
Sign up to save your podcasts
Or


Nicht nur das Fabelwesen, sondern auch den NS-Werwolf umgeben Mythen, die seit 1945 unterschiedliche Rezeptionen prägten. Rechten Milieus dient er als mythisches Vorbild „deutschen Widerstands“. In vielen Ländern, die von den deutschen Aggressionen bis 1945 betroffen waren, wird er noch lange als ins Untergründige abgetauchte, mögliche Gefahr für den Frieden gefürchtet. In der deutschen Erinnerungskultur seit 1990 ist Werwolf mit der Inhaftierung unschuldiger Jugendlicher in sowjetischen Speziallagern konnotiert.
Die Übergangszeit zwischen Vernichtungskrieg und Nachkriegswelt bringt moralische Dilemmata hervor. Der retrospektive Blick auf die Verfolgung von „Werwolf“-Verdächtigen steht zudem in Spannung zwischen Rechtstandards der Gegenwart und historischer Analyse.
Weigelt/Schaarschmidt u.a. (Hg.): Todesurteile sowjetischer Militärtribunale gegen Deutsche (1944–1947), Göttingen 2025. Open Access.
Beattie, Andrew: Internierungslager im besetzten Deutschland, Berlin 2025.
Wie soll man mit der NS-geprägten Bevölkerung umgehen? In ihrem Namen führten Wehrmacht, SS und Polizei einen Vernichtungskrieg, der 27 Millionen Sowjetbürger tötete. Auch die Jugend führte einen „totalen Krieg“ gegen die Rote Armee. In dieser Folge betrachten wir die Reaktion der sowjetischen Befreier.
Am 5./6. Mai 2026 trafen sich Forschende in der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, um über ein Phänomen des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit zu diskutieren: Den „Werwolf“. Mit dieser Folge startet eine Miniserie von 4 Episoden, deren Grundlage die Tagung „Partisanen als 'Werwölfe'. Wirklichkeit, Wirkung, Folgen““ bildet. Sie wurde organisiert von Enrico Heitzer, wissenschaftlicher Mitarbeiter in Sachsenhausen und Andreas Weigelt, Leiter der Gedenkstätte Lieberose in Jamlitz.
Wir sprechen mit der Bürgerinitiative „Demokratie. Gerechtigkeit. Bürgerräte in Marzahn-Hellersdorf“ über ausgeloste Bürgerräte als eine Methode der Beteiligung am politischen Prozess. Die Initiator:innen Uta Glienke, Raiko Hannemann und Wolfram Hülsemann erklären, was Bürgerräte sind, wie sie funktionieren und was sie mit sozialer Gerechtigkeit zu tun haben.
In dieser Folge diskutieren wir mit dem Historiker, Autor und wissenschaftlichen Mitarbeiter der „Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen“, Dr. Enrico Heitzer, über die sog. „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ (KgU) und versetzen uns in die frühen Nachkriegsjahre. Der Nationalsozialismus ist gerade besiegt worden, die ehemaligen Anti-Hitler-Alliierten standen sich im Kalten Krieg nun unversöhnlich als Gegner gegenüber; u.a. im Feld der Spionage.
Der Gesprächsfaden ist ein Informations- und Diskussionspodcast. Hier treffen Wissenschaft, Alltagsleben, politische Diskussion und Aktion zusammen. Vorrangig werden Themen aus den Bereichen Politik, Geschichte, Soziologie, Philosophie, Psychologie und Wirtschaft berührt.
From the publisher's feed