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Goethes Faust spricht viele Sätze, in denen wir uns bis heute wiedererkennen können - vor allem das Zwanghafte des permanenten Tuns. Das stellt der Kulturphilosoph und Autor Ralf Konersmann fest. Für ihn steht Faust exemplarisch für eine Haltung, die auch unsere Gegenwart prägt: immer handeln, immer leisten, immer beschäftigt sein.Für viele Menschen ist Langeweile kaum auszuhalten, sie gilt als bedrohlich oder sinnlos. Doch auch das Gegenteil belastet, macht Konersmann im Gespräch mit Sophie und Stephanie deutlich: Ständige Unruhe erzeugt Stress und erschöpft Körper und Geist. Dabei versteht er Unruhe nicht nur als Problem, sondern als Passion – als ein herbeigesehntes Leid, das Menschen antreibt und zugleich überfordert. Faust wird so zum Spiegel einer Gesellschaft, die kaum noch zur Ruhe kommt.
By ARD KulturGoethes Faust spricht viele Sätze, in denen wir uns bis heute wiedererkennen können - vor allem das Zwanghafte des permanenten Tuns. Das stellt der Kulturphilosoph und Autor Ralf Konersmann fest. Für ihn steht Faust exemplarisch für eine Haltung, die auch unsere Gegenwart prägt: immer handeln, immer leisten, immer beschäftigt sein.Für viele Menschen ist Langeweile kaum auszuhalten, sie gilt als bedrohlich oder sinnlos. Doch auch das Gegenteil belastet, macht Konersmann im Gespräch mit Sophie und Stephanie deutlich: Ständige Unruhe erzeugt Stress und erschöpft Körper und Geist. Dabei versteht er Unruhe nicht nur als Problem, sondern als Passion – als ein herbeigesehntes Leid, das Menschen antreibt und zugleich überfordert. Faust wird so zum Spiegel einer Gesellschaft, die kaum noch zur Ruhe kommt.