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Familiencoach finden: Ein praktischer Leitfaden


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Die Entscheidung, einen Familiencoach zu suchen, ist oft mit gemischten Gefuehlen verbunden. Einerseits das Gefuehl, dass man Hilfe braucht und will. Andererseits die Frage: Ist das wirklich noetig? Ist das nicht ein Eingestaendnis des Scheiterns? Die Antwort ist ein klares Nein. Einen Familien-Coach zu suchen ist kein Zeichen von Schwaeche, sondern von Weitsicht. Und dieser Artikel zeigt, wie man dabei vorgeht – von der ersten Ueberlegung bis zur ersten Sitzung.

Warum ueberhaupt einen Familiencoach suchen?

Familien sind komplexe Systeme. Sie bestehen aus mehreren Menschen mit unterschiedlichen Persoenlichkeiten, Beduerfnissen und Zielen – die alle unter einem Dach zusammenleben und miteinander auskommen muessen. Das ist wunderbar, aber auch anspruchsvoll. Wenn diese Komplexitaet zum Problem wird, wenn die Kommunikation stockt oder Konflikte sich im Kreis drehen, braucht es manchmal eine externe Perspektive.

Genau das bietet ein Familiencoach. Er ist weder Schiedsrichter noch Therapeut, sondern ein strukturierter Begleiter, der dem Familiensystem hilft, wieder handlungsfaehig zu werden. Die Arbeit mit einem Familien-Coach ist dabei immer loesungsorientiert: Es geht nicht darum, die Vergangenheit aufzuarbeiten, sondern gemeinsam eine bessere Zukunft zu gestalten.

Was qualifiziert einen Familiencoach?

Da die Berufsbezeichnung Coach in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz nicht gesetzlich geschuetzt ist, ist Sorgfalt bei der Wahl eines Familiencoach besonders wichtig. Gute Familien-Coach verfuegen ueber eine fundierte systemische Ausbildung, Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Familienkonstellationen und klare ethische Grundsaetze.

Seriöse Verbände wie der Deutsche Bundesverband Coaching e. V. oder die International Coaching Federation haben Qualitaetsstandards entwickelt, an denen man sich orientieren kann. Zertifizierungen von solchen Verbanden geben einen ersten Hinweis auf die Serioesitaet eines Familien-Coach. Aber sie ersetzen nicht das persoenliche Erstgespraech.

Das Erstgespraech: Was Sie erwartet

Die meisten serioeser Familiencoach bieten ein kostenloses oder guenstige Erstgespraech an. Dieses Gespraech ist fuer beide Seiten wichtig: Der Coach moechte verstehen, womit die Familie zu ihm kommt, und die Familie moechte pruefen, ob sie sich beim Coach gut aufgehoben fuehlt.

Bereiten Sie sich auf dieses Gespraech vor, indem Sie sich einige grundlegende Fragen stellen: Was ist das konkrete Anliegen? Was haben wir bisher schon versucht? Was erhoffen wir uns von der Zusammenarbeit mit einem Familien-Coach? Je klarer Ihre Antworten, desto produktiver das erste Gespraech.

Wie lauft ein Familiencoaching ab?

Ein typisches Familiencoaching umfasst sechs bis zwölf Sitzungen ueber einen Zeitraum von zwei bis vier Monaten – je nach Ausgangssituation und Zielen. In den ersten Sitzungen schafft der Familiencoach einen Ueberblick ueber das Familiensystem: Wer spielt welche Rolle? Welche Themen sind besonders belastend? Wo gibt es bereits Ressourcen und Staerken?

In den folgenden Sitzungen wird konkret gearbeitet: neue Kommunikationsformen ausprobieren, Konflikte anders angehen, Rollen neu verhandeln. Zwischen den Sitzungen bekommt die Familie Aufgaben – kleine Veraenderungen, die im Alltag ausprobiert werden sollen. Der Familien-Coach gibt Rueckmeldung und passt den Prozess bei Bedarf an.

Am Ende eines guten Familiencoachings steht nicht Perfektion, sondern eine Familie, die besser mit ihren eigenen Herausforderungen umgehen kann. Ein guter Familiencoach macht sich selbst ueberflussig – das ist das Ziel.

Fuer wen ist Familiencoaching geeignet?

Familiencoaching eignet sich fuer alle Familienformen: klassische Kernfamilien, Patchworkfamilien, gleichgeschlechtliche Elternteile, Alleinerziehende mit Kindern, Familien in Trennungssituationen. Ein Familien-Coach arbeitet ohne Wertung – er akzeptiert jede Familienform und arbeitet mit dem, was ist.

Besonders hilfreich ist Familiencoaching in Uebergangsphasen: wenn ein Baby kommt, wenn Kinder in die Pubertaet kommen, wenn die Kinder ausziehen oder wenn ein Elternteil erkrankt. All das sind Momente, in denen ein Familiencoach helfen kann, den Uebergang bewusst und gemeinsam zu gestalten.

Fazit

Einen Familiencoach zu finden und aufzusuchen ist ein Akt der Fuersorglichkeit – gegenueber den eigenen Kindern, dem Partner und sich selbst. Wer in sein Familienleben investiert, investiert in die Qualitaet aller Lebensbereiche. Mehr Informationen zu qualifizierten Familien-Coach im deutschsprachigen Raum finden Sie unter https://ratgeberhub.ch.

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