Fragen an die Polizeigeschichte

Fragen an die Polizeigeschichte

By Fachgebiet "Polizeigeschichte und Politische Bildung", Deutsche Hochschule der PolizeiScienceEducationHistory
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Fragen an die Polizeigeschichte episodes

  • Schild, Schwert - und Polizei? Die Stasi und die Volkspolizei in der DDR

    „Schild und Schwert der Partei“ – so verstand sich das Ministerium für Staatssicherheit selbst. Die Stasi steht bis heute wie kaum eine andere Institution für Überwachung, politische Verfolgung und Repression in der DDR. Doch was für eine Sicherheitsbehörde war sie eigentlich? Nachrichtendienst, Geheimpolizei, Strafverfolgungsbehörde – oder alles zugleich?

    Ein Blick auf ihre Geschichte führt überraschenderweise zunächst zur Kriminalpolizei und zeigt, wie eng nachrichtendienstliche Informationsgewinnung und polizeiliche Befugnisse im Sicherheitsapparat der DDR miteinander verbunden waren.

    Wir fragen deswegen:

    • Wie entwickelte sich aus Strukturen der Kriminalpolizei das spätere Ministerium für Staatssicherheit?
    • In welchem Verhältnis standen Stasi und Volkspolizei zueinander?
    • Und warum werden Polizei und Nachrichtendienste in der Bundesrepublik heute grundsätzlich voneinander getrennt?

    Klar wird: Die Geschichte der Stasi erzählt nicht nur von Überwachung und Repression. Sie zeigt auch, welche Macht entstehen kann, wenn geheime Informationsgewinnung und polizeiliche Eingriffsbefugnisse in einer Institution zusammenkommen – und wirft damit die Frage auf, wie staatliche Sicherheitsmacht organisiert und begrenzt werden sollte.

    Weiterführende Literatur

    Gieseke, Jens (2003): Volkspolizei und Staatssicherheit – Zum inneren Sicherheitsapparat der DDR, in: Hans-Jürgen Lange (Hrsg.): Die Polizei der Gesellschaft, Wiesbaden: Springer 2003, S. 93–120.

    Dümmel, Karsten (2014): „Schild und Schwert der SED“ – Was war die Stasi?, in: Karsten Dümmel & Melanie Piepenschneider (Hrsg.): Was war die Stasi? Einblicke in das Ministerium für Staatssicherheit der DDR. 5. Überarb. Aufl., Sankt Augustin/Berlin: Konrad Adenauer Stiftung, 11-15.

    Höffner, Volker (2019): Im Spannungsfeld von Kooperation und Überwachung. Die DDR-Volkspolizei und die Stasi, in: Lernen aus der Geschichte – Magazin vom 24.04.2019, 4-15.

    Schneider, Nora (2019): Das Gebot der Trennung von Polizei und Nachrichtendiensten im Spannungsfeld von Freiheitsschutz und effektiver Gefahrenabwehr - eine Bewertung des Sicherheitssystems und der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Antiterrordatei vor dem Hintergrund der aktuellen Bedrohungslage, Berlin: Lang.

    Impressum:

    "Fragen an die Polizeigeschichte" ist ein Projekt des Fachgebiets "Polizeigeschichte und Politische Bildung" der Deutschen Hochschule der Polizei.

    Konzept, Redaktion und Texte: Gundula Gahlen, Doris Kock und Pauline van Moll.

    Sprecherin und Produktion: Pauline van Moll

    Wir freuen uns über Kommentare, Themenvorschläge und Anregungen!

    Kontakt:
    Tel. +49 2501 806-684

    Datenschutzerklärung: https://www.dhpol.de/datenschutz.php

    16 min
  • Ferne Front, neue Polizei? Der "Korea-Effekt" in Deutschland

    Ferne Front, neue Polizei? Der „Korea-Effekt“ in Deutschland

    2026 können die Bereitschaftspolizeien und die Bundespolizei auf 75 Jahre Geschichte zurückblicken. Ihre Entstehung führt zurück in die frühen Jahre des Kalten Krieges – und zu einem Konflikt, der tausende Kilometer von Deutschland entfernt stattfand: dem Koreakrieg (1950-1953).

    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland bewusst entmilitarisiert. Doch nur wenige Jahre später entstanden mit Bereitschaftspolizei und Bundesgrenzschutz (1951) sowie der Kasernierten Volkspolizei (1952) erneut schwer bewaffnete und kasernierte Verbände.

    Wir fragen deswegen:

    Wieso beeinflusste gerade der Koreakrieg diesen sicherheitspolitischen Kurswechsel?
    Wie veränderte er die Rolle von Polizei und Sicherheitskräften in Ost und West?
    Und was sagt uns diese Geschichte über den Zusammenhang von Polizei, Politik und internationalen Konflikten bis heute?

    Klar wird: Die Gründungsgeschichte von Bereitschaftspolizei und Bundespolizei lässt sich nicht allein mit Blick auf Deutschland erzählen. Der sogenannte „Korea-Effekt“ macht sichtbar, wie vermeintlich weit entfernte Konflikte die Aufgaben und Strukturen von Sicherheitsbehörden prägen können – damals wie heute.

    Weiterführende Literatur

    Stöver, Bernd (2021): Geschichte des Koreakriegs. Schlachtfeld der Supermächte und ungelöster Konflikte, 4., akt. Aufl., München: C.H. Beck.

    Bastian, Daniell (2010): Westdeutsches Polizeirecht unter alliierter Besatzung (1945-1955). Tübingen: Mohr Siebeck.

    Köhler, Lars (2022): Soldatenspielerei - die Aufstellung des Bundesgrenzschutzes im Spannungsfeld zwischen Bundespolizei und Ersatzarmee. Hamburg: Verlag Dr. Kovač.

    Diedrich, Torsten & Wenzke, Rüdiger (2003): Die getarnte Armee: Geschichte der kasernierten Volkpolizei der DDR 1952 bis 1956. Hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt. Berlin: Links.

    Impressum:

    "Fragen an die Polizeigeschichte" ist ein Projekt des Fachgebiets "Polizeigeschichte und Politische Bildung" der Deutschen Hochschule der Polizei.

    Konzept, Redaktion und Texte: Gundula Gahlen, Doris Kock und Pauline van Moll.

    Sprecherin und Produktion: Pauline van Moll

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    16 min
  • Strafbestand "homosexuell"? Die Polizei und der Paragraf 175

    Heute schützt die Polizei selbstverständlich CSDs und begleitet Demonstrationen queerer Communities. Weit über ein Jahrhundert hinweg war sie jedoch Teil einer Verfolgungspraxis, die schwule Männer kriminalisierte, überwachte und aus dem öffentlichen Leben verdrängte.

    Die Grundlage dafür bildete der §175, der seit 1871 sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte. Besonders im Nationalsozialismus entwickelte sich daraus ein System systematischer Verfolgung durch Kriminalpolizei und Gestapo mit vielen Todesopfern.

    Diese Folge fragt deshalb:

    • Wie entwickelte sich die Verfolgung schwuler Männer durch Polizei und Strafrecht seit dem Kaiserreich?
    • Was hat es mit dem auf der Spitze stehenden Dreieck, dem sogenannten „Rosa Winkel“, auf sich?
    • Und wie wandelte sich die Rolle der Polizei vom Vollstrecker eines diskriminierenden Gesetzes hin zum heutigen Schutzauftrag?

    Klar wird: Die lange Geschichte des §175 wirkt bis in die Gegenwart hinein und macht deutlich, warum der Schutz queerer Communities und ihrer Sichtbarkeit heute eine besondere Verantwortung professionellen polizeilichen Handelns darstellt.

    Weiterführende Literatur

    Lücke, Martin; Mangold, Anna Katharina (2023): Verfolgung, Widerstand, Selbstbestimmung: zur Geschichte und Gegenwart queerer Menschen in Deutschland. Göttingen: Wallstein Verlag.

    Munier, J. Noah (2026): Paragraf 175 StGB in der jungen Bundesrepublik - Verfolgung und staatliche Repression: Baden-Württemberg im Fokus eines sich wandelnden Sexualitätsdiskurses 1945-1969. Freiburg: wbg Academic.

    Zinn, Alexander (Hrsg.) (2020): Homosexuelle in Deutschland 1933-1969: Beiträge zu Alltag, Stigmatisierung und Verfolgung, Göttingen: Verlag: V & R unipress.

    Dobler, Jens (2020): Polizei und Homosexuelle in der Weimarer Republik: zur Konstruktion des Sündenbabels, Berlin: Metropol.

    Impressum:

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    Konzept, Redaktion und Texte: Gundula Gahlen, Doris Kock und Pauline van Moll.

    Sprecherin und Produktion: Pauline van Moll

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    17 min
  • "Nie mehr bei der Polizei beschweren"? Der Fall Siegel 1933
    „Nie mehr bei der Polizei beschweren“?

    Im März 1933 sucht der jüdische Rechtsanwalt Dr. Michael Siegel das Münchener Polizeipräsidium auf, um sich im Namen seines ebenfalls jüdischen Mandanten zu beschweren und seine Entlassung aus der Schutzhaft zu erwirken – und wird stattdessen von Polizeibeamten misshandelt und öffentlich gedemütigt.

    Die Folge nimmt das berühmte Foto seines „Prangermarschs“ zum Ausgangspunkt und fragt:

    Was erzählt uns diese Szene über die Gesellschaft in einer Zeit radikaler politischer Umbrüche?
    Wie ist es möglich, dass eine solche Gewalt öffentlich stattfindet?
    Und was zeigt der Fall über die Rolle der Polizei zu Beginn des Nationalsozialismus?

    Deutlich wird: Der Fall Siegel macht sichtbar, wie schnell sich die Grenzen dessen verschieben können, was in einer Gesellschaft als legitim und rechtens gilt – und welchen Einfluss die Polizei darauf haben kann.

    Weiterführende Literatur

    Michael C. Binert, Lars Lüdicke (Hrsg.) (2020): Preußen zwischen Demokratie und Diktatur. Die Durchsetzung der NS-Herrschaft in den Zentren und der Peripherie, 1932-1934, Berlin: Be.bra Wissenschaft Verlag.

    Longerich, Peter (2007): "Davon haben wir nichts gewusst!". Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933-1945, 4. Aufl., München: Pantheon.

    Schuhmacher, Martin (2021): Ausgebürgert unter dem Hakenkreuz. Rassisch und politisch verfolgte Rechtsanwälte, Münster: Aschendorff.

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    15 min
  • Die Polizei - Deine Freundin und Helferin?

    Dieser Beitrag nimmt am Wettbewerb Fast Forward Science 2026 teil!

    www.fastforwardscience.de

    AudioAward
    FFS
    Ist die Polizei eigentlich ein Männerberuf?

    Viele würden heute antworten: Nicht mehr.

    Frauen arbeiten inzwischen in Deutschland in allen Bereichen der Polizei. Doch ein Blick in die Geschichte zeigt: ihr Weg dorthin war alles andere als einfach.

    Diese Folge zeichnet die bewegte Geschichte von Frauen in der Polizei seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts nach und fragt:

    Wie prägten Geschlechtervorstellungen die ersten Einsatzbereiche für Frauen in der Polizeiarbeit?

    Wie veränderte sich die Rolle von Polizistinnen in der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus und nach 1945?
    Und was bedeutet diese Geschichte für Gleichberechtigung in der Polizei heute?

    Klar wird: Die Integration von Frauen in die Polizei ist eine Geschichte von gesamtgesellschaftlichen und innerpolizeilichen Auseinandersetzungen und Widerständen – und von starken Frauen, die sich davon nicht haben aufhalten lassen.

    Weiterführende Literatur

    Arendt, Henriettte (1910):_ Erlebnisse einer Polizeiassistentin_. München: Süddeutsche Monatshefte.

    Barthel, Christian & Puglisi, Claudia (Hrsg.) (2022): Sexualität und Macht in der Polizei. Eine multiperspektivische Fallanalyse, Wiesbaden: Springer Fachmedien.

    Blum, Bettina (2012): Polizistinnen im geteilten Deutschland. Geschlechterdifferenz im staatlichen Gewaltmonopol vom Kriegsende bis in die siebziger Jahre, Essen: Klartext-Verlag.

    Nienhaus, Ursula (1999):_ "Nicht für eine Führungsposition geeignet…": Josephine Erkens und die Anfänge der weiblichen Polizei in Deutschland 1923 – 1933_. Münster: Westfälisches Dampfboot.

    Deutsche Hochschule der Polizei. Universität der Polizeien des Bundes und der Länder (2024)

    Motivation, Einstellung und Gewalt im Alltag von Polizeivollzugsbeamten

    Antidiskriminierungsstelle des Bundes / Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (2025).

    Polizei und Diskriminierung. Risiken, Forschungslücken, Handlungsempfehlungen:

    Gesellschaft für Freiheitssrechte (2025)

    Sexismus, Rassismus und fehlendes Vertrauen in Meldestellen: GFF veröffentlicht erste qualitative Studie zu Whistleblowing in der Polizei in Deutschland

    Impressum:

    "Fragen an die Polizeigeschichte" ist ein Projekt des Fachgebiets "Polizeigeschichte und Politische Bildung" der Deutschen Hochschule der Polizei.

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    15 min
  • Umkämpfte Demokratie? Der Kapp-Putsch 1920

    Anlässlich des 2026 erstmals begangenen Tages der Demokratiegeschichte richtet diese Folge den Blick auf den 18. März als Datum umkämpfter Demokratie in Deutschland. Der Tag erinnert an historische Momente, in denen die demokratische Ordnung nicht selbstverständlich war, sondern verteidigt oder neu erkämpft werden musste.

    Im Mittelpunkt dieser Folge steht der Kapp-Putsch von 1920, ein Putschversuch rechtsgerichteter Militärs, Freikorps und ziviler Unterstützer gegen die noch junge Weimarer Demokratie, der erst durch einen reichsweiten Generalstreik der Zivilbevölkerung zum Scheitern gebracht wurde.

    Wie kam es zu dem Putsch und welche politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen machten ihn möglich?

    Wie verhielt sich die Polizei in dieser Situation – zwischen offenem Mitmachen, aktivem Widerstand und einem vielfach praktizierten Nicht-Einschreiten?
    Und was bedeutete diese vermeintliche „Neutralität“ der Polizei in einem Moment, in dem die demokratische Ordnung selbst infrage stand?

    Die Folge ordnet den Kapp-Putsch historisch ein und zeigt, wie staatliche Institutionen in demokratischen Krisen handeln – oder nicht handeln. Am Beispiel der Polizei wird deutlich, warum Neutralität nicht zwingend eine unpolitische Haltung ist und weshalb Fragen nach demokratischer Verantwortung bis heute relevant bleiben.

    Weiterführende Literatur:

    Platt, Martin (Hrsg.) (2024): Auf der Suche nach Sicherheit? Die Weimarer Republik zwischen Sicherheitserwartungen und Verunsicherungsgefühlen, Stuttgart: Franz Steiner Verlag.

    Gietinger, Klaus (2020): Kapp-Putsch: 1920 - Abwehrkämpfe - Rote Ruhrarmee. Stuttgart: Schmetterling Verlag, 2020.

    Leßmann-Faust (2012): Die preußische Schutzpolizei in der Weimarer Republik: Streifendienst und Straßenkampf. Frankfurt: Verlag für Polizeiwissenschaft.

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    16 min
  • Rassismus als Struktur? Der Tod von George Floyd

    Dieser Beitrag nimmt am Wettbewerb Fast Forward Science 2026 teil!

    www.fastforwardscience.de

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    FFS

    Was hat der Tod von George Floyd mit Polizeigeschichte zu tun? In dieser Folge blicken wir hinter das Ereignis von 2020 und ordnen den Fall historisch ein:

    Warum wurde gerade der Fall George Floyd zu einem weltweiten Symbol?

    Was sagt er aus über die lange Geschichte von Polizei und strukturellem Rassismus in den USA?
    Und warum ist dieser Fall auch in Deutschland für Debatten über Racial Profiling, Vertrauen in die Polizei und demokratische Verantwortung relevant?

    Wir zeichnen zentrale Linien von den Slave Patrols über die Jim-Crow-Ära bis in die Gegenwart nach und zeigen institutionelle Routinen, Deutungsmuster und Machtverhältnisse auf, die über Generationen hinweg fortwirken.

    Zum Weiterlesen

    Hinton, Elizabeth (2021): America on Fire. Rassismus, Polizeigewalt und die Schwarze Rebellion seit den 1960ern, Karl Blessing Verlag.

    Hunold, Daniela; Singelnstein, Tobias (2022): Rassismus in der Polizei: Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme, Wiesbaden: Springer Nature.

    Black Past: Racial Violence in the United Stated since 1526

    Link zur Website

    Aktuelle Studien zu Polizeigewalt und Diskriminierung in Deutschland und den USA:

    Deutsche Hochschule der Polizei. Universität der Polizeien des Bundes und der Länder (2024)

    Motivation, Einstellung und Gewalt im Alltag von Polizeivollzugsbeamten
    Polizeistudie MEGAVO

    Antidiskriminierungsstelle des Bundes / Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (2025).

    Polizei und Diskriminierung. Risiken, Forschungslücken, Handlungsempfehlungen: Abschlussbericht Polizei und Diskriminierung

    Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhang (2026)

    Abschlussbericht der InRa-Studie „Institutionen und Rassismus“. Rassismus in deutschen Institutionen und institutioneller Rassismus in Deutschland:Abschlussbericht InRa-Studie

    Spencer Piston, Kaneesha R. Johnson, Selma Hedlund, Chas Walker (2025)

    The Study of Racism and Policing in the United States. Annual Review Political Science. 28:499-519.
    Link zum Artikel

    Brennan Center for Justice (2021).

    State Policing Reforms Since George Floyd’s Murder.
    New York University School of Law.
    Link zur Website

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    16 min
  • Seite an Seite? Polizei und SS

    Dieses Foto aus dem Jahr 1933 zeigt einen Schutzpolizisten und einen SS-Mann nebeneinander – ein Bild, das mehr ist als ein Zufallsmoment. Es markiert den Beginn eines Prozesses, in dem Polizei und SS Schritt für Schritt immer enger miteinander verschmelzen.

    Welche Botschaft sollte dieses gemeinsame Auftreten 1933 vermitteln?

    Wie veränderte sich die Polizei, als politische Milizen an ihrer Seite auftraten – und nach und nach Einfluss auf ihre Strukturen gewannen?
    Wann wurde aus einem Nebeneinander eine gezielte organisatorische Verschmelzung?
    Und was offenbart dieser Prozess darüber, wie staatliche Gewalt im Nationalsozialismus aufgebaut, legitimiert und genutzt wurde?

    Diese Folge untersucht, wie aus zwei getrennten Akteuren ein politisch gesteuerter Sicherheitsapparat entstand – und wie die Polizei dadurch ihre Bindung an rechtsstaatliche Prinzipien verlor und zu einem Werkzeug nationalsozialistischer Gewalt wurde.

    Weiterführende Literatur

    Paul, Gerhardt; Wildt, Michael (2022): Nationalsozialismus: Aufstieg - Macht - Niedergang – Nachgeschichte. Bonn: Bundeszentrale für Politische Bildung.

    Die Polizei im NS-Staat: Beiträge eines internationalen Symposiums an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster / Wolfgang Schulte (Hrsg.). Frankfurt: Verlag für Polizeiwissenschaft, 2009.

    Vera, Antonio (2019): Von der 'Polizei der Demokratie' zum 'Glied und Werkzeug der nationalsozialistischen Gemeinschaft': Die Polizei als Instrument staatlicher Herrschaft im Deutschland der Zwischenkriegszeit (1918-1939). Baden-Baden: Nomos, 2019.

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    12 min

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Polizeiliches Handeln ist seit jeher eng mit politischen Entscheidungsprozessen, gesellschaftlichen Erwartungen und bestehenden Machtverhältnissen verwoben. "Fragen an die Polizeigeschichte" nimmt dieses Verhältnis von Polizei, Politik und Gesellschaft in den Blick und arbeitet dabei wie unter einem Brennglas: Eine Leitfrage und eine einzelne Quelle – ein Bild, ein Objekt oder ein prägnantes Zitat – dienen als Ausgangspunkt, um Schlüsselmomente sichtbar zu machen und aus ihnen heraus eine größere Geschichte zu erzählen.