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Reden wir über Vereinbarkeit von Care-Arbeit und Solo-Selbstständigkeit
Unter dem Titel „Sorge(n) solidarisch gestalten“ ging es am 18. Juni 2025 in einer gemeinsamen Veranstaltung des HDS Leipzig und dem Spinnen-Netz ArbeitmitWirkung um dieFrage „Was brauchen Selbstständige mit Sorgeverantwortung – und wie können Interessenvertretungen sie gemeinsam besser unterstützen?“
Mit dabei waren spannende Speaker, die sich unter anderem in einer Podiumsdiskussion ausgetauscht haben. Das ganze Gespräch gibt's in dieser Folge nochmal für euch zum Anhören.
Das sind unsere Speaker:
Viel Spaß beim Hören!
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Reden wir über chancengerechte Plattformarbeit!
Zu Gast in dieser Folge ist Anna-Elisabeth Hampel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Chancengerechte Plattformarbeit. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Franziska Loschert und weiteren Kolleginnen hat sie sich in den letzten drei Jahren intensiv mit der Situation von Plattformarbeiter*innen in Deutschland, den Zusammenhängen mit Arbeitsmarktteilhabe und konkreten Gestaltungsmöglichkeiten für eine faire Plattformarbeit auseinandergesetzt.
Wir sprechen darüber, was Plattformarbeit überhaupt ist, wie die Arbeitsbedingungen vieler Plattformarbeiter*innen aussehen und wie sie gestaltet werden können und welche Rolle dabei die neue EU-Richtlinie, vor allem im Hinblick auf Interessenvertretungen von Selbstständigen, spielt und welche anderen Möglichkeiten es darüber hinaus noch geben kann, die Arbeitsbedingungen in der Plattformarbeit zu gestalten.
Viel Spaß beim Hören!
Mehr Infos zu:
Projekt Chancengerechte Plattformarbeit
Veranstaltung am 20.03.2025 „Plattformarbeit fair gestalten“
Digitale Werkstatt für Gute Arbeit für Solo-Selbstständige „Rechte von Selbstständigen auf Plattformen stärken!“ am 01.04.2025
Haus der Selbstständigen
EU-Richtlinie:
Die EU-Richtline zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Plattformarbeit ist am 1. Dezember 2024 in Kraft getreten. Sie gibt einen europäischer Rechtsrahmen für zentrale regulatorische Herausforderungen. Sie muss innerhalb von zwei Jahren von den Mitgliedstaaten umgesetzt werden. Dies sind die zentralen Themen:
Beschäftigungsstatus: Wenn es Hinweise auf Kontrolle und Steuerung durch die Plattform gibt, soll durch die Einführung einer wirksamen, widerlegbaren gesetzlichen Vermutung und durch eine Beweislastumkehr Scheinselbstständigkeit bekämpft werden. Diese Vermutung wird durch Plattformarbeiter*innen oder ihre Vertreter*innen ausgelöst. Durch die Richtlinie werden also nicht alle Plattformarbeiter*innen automatisch als Arbeitnehmer*innen eingestuft, sondern es sollen lediglich Verfahren zur Statusklärung vereinfacht werden. Dadurch hätten derzeit scheinselbstständig beschäftigte Plattformarbeiter*innen Zugang zu den entsprechenden Arbeits- und Sozialrechten, während tatsächlich Selbstständige ihren Status behalten.
Algorithmisches Management: Automatisierte Entscheidungs- und Überwachungssysteme beeinflussen die Arbeitsbedingungen von Arbeiter*innen stark, sind aber oft sehr intransparent. Mit der EU-Richtlinie werden nun Transparenzpflichten über die grundlegende Funktionsweisen dieser Systeme geschaffen. Sie verlangt zudem Risikoabschätzungen und menschliche Überwachung und verbietet die Verarbeitung bestimmter personenbezogener Daten. Damit könnte sie zum Vorbild für die individual- und kollektivrechtliche Regulierung von algorithmischem Management in anderen digitalisierten Arbeitskontexten werden. Viele der hier definierten Rechte gelten auch für selbstständige Plattformarbeiter*innen.
Transparenzpflichten: Plattformen müssen Behörden und Interessenvertretungen Informationen über Arbeiter*innen, deren Tätigkeiten, Vertragsverhältnisse und Vermittler zur Verfügung stellen.
Raus aus dem einsamen Arbeiten zu Hause! Coworking Spaces bieten Solo-Selbstständigen neben wertvollen Kontakten und Austausch, eine Antwort auf zentrale Herausforderungen der Solo-Selbstständigkeit. Sie helfen nicht nur, Arbeit und Privatleben besser zu trennen und schaffen ein inspirierendes Umfeld, sondern bieten soziale Vorteile durch die Gemeinschaft. Genau das will das CoSoliLab Solo-Selbstständigen bieten – come in and find out!
Im Rahmen der Eröffnung des CoSoliLabs am 22. November 2024 – dem Freiraum im Haus der Selbstständigen Standort NRW - ist Dr. Alexandra Bernhardt auf die Bedeutung von Coworking Spaces für Solo-Selbstständige eingegangen. Sie betont in ihrer Keynote die zentrale Rolle von Coworking Spaces für Solo-Selbstständige. Hier könnt ihr die Keynote noch einmal ganz in Ruhe anhören!
Mehr Infos zu:
CoSoliLab in Köln
Unsere aktuellen Veranstaltungen
Haus der Selbstständigen
Wie schätzen Solo-Selbstständige ihre Arbeitsbedingungen ein? Was belastet sie? Was erhält
sie gesund? Und wie kann man das mit einer wissenschaftlichen Erhebung herausfinden? Darum geht's in dieser Folge von "HDS im Gespräch".
In einer bundesweiten und branchenübergreifenden Online-Erhebung befragt das HDS im Herbst 2024 Solo-Selbstständige, wie sie ihre Arbeitsbedingungenerleben. Wir blicken auf Potenziale und Risiken der Arbeitsorganisation, auf den Kontakt zu Auftraggebenden und auf Einkommen sowie Absicherung. Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede gibt es mit Blick auf die Vielzahl unterschiedlicher Tätigkeiten in der Solo-Selbstständigkeit? Wie ist es bestellt um Gute Arbeit für Solo-Selbstständige und wo besteht Handlungsbedarf?
In dieser Podcastfolge sprechen die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des HDS über die Konzeption dieser Erhebung. Wir sprechen über die Planung und Entstehung der Umfrage, warum eine Erhebung zu den Arbeitsbedingungen von Solo-Selbstständigen nötig und sinnvoll ist, welche Fragen darin vorkommen und was am Ende eigentlich mit den Ergebnissen passieren soll. Und natürlich auch was mit dem Begriff „Gute Arbeit“ überhaupt gemeint ist.
Am 2. September geht es los! Hier geht's zur Umfrage: https://fragen.uzbonn.de/Gute-Arbeit-Solo
Mehr Infos zu:
DGB-Index Gute Arbeit
Gute Arbeit
Haus der Selbstständigen
In dieser Folge sprechen die beiden Bildungsreferenten von Arbeit und Leben NRW, Alexander Oberdieck und Timo Bayer, über den langen Weg, den ihre Institution – geprägt durch eine demokratische Debattenkultur – unaufhörlich beschreitet, dabei die Teilhabe fördert und Menschen in verschiedenen Lebensbereichen unterstützt.
Dieses Verständnis von Weiterbildung leitet Arbeit und Leben NRW auch innerhalb des HDS als einer von sieben Projektpartnern. Kernaufgabe ist es dabei Qualifizierungs- und Beratungskonzepte zu entwickeln und zu erproben, die der Aktivierung, Organisation und Ermächtigung von Solo-Selbstständigen hinsichtlich ihrer kollektiven Interessenvertretung dienen. Was genau das eigentlich bedeutet und wie man das alles mit den Interessen von Solo-Selbstständigen verbinden kann, erfahrt ihr in dieser Folge von „HDS im Gespräch“.
Eines ist schonmal klar: Im Mittelpunkt steht dabei – wie
Die Ombudsstelle am HDS ist ein Angebot zur Unterstützung bei schwierigen Gesprächen und Konflikten zwischen Solo-Selbstständigen und ihren Auftraggeber*innen.
Die Ombudsstelle ist unparteiisch und gewährt beiden Seiten gleichermaßen Gehör. Lösungsansätze werden nur gemeinsam erarbeitet.
Ihr möchtet das Angebot der Ombudsstelle in Anspruch nehmen? Dann schreibt einfach eine Mail an [email protected]
In der ersten Projektlaufzeit als Dienstleister für den digitalen Auftritt des HDS, inzwischen einer von sieben Projektpartnern des HDS. zwonull media ist eine Agentur für digitale Kommunikation und unterstützt Solo Selbstständige und kleine Unternehmen in der Umsetzung der digitalen Transformation.
In dieser Podcastfolge spricht Axel Klarmann, Co-Geschäftsführer von zwonull media, über die digitale Plattform des HDS, seine persönlichen Erfahrungen aus der eigenen Selbstständigkeit und eine unternehmerische Perspektive auf das Projekt.
Wo sieht er Herausforderungen in seiner Arbeit für das Projekt? Wie kam zwonull eigentlich zum Haus der Selbstständigen? Und wie schafft man eine gemeinsame technische Basis für ein so vielseitiges Projekt wie das HDS? Das könnt ihr jetzt hören, in der neuen Folge von „HDS im Gespräch“!
„Gute Arbeit für Solo-Selbstständige“ – Das ist das Leitmotiv des HDS und unter einem Aspekt dieses Themas fand im HDS in Leipzig eine Veranstaltung unter dem Thema „Elternschaft und Solo-Selbstständigkeit: Herausforderung für die Einen, Chance für die Anderen?“ statt.
Die Podiumsgäste sind die selbstständige Tischlermeisterin Johanna Röh, Mutter und u.a. Initiatorin des Aktionsbündnisses „Mutterschutz für alle“, die Autorin und zweifache Mutter Katharina Bendixen vom Netzwerk „other writers need to concentrate“ sowie Autor, Medienkünstler und werdender Vater Sean Keller. Unsere Mitarbeiterin aus dem HDS Anna Spenn hat die Veranstaltung und auch die Podiumsdiskussion moderiert.
In dieser Folge gibt es die ganze Podiumsdiskussion nochmal zum Anhören!
Man kann (nicht) alles haben!
Passt Familienplanung in eine Selbstständigkeit?
Deutlicher lässt sich das Spannungsfeld von „Solo-Selbstständigkeit und Kind“ kaum benennen. Unter „Man kann (nicht) alles haben“ bereitete Kreatives Sachsen in Kooperation mit dem Haus der Selbstständigen in Leipzig der ersten von 4 Veranstaltungen eine ordentliche Bühne.
Die Phase der Familienplanung, des Kinderwunsches wurde thematisiert … 'Wie passt ein Kind in mein selbständig-tätiges Leben? Wie bekomme ich das alles unter einen Hut? Was muss ich im Vorfeld beachten und planen?'
Wir sprachen über Flexibilität, Netzwerke, Zeitmanagement und Finanzen. Diskutiert wurde also über nötige und erforderliche Rahmenbedingungen für eine verbesserte Vereinbarung von Elternschaft und Solo-Selbständigkeit durch alle Branchen hindurch.
Und weil die nächste Veranstaltung zur Phase nach der Geburt und zur Elternzeit in Kürze startet, schaue ich mit Frieda und Friederike von Kreatives Sachsen noch einmal zum 1. Juni 2023 zurück.
https://www.kreatives-sachsen.de/unsere-events/
https://hausderselbststaendigen.info/blog/rueckblick-man-kann-nicht-alles-haben/
"Wir brauchen Fakten, bevor wir handeln können"
Die Motive und Lebenslagen der circa 2 Millionen soloselbstständig Erwerbstätigen in Deutschland sind sehr unterschiedlich. Doch gibt es sehr wenige Erkenntnisse zur Erwerbssituation und Lebenslage von Solo-Selbstständigen, um auf die Veränderungen des Arbeitsmarktes oder durch Digitalisierung mit politischen Ideen angemessen zu reagieren.
Die ArbeitGestalten GmbH in Berlin als Teilprojektpartner des Förderprojektes HDS will die Datenlage zur Solo-Selbstständigkeit grundlegend verbessern, die Bedeutung von Erwerbshybridisierung betrachten und daraus ableiten, wie Gute Arbeit für Solo-Selbstständige aussehen kann. Wir sprachen mit Cosima Langer und Katrin Mauch vor Ort über ihre spannende Vorgehensweise.
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