Schon in der Frühen Neuzeit entwickelten Gelehrte Methoden, um das Wissen der Zeit zu sammeln, auszuwerten und einzuordnen. Jedoch stießen sie immer wieder auf Widerstände bei der praktischen Umsetzung. Die Schwierigkeit bestand insbesondere darin, das empirische Wissen nicht nur zu erheben, sondern auch zum Teil über große Distanz hinweg zu beglaubigen und schließlich für Entscheidungsprozesse verfügbar zu machen. Am Beispiel der spanischen Erfahrungen in Übersee untersucht der Historiker Dr. Arndt Brendecke, das Zusammenspiel von Theorie und Empirie vor allem im 16. und 17. Jahrhundert.