2. Chancen In dieser eindringlichen Lehrveranstaltung beschäftigt sich Eva Schäfer mit dem Thema der zweiten Chancen, insbesondere in der Passionszeit. Sie thematisiert die Karwoche, die unmittelbar bevorsteht, und führt uns in die letzten Stunden dreier Männer vor dem Tod Jesu: Judas Iskariot, Petrus und der mitgekreuzigte Verbrecher. Schäfer möchte die Zuhörer in die inneren Kämpfe und Entscheidungen dieser Männer einführen, um die Idee der Erlösung und der Möglichkeit zur Umkehr zu beleuchten. Zuerst wird Judas Iskariot betrachtet, der Jesus im Garten Gethsemane verrät. Schäfer beschreibt, wie Judas, nachdem er die Konsequenzen seines Handelns erkennt und mit dem Tod Jesu konfrontiert wird, mit tiefem Bedauern reagiert. Er wird von der Gewissheit über seine falsche Entscheidung getroffen, was sich wie ein Schlag anfühlt. Judas sieht keine Hoffnung auf Vergebung und geht so weit, sein Leben selbst zu beenden, was als tragische Zuspitzung seiner verzweifelten Lage dargestellt wird. Schäfer stellt in diesen Momenten die Frage, wie tragfähig Glauben und Jüngerschaft wirklich sind. Dann wendet sich Schäfer Petrus zu. Der Apostel, der einst gelobte, Jesus in allem treu zu bleiben, verleugnet ihn dreimal aus Angst und Zweifel. Die Schilderung von Petrus' bitterem Weinen, als er seine Schwäche und sein Versagen erkennt, verdeutlicht die tiefe menschliche Verletzlichkeit. Dennoch entwirft Schäfer ein Bild der Hoffnung für Petrus, der trotz seines Versagens zurück zu Jesus findet und Vergebung erfährt. Diese Erneuerung und die Rückkehr zur Gemeinschaft mit Jesus wird als Kern seiner zweiten Chance herausgestellt. Das letzte Beispiel ist der mitgekreuzigte Verbrecher, dessen bemerkenswerte Wendung in der Erkennung Jesu als Retter in einem Moment absoluter Hilflosigkeit geschieht. In der schmerzhaftesten Phase seines Lebens sieht er die Möglichkeit zur Erlösung und ergreift sie mit letzter Kraft. Schäfer beschreibt die intime und bewegende Bitte des Verbrechers an Jesus, und die direkte Antwort Jesu, die ihm ein Leben im Paradies verspricht. Dies stellt die Essenz der Botschaft: Trotz äußerster Verzweiflung gibt es immer einen Weg zurück zur Hoffnung und zu Gott. Abschließend regt Eva Schäfer ihre Zuhörer dazu an, sich selbst zu reflektieren und sich zu fragen, mit welchem der drei Männer sie sich identifizieren. Sie stellt zentrale Fragen der Hoffnung, der Reue und der Entscheidung zur Umkehr in den Raum. Am Ende betont sie die Bedeutung der heutigen Entscheidung für das ewige Leben und ermutigt jeden Einzelnen, die zweite Chance zu ergreifen, die Jesus bietet. Diese Botschaft der Hoffnung und der Möglichkeit zur Umkehr steht im Mittelpunkt dieser tiefgreifenden Betrachtung der Passionszeit. Gesprochen von
Eva SchäferSind wir Dir zu langsam und Du möchtest alles aktuell hören? Dann kannst Du auch direkt beim Andachtstelefon anrufen:07138 - 2369750Willst Du für diese Arbeit spenden?Spenden (lgv.org)Weiter Fragen, Anregungen oder Ideen gerne an:
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