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FAHREN OHNE FAHRSCHEIN: WIE ARMUT KRIMINALISIERT WIRD


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Wusstet ihr, dass jährlich etwa 9.000 Menschen in Deutschland ins Gefängnis kommen, weil sie sich kein Ticket leisten können?

Schon im Januar habe ich mit Leo vom Freiheitsfonds in meinem Podcast über die Kriminalisierung von Fahren ohne Fahrschein und die krassen Ungerechtigkeiten in unserem Mobilitätssystem gesprochen.

Die harten Fakten:

87 % der Betroffenen sind arbeitslos, viele wohnungslos oder psychisch belastet. Statt Hilfe zu bekommen, verschärft die Haft ihre ohnehin prekären Lebensbedingungen.

Der Paragraph, der das Fahren ohne Fahrschein unter Strafe stellt, stammt aus der NS-Zeit (1935) und wurde für Automatenbetrug entwickelt. Diese veraltete Regelung gilt bis heute unverändert.

Ein Gefängnistag kostet den Staat rund 200 Euro – Geld, das sinnvoller in Sozialtickets und echte Lösungen investiert werden könnte.

Was getan werden muss:

Der Freiheitsfonds hat durch Spenden bereits über 1.200 Menschen aus der Haft freigekauft. Aber wir brauchen politische Lösungen: Der Bundestag diskutiert aktuell einen Gesetzesentwurf zur Entkriminalisierung.

Was ihr tun könnt:

Schreibt eure Abgeordneten an, unterstützt den Freiheitsfonds, setzt euch für ein bundesweites Sozialticket ein.

Mobilität ist kein Luxus – sie ist ein Grundrecht.

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