In Europa reagieren Wirtschaft und Finanzwelt auf die Notwendigkeit ehrgeizigere und respektvollere Verhaltensweisen und Ziele im sozialen oder ökologischen Bereich anzunehmen. Diese Forderungen laufen auf eine Reduktion des Kohlenstoffausstosses aus. Im Finanzsektor ist diese Bewegung häufig unter dem Grundsatz der Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) zu finden. Diese Indikatoren sind zu wichtigen Bestandteilen der heutigen Finanzindustrie geworden. Seit einiger Zeit besteht ein Konsens darüber, dass das gemeinsame Ziel die Zukunft unseres Planeten ist. Allerdings stösst diese neue internationale Ordnung derzeit auf Gegenwind, vor allem aus den Vereinigten Staaten. Die ESG-Kriterien werden beschuldigt, die Interessen der Anleger zu widersprechen. Der Genfer Bankier Patrick Odier, geschäftsführender Teilhaber der Lombard-Odier-Gruppe, entschlüsselt dieses Phänomen. Seiner Meinung nach ist der amerikanische Gegenschlag ein Beweis dafür, dass das Thema Umweltschutz auf globaler Ebene an Bedeutung gewinnt.
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