Fotografiert vom Joggel

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Fotografiert vom Joggel episodes

  • #9: Die überfüllte Brooklyn Bridge





    Es gibt diese Momente, da kann ich New York noch so sehr lieben, in diesen Momenten, da hasse ich es nur. Gut, schuld daran hat im seltensten Fall die Stadt selber - aber viel mehr sind es die Menschen und wie sie sich verhalten - und alles das, ist in diesem einen Foto vereint.



    Es war ein einem Samstag im Juni



    Das Foto von den Menschenmassen, die sich über die Brooklyn Bridge wälzen ist an einem Samstag im Juni 2016 entstanden. Ich war auf dem Weg vom Hotel zum Columbus Park am Rande von China Town. Einer meiner absoluten Lieblingsparks in der Stadt - das ist aber eine andere Geschichte, die zu einem anderen Zeitpunkt erzählt werden soll.







    Dabei bin ich jedenfalls auch am Fuße der Brooklyn Bridge vorbei gekommen und habe diese Massen an Menschen gesehen. Ich habe das Foto gemacht, mich darüber gewundert, warum Menschen sich so etwas geben und bin weiter gelaufen.



    So viele Menschen auf der Brooklyn Bridge - das kann doch keinen Spaß machen!



    Wer mich kennt weiß, ich bin der letzte, der jemanden abraten würde, über die East-River-Brücken zu gehen. Ich liebe diese Brücken - jede einzelne davon. Aber man muss so etwas doch nicht gleichzeitig mit allen anderen machen. Wie soll das denn Spaß machen? Vor allem, bei diesem engen Weg über die Brooklyn Bridge, den man sich auch noch mit Radfahrern teilen muss ...




    Wann ist die beste Zeit, um über die Brooklyn Bridge zu gehen?




    Zum Artikel





    Und dabei kann man die Brücke ganz für sich haben ...



    Ok, ich verstehe ja, dass wenn man nur von Donnerstag bis Sonntag in der Stadt ist, muss man ja irgendwann mal über die Brücke. Hier mein Tipp, zumindest für alle die aus Europa kommen. Jetlag ausnutzen und gleich so früh wie es nur geht, sich auf den Weg machen. Dann trifft man kaum jemand auf der Brücke und kann so richtig schön den Ausblick auf die Skyline von Manhattan genießen ...




    4 min
  • #8: Für einen Tag nach London





    Manchmal muss man einfach etwas verrücktes machen. In dem Fall war es ein Tagesausflug nach London - morgens hin und abends wieder zurück - und dabei ist dieses Foto entstanden.



    Auf die Idee gebracht hatte mich im Jahr 2010 eine Kollegin. Die saß mir eines Tages gegenüber und meinte, sie müsse sich etwas Gutes tun und habe jetzt einen Tag London gebucht - früh morgens von Stuttgart hin und am späten Nachmittag wieder zurück. Ich fand die Idee so verrückt, dass ich sie gefragt hatte, ob ich mit könne.



    Fast den Flieger verpasst



    Angefangen hatte der Tag schon mit einem kleinen Schock, denn wir hatten die Abflugzeit mit der Boarding-Zeit verwechselt - bekamen einen Final Call und hätten fast den Flug verpasst. Ging dann aber gerade nochmal gut.



    Masterplan für einen Tag in London



    Der Tag in London war wirklich der Hammer



    Für London hatte die Kollegin einen ausgeklügelten Plan, wie wir die wenigen Stunden am effektivsten Ausnutzen konnten und die haben wir dann auch ausgenutzt. Klar, groß Sightseeing konnte man nicht machen. Das war aber auch nicht das Ziel. Es ging einfach darum, für ein paar Stunden in eine andere Welt abzutauchen, einen Tapeten-Wechsel zu bekommen. Einfach mal etwas anderes zu sehen. Und das hat wunderbar funktioniert.



    We will be back - for sure!



    Das Bild ist auf der Hungerford-Bridge entstanden, kurz bevor wir in die Bahn zum Flughafen gestiegen sind, um wieder zurück nach Stuttgart zu fliegen. Und da hatten wir dann auch beschlossen, im nächsten Jahr für etwas länger zurück zukommen ...




    4 min
  • #6: Der „Möwenmann“ von Coney Island





    Was soll man schon auf Coney Island im Winter machen? Man kann nicht baden gehen, es fährt keine Achterbahn und auch kein Karussell und am Broadwalk haben auch keine Imbiss-Stände offen. Und trotzdem ist gerade der Winter eine ganz besondere Zeit, um dorthin zu gehen.



    Das Foto - nur glücklicher aber spektakulärer Schnappschuss



    Es war auch Winter, in dem mir dieses Foto gelungen ist: Ein Mann füttert Möwen im Sonnenuntergang von Coney Island. Gelungen ist vielleicht etwas übertrieben - wenn ich ehrlich bin, ist es ein absoluter Schnappschuss. Ich war einfach zur richtigen Zeit mit der richtigen Linse auf der Kamera am richtigen Ort.



    Besonderer Reiz des Sonnenuntergangs im Winter



    Es ist ja kein Geheimnis, dass ich Sonnenuntergänge liebe. In dem Fall wollte ich zwei Freunden, die mit mir in New York waren, den besonderen Reiz des Sonnenuntergangs im Winter auf Coney Island zeigen. Wenn alles verlassen ist, die tief stehende Sonne lange Schatten wirft ...



    Sand weht über den Broadwalk am Strand von Coney Island in BrooklynSonnenuntergänge sind im Winter wegen der langen Schatten so besonders!



    Und da war er plötzlich, der "Möwenmann" ...



    Das erste Mal ist er mir aufgefallen, als ich eine Möwe, die auf dem Broadwalk entlangmarschiert ist, fotografieren wollte. Hat der mich zusammengefaltet, was mir den einfallen würde. Beim ersten Zusammentreffen war mir sein besonderes Verhältnis zu den Möwen nicht klar. Aber seit dem ersten Zusammentreffen, habe ich ihn noch ein paar Mal erlebt, wie er mitten in den umherflatternden Möwen stand und die gefüttert hat.



    Wer den Möwenmann sieht: nicht fotografieren!



    Das ist jedes mal sehr spektakulär - aber ich kann nur raten, ihn nicht dabei zu fotografieren. Es sei denn es macht einem nichts aus, von dem Kerl verbal zusammengefaltet zu werden ...



    Wie gesagt, ich hatte bei dem Foto einfach Glück, dass er mich nicht mit meiner Kamera bemerkt hat. Und so ist eben dieses spektakuläre Bild mit dem Mann, der die Möwen im Sonnenuntergang von Coney Island füttert, entstanden.
    7 min
  • #4: Sonnenuntergang bei den Zedern im Libanon
    Ich liebe nicht nur New York, ich liebe auch Sonnenuntergänge. Für mich ist das mit eine der schönsten Momente des Tages. Man muss nichts weiter tun, als der Sonne dabei zu zuschauen, wie sie hinter dem Horizont verschwindet.
    6 min
  • #3: Sainte-Chapelle in Paris
    Es gibt diese Orte, wo man mit keiner großen Erwartungen hingeht - und dann ist man von der Schönheit des Ortes einfach nur überwältigt. So ging mir das auch beim Besuch der Kirche Sainte-Chapelle in Paris.
    4 min
  • #2: 1980 bei meinem ersten New York Urlaub überhaupt





    Ich habe mich mit einem Virus infiziert - und schuld daran sind vermutlich meine Eltern! Denn sie waren es, die mich im Alter von zehn Jahren das erst Mal nach New York mitgenommen haben. Und es gibt etwas aus diesem Urlaub, das mich auch heute noch sofort wieder in das New York von 1980 versetzt.



    Mit zehn Jahren auf dem Times Square: Stolz wie Oskar und schon mit einem Fotoapparat in der Hand





    Ok, ich gebe zu, dieses Foto habe ausnahmsweise nicht ich fotografiert, sondern mein Vater oder meine Mutter. Man sieht mich auf dem Times Square - im Hintergrund der Platz auf dem heute die rote TKTS-Treppe ist. Und wenn man genau hin schaut, dann sieht man, dass ich auch mit zehn Jahren schon mit einem Fotoapparat durch Manhattan gelaufen bin. Das Foto ist bei einem New-York-Besuch an Ostern 1980 entstanden - bei meinem ersten New-York-Besuch überhaupt - entstanden.





    1980 auf dem Times Square





    Vom Angsthasen zum Fanboy



    Auf den Flug nach New York hatte ich erstmal nicht so richtig Lust. Im Vorfeld gab es ein paar dramatische Abstürze, von denen ich auch Bilder im Fernsehen gesehen hatte. Und das machte mir ziemlich Angst. Aber erstmal am Bord des Jumbos, war die Angst wie verflogen. Die neun Stunden Flugzeit waren dann für mich doch eher Langeweile pur. Es gab damals eben nicht das Unterhaltungsprogramm von heute. Es wurde ein Film gezeigt - und das war es. Und beim Blick aus dem Fenster sah man nur Wasser. So fühlte sich die Flugzeit schnell doppelt so lang an, als sie tatsächlich war. Trotzdem - fragte man mich damals nach dem Urlaub, was ich mal werden möchte, wenn ich erwachsen bin - kam wie aus der Pistole geschossen: "Stewardess". Daraus wurde dann etwas später: "Pilot".



    Kurz vor dem Abflug in FrankfurtIm Flieger



    Yeah - um 6.00 Uhr morgens schon Fernsehprogramm und Speck zum Frühstück!



    Begeistert war ich als Kind natürlich auch, dass man bereits um 6.00 Uhr den Fernseher einschalten konnte und da lief dann - im Gegensatz zu Deutschland - auch schon Programm: Zeichentrick-Filme! Eben alles was ein Kinderherz schneller schlagen lässt ...



    Und dann: Salzige Butter zum Frühstück zusammen mit Erdbeermarmelade - erst eklig, dann der Hit! Ebenso die gebratenen Speckstreifen und das Rührei - am Anfang erst etwas komisch - aber dann - yeah!



    Auf den Spuren der Vergangenheit



    Noch gar nicht so lange her, hatte ich meine Mutter mal gefragt, ob sie sich noch erinnere, wo das Hotel gelegen habe. Allerdings konnte sie sich nicht mehr genau erinnern - nur, dass es "Prince George" hieß. Und wo sie die Rechnung abgelegt hatte. Die war wohl für damalige Verhältnisse exorbitant ...



    Im Internet habe ich dann einen "Prince George Ballroom" in der 27. Straße gefunden. Das dazugehörige Hotel wurde aber schon vor Jahren geschlossen. Ich bin dann mal bei einem meiner letzten Besuche, zu der U-Bahn-Station gefahren, zu der wir auch 1980 immer gefahren sein mussten, wenn wir zurück ins Hotel wollten. Von dort bin ich dann den Weg zum Hotel gelaufen. Die Stadt hat sich zwar in den letzten 40 Jahren sehr verändert, trotzdem fühlte es sich doch ein bisschen wieder wie 1980 an. Vielleicht aber auch deshalb, weil sich die U-Bahn-Stationen in New York seit 1904 so gut wie nie verändert haben.



    2020 vs. 1980 - der Joggel auf dem Times Square



    Hohe Gebäude und schnelle Aufzüge



    Und dann war da das Empire Statebuilding - soooooo hoch!
    10 min
  • #0: Willkommen zu meinem Podcast





    Normalerweise sind ja Bilder mein Medium - und weniger das Sprechen und das erklären. Und eigentlich finde ich auch, dass Bilder für sich sprechen und nicht erklärt werden sollten. Deshalb habe ich mir lange überlegt, ob ich überhaupt einen Podcast machen soll. Aber als ich dann in einer freien Minute mal durch meine ganzen Bilder durchgegangen bin, habe ich so viele Bilder entdeckt, die für mich eine Geschichte erzählen, Erinnerungen wecken oder einfach die Sehnsucht, wieder an den Ort zu gehen.



    Jedes gute Bild erzählt auch eine Geschichte oder löst eine Erinnerung oder eine Sehnsucht beim Betrachten aus. Der Joggel, irgendwann mal



    Letztlich ist es genau das, was für mich ein gutes Bild ausmacht: Wenn es eine Geschichte erzählt oder beim Betrachten eine Emotion oder Erinnerung auslöst. Ich habe mir überlegt, dass es spannend sein könnte, welche Geschichte ich als Fotograf mit einem Bild verbinde - und genau das möchte ich in diesem Podcast erzählen.



    Und weil mir absolut klar ist, dass jeder etwas anderes mit einem Bild verbindet, würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr in den Kommentaren mir schreibt, was ihr in dem Bild seht, welche Geschichte es Euch erzählt oder was es in Euch auslöst.



    Und jetzt hoffentlich viel Spaß mit meinem Podcast! Wenn er Euch gefällt, abonniert ihn oder gebt mir Feedback in den Kommentaren!








    4 min

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