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Maximilian Koeser kommt aus einer Dortmunder Zahnärzte-Dynastie. Uropa, Eltern, Bruder, Schwester – alle machen in Zähne. Er macht in Bier. Mitten im Lockdown gründete er in Köln eine Biermarke, als überall die Zapfhähne verstummten, und zahlte sein Startkapital in Biergutscheinen zurück. Heute gehören drei Läden, 110 Mitarbeiter und vier Biersorten dazu – ein eigenes Brauhaus nicht.
Mit Nicoletta Knust, die ihn seit 25 Jahren kennt, spricht er über das Kneipensterben („Die Leute kommen wegen der Leute und die Leute gehen wegen der Leute"), über 50 Prozent mehr Mindestlohn in fünf Jahren, über die WM in Katar, die er nicht gezeigt hat – und über die Kneipe in der Saarlandstraße, deren Übernahme er bis heute bereut. Und darüber, warum in Dortmund abends so wenig los ist.
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Kölscher Jung, BVB-Mitglied, verhinderter Blockflötist und fast 20 Jahre Direktor der Dortmunder Kinderklinik: Prof. Dr. Dominik Schneider verlässt Dortmund und wird ab 2027 in Berlin Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin.
Bei Nicoletta Knust erzählt er, wie ihn als jungen Arzt ein Dreirad überfuhr, welches Besäufnis seine Berufswahl verändert hat und warum Karneval in Berlin ein schweres Los ist. Er spricht darüber, was in ihm vorgeht, bevor er Eltern eine Diagnose überbringt, und warum es den Satz „Wir können nichts für Ihr Kind tun“ für ihn nicht gibt. Und über die große Frage: Macht Deutschland Politik gegen Kinder?
Nicoletta kennt die Klinik übrigens von innen. Als Achtjährige lag sie dort selbst wochenlang und hat nebenbei alle Eisdielen im Viertel getestet.
📰 Die Reportagen von Jessica Will:
https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/fynn-und-lian-born-zwei-brueder-mit-krebserkrankungen-kinder-tumor-kinderklinik-dortmund-w994239-2001546764/
https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/kinderkrebsstation-klinikum-dortmund-visite-prof-schneider-kinderonkologie-leukaemie-familien-kinder-w1221838-2002155937/
https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/kinderklinik-dortmund-neubau-kommt-chefarzt-dominik-schneider-geht-dgkj-w1234023-2002190489/
https://www.ruhrnachrichten.de/castrop-rauxel/fynn-borns-unbaendiger-kampf-gegen-den-krebs-geht-verloren-er-schrieb-ein-buch-darueber-w468229-2000228514/
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Mit neun hat er sich gegen rund 5000 Kinder durchgesetzt und den jungen Hape Kerkeling gespielt – seinen Text konnte er beim Casting nach eigener Aussage nicht mal richtig. Heute ist Julius Weckauf 18, spielt Justus Jonas in „Die drei ???“ und wohnt noch zu Hause in Jüchen.
Mit Nicoletta Knust spricht er darüber, warum er die Schule ein halbes Jahr vor dem Fachabi verlassen hat – über ein „Diva“ am Filmset, das er bis heute nicht hören kann, und darüber, warum er am roten Teppich lieber hinten rumgeht. Außerdem: Eierlikör aus dem Thermomix, Zitronenabrieb als Weltanschauung und eine Lebensphilosophie, die ausgerechnet bei der Bahn am besten funktioniert. Und am Ende die Frage, ob er einem Jugendlichen ohne Filmvertrag raten würde, die Schule hinzuschmeißen.
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Alicia Arens ist Schaustellerin in achter Generation. Sie betreibt zwei eigene Buden in Dortmund, organisiert Ware und Personal für bis zu 40 Leute und ist Schriftführerin eines fast hundert Jahre alten Schaustellerfrauenvereins. Bei Nicoletta Knust in der Hafenbar erzählt sie, wie ein Leben aussieht, in dem „wir arbeiten, bis wir tot sind" keine Klage ist, sondern eine Lebensform.
Es geht um den Preis eines Glühweins und darum, was alles drinsteckt. Um die Cranger Kirmes, die Kirmes in Werne und den Feierabendmarkt in Dortmund, den ihr Vater mit ins Leben gerufen hat. Um die 45-Meter-Tanne auf dem Weihnachtsmarkt, für die Leute aus New York anreisen. Um Frauen, die den Betrieb am Laufen halten, während die Männer vorne am Stand stehen. Um den Tag, an dem mitten im WM-Viertelfinale ihre Fruchtblase platzte und die ganze Familie am Stand stand. Und um die Frage, warum in dieser Branche kaum jemand freiwillig aufhört.
Folge 23 der Hafenbar mit Nicoletta Knust. Überall, wo es Podcasts gibt.
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Am Anfang stand keine Marketing-Idee, sondern eine Praktikantin mit laschem Händedruck. Nicole Schlepphorst, 25 Jahre Vertrieb, 17 Jahre Chefin, hat daraufhin noch einmal neu angefangen – als Trainerin für moderne Umgangsformen. Auf Instagram folgen ihr als @kniggetrainerin fast 170.000 Menschen.
Mit Nicoletta Knust spricht sie darüber, wer wem das Du anbietet, ob Shorts ins Büro gehören und warum Leggings beim Verkaufsgespräch ein Problem sind – dazu, wie man einem Kollegen sagt, dass er nach Schweiß riecht, und was schlimmer ist als Schmatzen. Außerdem: Trinkgeld am Terminal, Autotüren, Koffer in der Bahn und die Frage, wie man ein Date beendet, ohne zu ghosten.
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Als sein Vater starb, öffnete Robert Kötter das Regal und holte die eine Urne heraus, die seit Jahren niemand wollte – bestellt hatte sie der Vater selbst. So sortiert ein Bestatter in vierter Generation die Dinge: mit Zuneigung, Pragmatismus und einem sehr trockenen Humor.
Nicoletta Knust spricht mit Robert über rund 20.000 Beerdigungen und warum er sich trotzdem ein Weichei nennt – über das Handy, das seit 40 Jahren nie ausgeht, über Trauergespräche, aus denen er Leute rauswirft, über Aschentrennung, Seebestattung und die Frage, was man in den Sarg legen darf. Dazu: warum er sein Lebenswerk an eine große Bestattungsgruppe verkauft hat und trotzdem weiterarbeitet wie vorher. Und am Ende ein Satz über das Leben, den man sich merken kann.
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Aus einer Karnevals-Schnapsidee wurde eine Kunstfigur mit Eigenleben: Cassy Carrington ist Sängerin, Entertainerin, Aktivistin — und mit Schuhen 2,07 Meter groß. Bei Nicoletta Knust erzählt sie, wie 2013 ihre erste Show im Hotel ihres Cousins in Schöppingen ausverkauft war und warum ihre Eltern erst das Schulterklopfen der Nachbarn brauchte, um stolz zu sein.
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Sein größter Kinoerfolg beginnt mit einem Hundehaufen in Großaufnahme. Dahinter steckt ein studierter Germanist und Philosoph, der eher verschüchtert war als rebellisch — und der seine krasseste Figur zwei Typen aus der Straßenbahn abgeguckt hat.
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Er nennt Smartphones ein Betäubungsmittel für eine ganze Generation – und würde sie zum Beweis zwei Wochen verbieten. Nicht, weil er es ernst meint, sondern damit wir einmal sehen, wie unsere analoge Welt für Kinder wirklich aussieht: kein Platz, überall Regeln, nirgendwo jemand, dem sie wichtig sind. Aladin El-Mafaalani, Soziologe an der TU Dortmund, ist zu Gast in der Hafenbar. Mit Nicoletta spricht er darüber, warum Kinder in einer alternden Gesellschaft keine Lobby haben und wieso die Kompetenzen sogar bei Akademikerkindern sinken. Außerdem: warum ausgerechnet TikTok das Schulenglisch rettet – und die Baby-Boomer die größte ungenutzte Bildungsreserve des Landes sind. Trotz allem bleibt er Optimist.
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