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In der fünften Folge von Transgenerational treffen Julia Muff und Dr. Silvia Richter aufeinander. Entstanden ist ein wunderbares Zeugnis dessen, wie die Fragen Max Frischs aus den Perspektiven zwei inspirierender Frauen heute in ein neues Licht gerückt werden können.
Julia Muff ist in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Nach dem Umzug mit ihrer Familie nach Deutschland und nach ihrem Abitur in München hat sie über ihre erste akademische Station in Hamburg ihr Studium in Bayreuth gefunden und in diesem Monat ihren Bachelor in den Fächern Philosophie und Wirtschaft abgeschlossen. Für ihren Master in der Volkswirtschaftslehre wird sie im Herbst nach Freiburg ziehen. Julia bringt nicht nur einen wirtschaftlich denkenden Horizont, sondern auch ein Interesse an philosophischen Fragestellungen mit – beides vereint sie in diesem Podcast. Sie freut sich auf eine lebendige Diskussion und neue, inspirierende Perspektiven von Silvia Richter. Julia Muff ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 23 Jahre alt.
Dr. Silvia Richter ist in Darmstadt geboren und aufgewachsen und hat ihr Studium in den Fächern Mittlere und Neuere Geschichte, Philosophie und Jüdische Studien an der Universität Heidelberg sowie an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg absolviert. Nach ihrer Promotion in Heidelberg und diversen akademischen Stationen in Paris, am Mémorial de la Shoah, und in Berlin, wo sie von 2013 bis 2021 an der Humboldt-Universität als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Ugo Perone an der Guardini-Professur arbeitete, ist sie heute Koordinatorin des Forschungsverbundes «Dynamiken des Religiösen» an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Am dortigen Buber-Rosenzweig-Institut, das 2021 vom Gründungsdirektor Christian Wiese ins Leben gerufen wurde, arbeitet sie unter seiner Betreuung an ihrem Habilitationsprojekt zum Thema «Jüdische Theologien der Ohnmacht Gottes während der Shoah: Der Fall Etty Hillesum» . Dr. Silvia Richter ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 46 Jahre alt.
Das Gespräch zwischen Julia Muff und Dr. Silvia Richter beginnt in einer Vermessung europäischer Identität. Die Frage nach der Kultur als Fundament der Nation, in der kulturelle Einflüsse sich als Bereicherung und Grenze manifestieren, führt zu einer Analyse von Macht im Patriarchat und der Frage nach dem Matriarchat oder der Gleichberechtigung als ihre Negation respektive ihr Gegensatz. Von einer Anekdote der Gleichberechtigung stellt sich die Frage des situativen Aushandlungsprozesses dessen in einer jeden Demokratie. Die Polyvalenz des Reichtums und die Perspektive auf die Freiheit als ‚gemünztes Geld‘ öffnet den Raum für die Last des Geldes und die Bedeutung zu wissen, wann genug sei.
In dem Lichte der Begegnung der beiden Frauen, deren beeindruckende Persönlichkeiten den Dialog bereichern, wird das Verhältnis von Freundschaft und Geld, die Aufrichtigkeit der Kommunikation in Tonalität und Schrift sowie die Pluralität von Heimat betrachtet. In der Eigentumsfrage – erworben, geerbt oder erschaffen – führen die divergierenden Meinungen in eine höhere Symmetrie, um das Gespräch letztlich in der Frage der Relation von Tod und Sterben in einem Sinne des Carpe Diem kumulieren zu lassen : Die Signatur des Menschen ist die Endlichkeit.
By Leah Juliana Muff und Weronika VogelIn der fünften Folge von Transgenerational treffen Julia Muff und Dr. Silvia Richter aufeinander. Entstanden ist ein wunderbares Zeugnis dessen, wie die Fragen Max Frischs aus den Perspektiven zwei inspirierender Frauen heute in ein neues Licht gerückt werden können.
Julia Muff ist in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Nach dem Umzug mit ihrer Familie nach Deutschland und nach ihrem Abitur in München hat sie über ihre erste akademische Station in Hamburg ihr Studium in Bayreuth gefunden und in diesem Monat ihren Bachelor in den Fächern Philosophie und Wirtschaft abgeschlossen. Für ihren Master in der Volkswirtschaftslehre wird sie im Herbst nach Freiburg ziehen. Julia bringt nicht nur einen wirtschaftlich denkenden Horizont, sondern auch ein Interesse an philosophischen Fragestellungen mit – beides vereint sie in diesem Podcast. Sie freut sich auf eine lebendige Diskussion und neue, inspirierende Perspektiven von Silvia Richter. Julia Muff ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 23 Jahre alt.
Dr. Silvia Richter ist in Darmstadt geboren und aufgewachsen und hat ihr Studium in den Fächern Mittlere und Neuere Geschichte, Philosophie und Jüdische Studien an der Universität Heidelberg sowie an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg absolviert. Nach ihrer Promotion in Heidelberg und diversen akademischen Stationen in Paris, am Mémorial de la Shoah, und in Berlin, wo sie von 2013 bis 2021 an der Humboldt-Universität als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Ugo Perone an der Guardini-Professur arbeitete, ist sie heute Koordinatorin des Forschungsverbundes «Dynamiken des Religiösen» an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Am dortigen Buber-Rosenzweig-Institut, das 2021 vom Gründungsdirektor Christian Wiese ins Leben gerufen wurde, arbeitet sie unter seiner Betreuung an ihrem Habilitationsprojekt zum Thema «Jüdische Theologien der Ohnmacht Gottes während der Shoah: Der Fall Etty Hillesum» . Dr. Silvia Richter ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 46 Jahre alt.
Das Gespräch zwischen Julia Muff und Dr. Silvia Richter beginnt in einer Vermessung europäischer Identität. Die Frage nach der Kultur als Fundament der Nation, in der kulturelle Einflüsse sich als Bereicherung und Grenze manifestieren, führt zu einer Analyse von Macht im Patriarchat und der Frage nach dem Matriarchat oder der Gleichberechtigung als ihre Negation respektive ihr Gegensatz. Von einer Anekdote der Gleichberechtigung stellt sich die Frage des situativen Aushandlungsprozesses dessen in einer jeden Demokratie. Die Polyvalenz des Reichtums und die Perspektive auf die Freiheit als ‚gemünztes Geld‘ öffnet den Raum für die Last des Geldes und die Bedeutung zu wissen, wann genug sei.
In dem Lichte der Begegnung der beiden Frauen, deren beeindruckende Persönlichkeiten den Dialog bereichern, wird das Verhältnis von Freundschaft und Geld, die Aufrichtigkeit der Kommunikation in Tonalität und Schrift sowie die Pluralität von Heimat betrachtet. In der Eigentumsfrage – erworben, geerbt oder erschaffen – führen die divergierenden Meinungen in eine höhere Symmetrie, um das Gespräch letztlich in der Frage der Relation von Tod und Sterben in einem Sinne des Carpe Diem kumulieren zu lassen : Die Signatur des Menschen ist die Endlichkeit.