Energie. Weiter denken

Energie. Weiter denken

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Energie. Weiter denken episodes

  • Anne Rethmann: Wie bleiben Stadtwerke handlungsfähig?
    Wie können Stadtwerke handlungsfähig bleiben, wenn Investitionsbedarf, regulatorische Anforderungen und Wettbewerbsdruck gleichzeitig steigen? Darüber sprechen Dr. Sören Patzack und Sebastian Seier mit Anne Rethmann, Vorständin der Thüga AG. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle Kooperationen spielen können, wenn einzelne Unternehmen an Grenzen stoßen – etwa bei IT, Einkauf, Abrechnung, Ladeinfrastruktur oder gemeinsamen Servicegesellschaften.

    Besonders deutlich wird der Handlungsdruck bei der Finanzierung. Für die Unternehmen der Thüga-Gruppe beziffert Anne Rethmann den Investitionsbedarf bis 2045 auf 70 bis 90 Milliarden Euro. Neben klassischen Bank- und Förderkrediten rücken deshalb Bürgerbeteiligungen, neue Eigenkapitalinstrumente und privates Kapital stärker in den Fokus. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Regulierung, Digitalisierung und gemeinsame Strukturen dazu beitragen können, Systemkosten zu senken und Investitionen effizienter umzusetzen.

    Auch der Vertrieb verändert sich: Digitale Wettbewerber, neue Kundenerwartungen und Anwendungen rund um HEMS, Photovoltaik und Ladeinfrastruktur erhöhen den Druck auf klassische Geschäftsmodelle. Anne Rethmann sieht die regionale Verankerung weiterhin als Stärke der Stadtwerke, verbindet sie aber klar mit der Notwendigkeit, Prozesse stärker zu standardisieren, digitale Lösungen gemeinsam zu entwickeln und sich strategisch zu fokussieren. Damit rückt auch die künftige Struktur der Stadtwerkelandschaft in den Blick – zwischen Eigenständigkeit, Kooperation und größeren regionalen Verbünden.
    27 min
  • Ursula Heinen-Esser: Sind die Erneuerbaren noch auf Erfolgskurs?
    Der Ausbau der erneuerbaren Energien hat in den vergangenen Jahren deutlich an Tempo gewonnen. Doch ob dieser Kurs anhält, entscheidet sich auch an den politischen Rahmenbedingungen. Ursula Heinen-Esser, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), spricht im BET-Podcast "Energie. Weiter denken" über eine Branche, die trotz hoher Ausbau- und Genehmigungszahlen mit wachsender Unsicherheit konfrontiert ist. Fehlende Planungssicherheit wirkt sich auf Investitionsentscheidungen und Finanzierungen aus, während begrenzte Netzanschlusskapazitäten, steigende Baukosten und Lieferengpässe zusätzliche Herausforderungen schaffen.

    Besonders kontrovers ist der künftige Umgang mit Netzengpässen. Die geplanten Änderungen beim Redispatch könnten die Kalkulierbarkeit neuer Projekte erheblich beeinflussen, wenn Anlagenbetreiber in kapazitätslimitierten Gebieten nicht mehr vollständig entschädigt werden. Ursula Heinen-Esser ordnet die möglichen Folgen ein und diskutiert, welche Alternative eine systemdienliche Anschlussleistung bieten könnte. Auch die anstehende EEG-Novelle bringt offene Punkte mit sich, etwa bei der Vergütung kleiner PV-Anlagen, der Direktvermarktung, der Wasserkraft und der stärkeren Nutzung von PPAs.

    Neben diesen regulatorischen Fragen rückt auch die grundsätzliche Rolle der Erneuerbaren im Energiesystem in den Blick. Welche Bedeutung haben sie für Strompreise und Versorgungssicherheit? Und welchen Beitrag können dezentrale erneuerbare Strukturen zu mehr Resilienz und einer geringeren Abhängigkeit von fossilen Energieimporten leisten?
    22 min
  • Alexandra Genten: Wie verändert sich die Rolle kommunaler Energieversorger?
    In dieser Folge von „Energie. Weiter denken – Der BET-Podcast“ geht es um die Rolle kommunaler Energieversorger in der Energiewende. Zu Gast ist Alexandra Genten, Vorständin der STAWAG. Gemeinsam mit unseren Hosts Sören und Lukas spricht sie darüber, wie sich ein breit aufgestellter Regionalversorger in einem dynamischen Markt positioniert und welche Bedeutung strategische Entscheidungen, Kundennähe und die eigenen Mitarbeitenden dabei haben. Alexandra erklärt, wie die STAWAG Investitionen zwischen verschiedenen Geschäftsfeldern abwägt und auf veränderte Marktbedingungen reagiert. Gerade beim Netzausbau und in der Wärmewende müssen langfristige Entscheidungen mit politischen und regulatorischen Entwicklungen zusammengebracht werden. Im Gespräch geht es dabei unter anderem um den Ausbau der Fernwärme, die zunehmende Bedeutung von Wärmepumpen und die Auswirkungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes auf die weitere Planung. Veränderung betrifft für Alexandra aber nicht nur die Geschäftsfelder der STAWAG, sondern auch die Organisation selbst. Als erste Frau im Vorstand spricht sie über Diversität in der Energiewirtschaft, Frauen in Führungspositionen und die Entwicklung von Talenten und Führungskräften. Gleichzeitig verändern Digitalisierung und künstliche Intelligenz die Arbeitswelt im Unternehmen, während die Nähe zu den Kundinnen und Kunden für die STAWAG eine wichtige Rolle spielt.
    32 min
  • Thomas Dederichs: Was braucht das Übertragungsnetz der Zukunft?
    In dieser Folge von „Energie. Weiter denken – Der BET-Podcast“ sprechen wir über die Zukunft des Übertragungsnetzes und die Frage, wie sich das Stromsystem auf die Anforderungen der Energiewende vorbereiten muss. Zu Gast ist Thomas Dederichs, Leiter Systementwicklung bei Amprion. Gemeinsam mit unseren Hosts Sören und Lukas spricht er darüber, welche Herausforderungen der Netzausbau mit sich bringt und welche Rolle Digitalisierung, Flexibilität und langfristige Planung dabei spielen.

    Im Gespräch erläutert Thomas, wie sich die Planung der Übertragungsnetze in den vergangenen Jahren verändert hat und warum Szenarien, Bürgerbeteiligung und neue digitale Werkzeuge heute eine immer größere Rolle spielen. Außerdem geht es um den Ausbau der Offshore-Windenergie, die Integration neuer Verbraucher wie Rechenzentren sowie um die Frage, wie sich Investitionen in die Netzinfrastruktur effizient und zukunftssicher gestalten lassen.
    Darüber hinaus diskutieren die drei über den zunehmenden Einsatz von Batteriespeichern, die Bedeutung von Flexibilität für den Netzbetrieb sowie über regulatorische Entwicklungen wie den Kapazitätsmarkt und den weiteren Ausbau der Digitalisierung. Dabei wird deutlich, dass der Umbau des Stromsystems weit über den reinen Netzausbau hinausgeht und ein enges Zusammenspiel von Technik, Regulierung und Markt erfordert. Redaktionelle Anmerkung:Bei der Aufnahme hatten wir neben Thomas noch einen zweiten Gast im Hintergrund: Die einjährige Tochter von unserem Host Lukas. An der einen oder anderen Stelle ist sie deshalb im Hintergrund zu hören. Und keine Sorge: Mit den von Sören erwähnten „Chips“ sind selbstverständlich Knabbersternchen gemeint.
    39 min
  • Klaus Müller: Wird die Energiewende an den Netzen entschieden?
    In dieser Folge von „Energie. Weiter denken – Der BET-Podcast“ sprechen wir mit Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, über die zentralen regulatorischen Herausforderungen der Energiewende. Gemeinsam mit unseren Hosts Sören und Lukas geht es um die Frage, wie Netzausbau, Digitalisierung und Regulierung dazu beitragen können, die Energiewende effizient, bezahlbar und versorgungssicher zu gestalten. Im Gespräch erläutert Klaus Müller, welche Rolle die Bundesnetzagentur bei der Weiterentwicklung der Netzregulierung spielt und welche Ziele mit den aktuellen Reformvorhaben wie NEST und AGNES verfolgt werden. Außerdem sprechen die drei über den Smart-Meter-Rollout, dynamische Netzentgelte und die Bedeutung digitalisierter Netze für mehr Flexibilität und geringere Systemkosten. Darüber hinaus geht es um den zukünftigen Kapazitätsmarkt, die Finanzierung des Netzausbaus und die Frage, wie Investitionsanreize, Versorgungssicherheit und Kosteneffizienz miteinander in Einklang gebracht werden können. Klaus Müller ordnet außerdem ein, welche Entwicklungen aus seiner Sicht entscheidend sind, damit die Energiewende langfristig erfolgreich gelingt. Die Folge zeigt, wie eng Regulierung, Digitalisierung und Infrastruktur miteinander verknüpft sind und warum ein verlässlicher regulatorischer Rahmen entscheidend dafür ist, die Energiewende effizient und zukunftsfähig zu gestalten.
    38 min
  • Dr. Michael Ritzau und Dr. Wolfgang Zander (Teil 2/2): Was können wir aus 40 Jahren Energiewirtschaft lernen?
    In dieser Folge von „Energie. Weiter denken – Der BET-Podcast“ setzen wir das Gespräch mit den Unternehmensgründern Dr. Michael Ritzau und Dr. Wolfgang Zander fort. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklungen der vergangenen vier Jahrzehnte in der Energiewirtschaft, prägende Meilensteine der BET und die Frage, welche Lehren sich daraus für die Zukunft ziehen lassen.

    Gemeinsam mit unserem Host Lukas blicken die beiden auf die Liberalisierung der Energiemärkte, den Aufbau zahlreicher ostdeutscher Stadtwerke nach der Wiedervereinigung sowie die Rolle von Wettbewerb, Kraft-Wärme-Kopplung und Digitalisierung bei der Transformation des Energiesystems. Dabei sprechen sie auch über Entwicklungen, die sie selbst überrascht haben.

    Außerdem diskutieren die drei über die aktuellen Herausforderungen der Energiewende – von Netzausbau und Digitalisierung über Versorgungssicherheit bis hin zur Integration erneuerbarer Energien. Zum Abschluss geben Mick und Wolfgang ihre Einschätzung dazu, welche Weichen jetzt gestellt werden müssen und welche Aufgaben die Energiewirtschaft in den kommenden Jahren erwarten.

    Die Folge verbindet persönliche Rückblicke mit einem Blick nach vorn und zeigt, welche Erfahrungen aus über 40 Jahren Energiewirtschaft auch für die Herausforderungen von heute und morgen Orientierung geben können.
    41 min
  • Dr. Michael Ritzau und Dr. Wolfgang Zander (Teil 1/2): Wie begann die Geschichte der BET?
    In dieser Folge von „Energie. Weiter denken – der BET-Podcast“ wird es persönlich. Anlässlich ihres Rückzugs aus ihrer Rolle als Generalbevollmächtigte bei BET blicken die Unternehmensgründer Dr. Michael Ritzau und Dr. Wolfgang Zander gemeinsam mit unserem Host Lukas auf die Anfänge der BET, prägende Erfahrungen und mehr als vier Jahrzehnte Energiewirtschaft zurück.

    Gemeinsam nehmen sie die Zuhörerinnen und Zuhörer mit in ihre Studienzeit an der RWTH Aachen, berichten von ihren ersten gemeinsamen politischen Aktivitäten und erläutern, was sie letztlich dazu motivierte, bestehende Denkweisen in der Energiewirtschaft zu hinterfragen. Dabei geht es um die Anti-Atomkraft-Bewegung, die Diskussionen rund um die Energieversorgung der Zukunft und die Frage, wie aus einer gemeinsamen Überzeugung schließlich die Gründung der BET entstand. Außerdem sprechen die drei darüber, welche Rolle Politik, Technik und Ökonomie für die Energiewirtschaft spielen, wie sich die gesellschaftlichen Debatten seit den 1970er-Jahren verändert haben und warum der Blick auf das Gesamtsystem bis heute entscheidend ist.

    Die Folge ist der erste Teil einer zweiteiligen Zeitreise durch die Geschichte der BET – und zugleich ein persönlicher Rückblick der beiden Gründer.
    39 min
  • Felix Dembski: Wie entfesseln wir die Flexibilität im Energiesystem?
    In dieser Folge von „Energie. Weiter denken – der BET-Podcast“ sprechen wir über die Flexibilisierung des Energiesystems und die Frage, wie Speicher, virtuelle Kraftwerke und intelligente Marktmechanismen dazu beitragen können, die Energiewende effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Zu Gast ist Felix Dembski, Vice President Legal & Regulatory bei der sonnen GmbH.
     
    Gemeinsam mit unseren Hosts Sören und Lukas diskutiert er, welche Rolle dezentrale Batteriespeicher künftig für Strommarkt und Netzbetrieb spielen können und welche Erfahrungen sonnen dabei bereits in Deutschland, Europa und den USA gesammelt hat. Außerdem geht es um die Frage, warum die Integration von Flexibilität in anderen Märkten teilweise schneller voranschreitet und welche Lehren sich daraus für Deutschland ziehen lassen.
     
    Ein weiterer Schwerpunkt der Folge sind die aktuellen regulatorischen Diskussionen rund um AgNeS, EEG-Novelle, Direktvermarktung und Smart-Meter-Rollout. Felix Dembski erläutert, welche Rahmenbedingungen aus seiner Sicht notwendig sind, um Flexibilität systemdienlich einzusetzen und die vorhandenen Potenziale besser zu nutzen.
     
    Deutlich wird dabei, wie eng technische, regulatorische und wirtschaftliche Fragestellungen bei der Flexibilisierung des Energiesystems miteinander verknüpft sind.
    36 min
  • Ann-Kathrin Murphy: Wie meistern kleine und mittlere Stadtwerke die Energiewende?
    In dieser Folge von „Energie. Weiter denken – der BET-Podcast“ sprechen wir über die strategischen Herausforderungen kleiner und mittlerer Stadtwerke in der Energiewende. Zu Gast ist Ann-Kathrin Murphy, Leiterin der Unternehmensentwicklung beim Stadtwerk Tauberfranken, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung und Prokuristin der Erneuerbare Energien Tauberfranken GmbH. Im Gespräch mit unseren Hosts Sebastian und Sören geht es um die Frage, wie kommunale Energieversorger den Spagat zwischen Versorgungssicherheit, Dekarbonisierung und Wirtschaftlichkeit bewältigen können – und welche Rolle regionale Nähe, Kommunikation und Kooperation dabei spielen. Außerdem diskutieren die drei Herausforderungen bei Finanzierung und Personalgewinnung, über Bürgerbeteiligungsmodelle zur Finanzierung der Energiewende sowie über die Bedeutung klarer regulatorischer Rahmenbedingungen. Auch die aktuellen Entwicklungen rund um EEG-Novelle, Redispatch-Vorbehalt und Direktvermarktung werden eingeordnet. Die Folge zeigt, warum gerade kleine und mittlere Stadtwerke eine zentrale Rolle für das Gelingen der Energiewende vor Ort spielen und welche Voraussetzungen notwendig sind, damit sie diese Rolle langfristig erfolgreich ausfüllen können.
    30 min
  • Matthias Belitz: Wie versorgen wir die Industrie mit grüner und kostengünstiger Energie?
    In dieser Folge von „Energie. Weiter denken – der BET-Podcast“ wechseln wir die Perspektive und sprechen mit einem Vertreter der energieintensiven Industrie – genauer der Chemieindustrie – über die Frage, wie eine klimaneutrale und gleichzeitig wettbewerbsfähige Zukunft gelingen kann. Zu Gast ist Matthias Belitz, Bereichsleiter Nachhaltigkeit, Energie und Klimaschutz beim Verband der Chemischen Industrie (VCI).

    Gemeinsam mit unseren Hosts Lukas und Sebastian diskutiert er, warum die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland zunehmend unter Druck gerät und welche Rolle Energiepreise, Netzkosten und regulatorische Rahmenbedingungen dabei spielen. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Herausforderungen der Energiewende für die Chemieindustrie und die Frage, wie Klimaschutz und industrielle Wertschöpfung zusammen gedacht werden können. Außerdem geht es um die Rolle von Batteriespeichern, die Ausgestaltung des Stromsystems, den Emissionshandel sowie um internationale Perspektiven auf Industrie- und Energiepolitik – unter anderem mit Blick auf China und die USA. Deutlich wird: Eine klimaneutrale Industrie braucht nicht nur ambitionierte Ziele, sondern auch wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen und ein funktionierendes Energiesystem.
    35 min

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„Energie. Weiter denken – der BET-Podcast" ist der Podcast für alle, die die Energiewirtschaft nicht nur verstehen, sondern aktiv mitgestalten wollen.