat es damit auf sich? Weshalb haben unsere Vorfahren diese Hügel angelegt? Damals tauchte «Einstein» zusammen mit den Archäologen zu den Steinhügeln im Bodensee.
    Zufallsfund der Wissenschaft
    Angefangen hatte alles im Jahr 2013. Damals stiessen die Forschenden eher zufällig auf rätselhafte Strukturen am Südufer des Bodensees. Beim Amt für Archäologie des Kantons Thurgau war die Fundstelle damals unbekannt. Das sollte sich bald ändern.
    Netzsenker, Pfähle und weitere Funde
    Der Archäologe Urs Leuzinger begleitet das Projekt seit Beginn. Zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen konnte er Pfähle aus der Jungsteinzeit, also vor 5500 Jahren, und aus neuerer Zeit ausgraben. Weiter haben sie auch viele Netzsenker, Steine, die zum Absenken von Fischernetzen gebraucht wurden, gefunden.
    Ein Phänomen im Alpenraum
    Seit die Steinhügel am Bodensee bekannt wurden, hat sich dargelegt: Es ist ein Phänomen, dass sich auch in anderen Schweizer Seen zeigt. Zum Beispiel im Zugersee. Der Steinhügel bei Cham-Eslen ZG ist seit rund 90 Jahren bekannt. Die Funde vom Bodensee haben den Blick auf die Steine im Zugersee verändert. Können die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen dank weiterer Funde das Rätsel lösen, weshalb die Menschen so viele Hügel angehäuft haben?
    Hinweis unter den Steinhügel
    Im Zugersee haben Archäologen einen Teil der Geschichte Stein für Stein rekonstruiert und die Vergangenheit ins hier und jetzt gebracht. Sie haben unter dem Steinhügel in einer Kulturschicht eine Doppelaxt, Fischerwerkzeug und weitere Keramik gefunden. Hier hat früher eine Fischerhütte gestanden, das ist dem Archäologen Jochen Reinhard ist klar. Dank dieser Funde wurde ebenfalls klar, dass der Steinhügel obendrauf nicht älter sein kann als 6000 Jahre.
    36 min
  • Wandern mit Motor: Exoskelette erobern den Alltag
    Der ewige Menschheitstraum von Superkräften wird real. Sogenannte Exoskelette erobern unseren Alltag. Anzüge, bestückt mit Motoren und Federn, helfen uns beim Laufen oder beim Heben von schweren Gegenständen. «Einstein» macht den Test und zeigt, wie gut sie wirklich sind.
    Selbstversuch im Ironman-Anzug
    «Einstein»-Moderator und Hobbysportler Tobias Müller wagt den Selbstversuch: Mit einem futuristischen Exoskelett an den Beinen sprintet er Treppen hoch, fährt Bergstrecken auf dem Velo und testet, wie viel zusätzliche Power tatsächlich im «Ironman-Anzug» steckt. Die Versprechen der Hersteller klingen spektakulär: weniger Belastung, mehr Leistung, bis zu 30 Prozent längere Ausdauer. Doch wie viel davon hält wissenschaftlichen Tests stand? Forschende der ETH Zürich analysieren Energieverbrauch und Bewegungsmuster – und liefern überraschende Resultate.
    Mehr Mobilität im Alter
    Brigitte Eberhard ist 85 Jahre alt. Wegen Arthrose sind längere Wanderungen für sie kaum mehr möglich. Mit einem Exoskelett wagt sie sich dennoch auf eine mehrstündige Tour mit ihrer Seniorengruppe. Kann Technologie Menschen im Alter tatsächlich neue Mobilität schenken? Oder bringt die Unterstützung auch neue Unsicherheiten mit sich?
    Entlastung bei harter Arbeit
    Stehen Exoskelette auch in der Arbeitswelt vor dem Durchbruch? In Autogaragen, Logistik- und Entsorgungsbetrieben treffen wir Menschen, die täglich schwere Lasten bewegen. Rücken- und Schulterprobleme gehören dort oft zum Alltag. Immer mehr Firmen testen Exoskelette, um Mitarbeitende bei körperlich belastender Arbeit zu unterstützen und langfristig gesund zu halten. Doch was als Entlastung gedacht ist, wirft eine heikle Frage auf: Werden Menschen dadurch wirklich geschont – oder am Ende einfach auf noch höhere Produktivität getrimmt?
    «Einstein» über die Verschmelzung von Mensch und Maschine sowie die Chancen, Risiken und Alltagstauglichkeit dieser neuen Technologien.
    37 min
  • Lassen wir unsere Fische sterben?
    Unseren Flussfischen geht es schlecht. Der Hitzesommer 2026 und Flussbarrieren lassen Hunderttausende verenden. Die vielen Kraftwerkbarrieren hindern verschiedene Fischarten bis heute an ihrer natürlichen Wanderung. Haben die Fische eine Zukunft oder ist es schon zu spät?
    Als um 1900 die ersten Wasserkraftwerke gebaut wurden, verschwanden die Lachse nach wenigen Jahren. Auch Stör oder Maifisch sind in der Schweiz längst ausgestorben. Zwar gibt es heute bei den meisten Kraftwerken Fischtreppen, doch viele Fische finden den Aufstieg nicht oder verenden in den Turbinen.
    Hinzu kommt der Klimawandel, mit dramatischen Hitzesommern wie in diesem Jahr. Um zu überleben, müssen manche Fischarten Kaltwasserregion finden.
    Fangen, besendern, tracken
    Wie wichtig ist es für Flussfische überhaupt zu wandern? Das will ein Team des ETH-Wasserforschungsinstituts «Eawag» herauszufinden: Sie haben in Aare, Rhein, Thur und Reuss über 700 Flussfische gefangen, besendert und wieder ins Flusssystem entlassen.
    Hightech-Horcher unter Wasser
    Wandernde Fische sind wichtig für die Biodiversität und den Nährstoff-Transport in den Flüssen. Sterbende Fischpopulationen verändern diese sensiblen Ökosysteme.
    Dank an den Ufern installierten Unterwassermikrofonen können die Forschenden die Bewegungsmuster der markierten Fische exakt verfolgen. «Einstein» hat diese spektakuläre Feldstudie auf und im Wasser begleitet.
    Pionierprojekt für mehr Biodiversität
    Das Projekt ist Teil des «European Tracking Network», das die Beobachtung von Fischwanderungen bis in die Niederlande ermöglicht. Wenn es denn überhaupt je ein Fisch bis zur Nordsee schaffen sollte. In der Schweiz ist die Messdichte sehr gut, das findet auch international Beachtung.
    Mehr Daten, mehr Erkenntnisse – Forschung für eine künftig gesündere Biodiversität in den Flüssen, um sich den Herausforderungen der wärmeren Zukunft zu stellen.
    35 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Das Wissensmagazin «Einstein» berichtet…