DER DENKRAUM

Geld, Macht, Standort


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Das große Wirtschaftspanel mit Pröll, Hochreiter, Lippert, Knogler und Moser

Worum es geht

Diese Folge ist die zweite Podiumsdiskussion zum AI next Symposium in Linz. Politik, Forschung und Industrie sitzen an einem Tisch und verhandeln, was Europa beim Thema KI verschätzt hat, was Österreich konkret tun kann und wo der Punkt erreicht ist, an dem aus Vorsicht eine technologische Schwachstelle wird.
Themen im Panel
AI Act und seine Konsequenzen für europäische KI-Unternehmen, Hochreiters Beispiel NXAI. Die Souveränitätscharta, die alle 27 EU-Staaten unterzeichnet haben. Prölls Plan, im Vergaberecht heimische Anbieter zu bevorzugen. Die Frage, wie Österreich Talente aus der JKU Linz und anderen Hochschulen halten kann, wenn US-Konzerne 600.000 Euro und mehr bieten. Risikokapital und steuerliche Anreize im Vergleich zum britischen EIS-SEIS und dem französischen IR-Modell. Energieverbrauch von Rechenzentren, der Fall des geplanten Google-Rechenzentrums in Kronstorf. On-Device-AI und der Trend zu kleineren, lokalen Modellen. Fehlerkultur in Europa und Prölls Beobachtung, dass es im Englischen kein Wort für Schadenfreude gibt. Schlussfrage, welche Entscheidung würdest Du nie einer KI überlassen.
Schlüsselzitate aus der Diskussion
Hochreiter: Wir haben jetzt ein Modell, das ist so gut wie LAMA, kostet aber die Hälfte. In den USA dürfen wir auf den Markt, in Europa nicht.
Pröll: Europa hat reguliert, bevor die Innovation da war. Die Amerikaner machen es andersrum.
Knogler: Was uns als Industrie zurückhält, ist sehr oft der eigene Glaube, nicht die nächste Regulatorik.
Lippert: Forschung schnell in die Skalierung bringen. Niemand hält uns auf, kein AI Act der Welt hält uns auf.
Hochreiter zur Schlussfrage: KI darf keine Entscheidungen über Menschen treffen, weil sie keine Empathie hat, keinen Bauch, kein krankes Kind und keine verlorenen Eltern.
Konkrete Ergebnisse aus der Diskussion
Pröll kündigt an, dass im Vergaberecht heuer noch die digitale Souveränität als Kriterium verankert wird, das heimische und europäische Anbieter bevorzugt. Pröll und Hochreiter vereinbaren live ein Treffen im Mai mit dem Bundesrechenzentrum, um die NXAI-Modelle für Public AI zu prüfen. Lippert kündigt eine KI-Landkarte 2.0 für freie Rechenzentrumskapazitäten an.
Mitwirkende
Am Podium: Alexander Pröll (Staatssekretär für Digitalisierung), Sepp Hochreiter (JKU Linz, NXAI), Doris Lippert (KI-Landkarte Österreich), Christoph Knogler (CEO KEBA, IV KI-Taskforce), Manuel Moser (Cancom)
Moderation: Claudia Reiterer
Host und Konzeption Denkraum: Georg Redlhammer
**Veranstaltung: **AI next Symposium, 15. April 2026, Linz
Weiterhören im Denkraum
Folgen mit Liessmann, Leitner, Pucher und Riedel. Die Solofolgen mit Konrad Paul Liessmann, Tarek Leitner und Sepp Hochreiter.

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DER DENKRAUMBy Georg Redlhammer