Helle Panke

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Helle Panke episodes

  • Russlands neuer Imperialismus / Russia’s New Imperialism
    The Russian invasion of Ukraine has brought up the question of the nature of Russian imperialism. In their book, Ilya Budraitskis and Ilya Matveev are aiming to reveal the specificity of Russian imperialism, as well as its global implications. Their guiding questions are: Are Russia’s imperialist tendencies a necessary byproduct of the development of its post-Soviet capitalist economy? Or, on the contrary, are they an ugly legacy of the Soviet and imperial pasts, a ghost now visible precisely because of the weakness of Russia’s post-Soviet capitalist development?
    In their input they will present their main findings. Sasha Talaver will then comment on the input and pointing out the biopolitical dimension of the Russian imperialism.
    Ilya Budraitskis is a political theorist and activist from Russia.
    Ilya Matveev is a political scientist specializing in Russian and international political economy.
    Alexandra (Sasha) Talaver is a feminist scholar and activist working on gender politics, social reproduction, and contemporary imperialism.
    39 min
  • Zur globalen Rezeption des "Kapital"
    Obwohl Marx selbst das "Heimatland der politischen Ökonomie" im "Westen von Europa" verortete (MEW 23, S. 792), wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts die Kritik der politischen Ökonomie fast auf der ganzen Welt heimisch. Auch in der Gegenwart werden marxsche Schriften wie die Grundrisse oder das Kapital weltweit gelesen und kontrovers diskutiert – aus gesellschaftstheoretischer, ökonomischer, erkenntnistheoretischer, sozialphilosophischer und emanzipationstheoretischer Perspektive, von Wissenschaftler_innen, aber auch von politischen Aktivisten. Der Vortrag gibt eine Einführung in die "geographische Struktur" der weltweiten Aneignungen des Marxschen Denkens.
    Referent: Jan Hoff, Autor von Marx global. Zur Entwicklung des internationalen Marx-Diskurses seit 1965 (2009) sowie Emanzipatorisches Denken auf sechs Kontinenten (2 Bde., 2026) und Mitglied im Verein zur Förderung der MEGA-Edition.
    Moderation: Frank Engster
    Die 19. Marxherbstschule ist eine gemeinsame Veranstaltung von "Helle Panke" e.V, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Dietz-Verlag, dem Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition e.V. sowie dem nd. Journalismus von links.
    1 hr
  • Das Rätsel des Kapitals - Die ökonomischen Manuskripte von 1861–63 - 19. Marx-Herbstschule
    Die Marx-Herbstschule geht zurück zum Anfang und nimmt sich nach neunzehn Jahren wieder eine zentrale Frage von Marxʼ Kritik der politischen Ökonomie vor: Was ist Kapital?
    Als Karl Marx ab 1861 das (von ihm selbst nie veröffentlichte) zweite Heft von Zur Kritik der Politischen Ökonomie schrieb, musste er dieses Rätsel erstmals systematisch lösen: ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum späteren Kapital. Die in der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA² II/3.1-6) zuerst veröffentlichten Manuskripte von 1861-63 sind im Dietz-Verlag als Marx-Engels-Werke (MEW) Bd. 43/44 erschienen.
    Auch vom Kapital ist der erste Band der einzige der drei Bände, den Karl Marx selbst herausgegeben hat. Der Band erschien zu seinen Lebzeiten in drei unterschiedlichen Versionen, in zwei deutschen und einer französischen Ausgabe. Marx hatte die neuen Versionen jeweils noch selbst überarbeitet. Nach Marxʼ Tod besorgte Engels zwei weitere Ausgaben. Der berühmte blaue Band MEW 23, der heute die endgültige Rezeptionsgrundlage bildet, ist die vierte und letzte Version von 1890. Diese unterschiedlichen Varianten und ihre Veränderungen, die besonders den Anfang der marxschen Kritik der kapitalistischen Produktionsweise betreffen, werden bis heute viel diskutiert.
    Doch es gibt neben diesen Varianten auch drei wichtige Vorarbeiten auf „dem Weg zum Kapital“: Die Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie von 1857/58 (MEW Bd. 42), dann Zur Kritik der politischen Ökonomie von 1859 (MEW Bd. 13) und schließlich die Ökonomischen Manuskripte von 1861-63 (MEW Bd. 43), die wir in der diesjährigen Herbstschule lesen. Diese Manuskripte sind interessant, weil es – wie später im Kapital – um die Entwicklung der grundlegenden Kategorien der kapitalistischen Produktionsweise geht: um die Verwandlung von Geld in Kapital, um das Rätsel des Mehrwerts und des Profits sowie um die Anwendung und Ausbeutung der Ware Arbeitskraft – kurz, es geht um das Rätsel Kapital.
    Die Manuskripte von 1861-63 sind aber auch interessant, weil sie Marx gleichsam bei der Arbeit zeigen. Sie zeigen vor allem, gerade im Vergleich mit den anderen Vorarbeiten sowie mit dem Kapital, wo Marx besondere Schwierigkeiten mit seinem Gegenstand hatte, mit der kapitalistischen Produktionsweise – die ja der eigentliche Grund für all die Probleme ihrer Darstellung ist. Besondere Probleme bereiten offensichtlich der Anfang im Lichte der Entwicklung und Darstellung der politischen Ökonomie insgesamt, des Weiteren die Übergänge von Ware, Geld und Kapital und schließlich die fundamentalen Kategorien wie der Begriff der abstrakten Arbeit und des Werts, der Ware und des Geldes. Hier nahm Marx in seinen Vorarbeiten immer wieder unterschiedlich Anlauf, und auch im Kapital finden sich noch Ambivalenzen und Unklarheiten.
    Das Thema der diesjährigen Marx-Herbstschule ist also ideal sowohl für Einsteiger*innen als auch für Fortgeschrittene, die bereits mit dem Kapital oder den Vorarbeiten vertraut sind.
    54 min
  • Italien unter Giorgia Meloni - Wenn die extreme Rechte an der Regierung ist
    Derzeit richten sich viele Augen auf Sachsen-Anhalt. Ist es doch möglich, dass hier zum ersten Mal seit 1945 eine Partei der extremen Rechten in einem Bundesland an die Regierungsmacht kommt. Damit würde sich in Sachsen-Anhalt vollziehen, was in vielen Ländern der EU längst Alltag geworden ist: Extrem rechte Parteien sind an Regierungen beteiligt oder führen diese an – wie etwa im Lieblingsurlaubsland der Deutschen, Italien.
    Giorgia Meloni ist seit Oktober 2022 Ministerpräsidentin Italiens und führt die Regierung für die Partei Fratelli d’Italia (FdI) – auf Deutsch „Brüder Italiens“.
    Bereits als fünfzehnjährige Jugendliche trat Meloni der Jugendorganisation der (post-)faschistischen Partei Movimento Sociale Italiano (MSI) bei und machte anschließend in der Partei und deren verschiedenen Nachfolgeparteien Karriere. Diese politische Karriere führte sie schließlich in das italienische Regierungsamt, das sie zumindest in außenpolitischen Fragen relativ geräuschlos ausübt.
    Aber wie sieht Melonis Regierungsstil in Italien aus? Was hat sie in den drei Jahren und zehn Monaten ihrer Regierungszeit konkret in der italienischen Politik und Gesellschaft verändert? Ist die politische Landschaft Italiens mit der in Deutschland zu vergleichen, und was können wir von dort lernen?
    Darüber wollen wir mit dem Journalisten und Kulturkritiker Georg Seeßlen sprechen. Er lebt teilweise in Ligurien (Italien), von wo aus er zu unserer Online-Veranstaltung zugeschaltet wird.
    Moderation: Fabian Kunow
    1 hr 2 min
  • Against Tradition
    In each of their books, Libman, Lerman, and Loftin ask what it means to belong to a tradition in the wake of that tradition’s moral collapse. As Loftin wrestles with Christianity amid the resurgence of fascism, Libman wrestles with Judaism amid the destruction in Gaza, and Lerman wrestles with philosophy and literature's complicity in the creation of the pacified, helpless contemporary subject, all three explore whether standing against one’s tradition might in fact be the only way left of remaining faithful to that tradition.
    Mac Loftin is a theologian, writer, and teacher at Harvard University, where he earned his PhD. His research explores the intersection of Christian theology and politics in the modern West. His new book is In the Twilight of the Christian West: A Theology of Mourning and Resistance.
    Benjamin Libman is a writer and translator based in Paris. His book, The Third Solitude, A Memoir Against History, was published in 2025. His next book, Voyeur, will be published in 2027. He holds a PhD in English from Stanford University.
    Lindsay Lerman is a writer and translator. Her first book, I'm From Nowhere, was published in 2020. Her second book, What Are You, was published in 2023. She is the translator of François Laruelle's first book. She holds a PhD in Philosophy from the University of Guelph in Ontario, Canada. Her short stories, essays, and interviews have been published in the Los Angeles Review of Books, New York Tyrant, The Creative Independent, and elsewhere. She lives in Berlin.
    1 hr 1 min
  • Roter Säkularismus - Philosophische Gespräche
    Aus welchen Quellen schöpfte die radikale Tradition der deutschen Arbeiterbewegung im 19. und 20. Jahrhundert? Die Linie von Marx und Engels über Bebel, Kautsky und Rosa Luxemburg ist bekannt. Aber was ist mit der Linie, die sich durch die naturwissenschaftliche Weltanschauung und den Antiklerikalismus inspirierte? Die Ausleihekataloge der sozialistischen Arbeiterbibliotheken zeigen, dass die Leser viel lieber populärwissenschaftliche Werke von Ernst Haeckel oder Ludwig Büchner, als die Klassiker des Marxismus, entliehen. Und in Arbeiterbiographien waren es oft die Lektüre dieser materialistisch-monistisch Autoren und ein Konflikt mit einem Pfarrer, die den ersten Schritt hin zur Opposition markierten. In der Weimarer Republik nahmen hunderttausende Sozialisten und Kommunisten an der freigeistigen Bewegung, vor allem als Mitglieder der Freidenkervereine teil.
    In einem neuen Buch argumentiert der in den Niederlanden lehrende amerikanische Historiker Todd H. Weir, dass viele deutsche Linke aus zwei miteinander verwobenen, jedoch distinkten Traditionen schöpften, die sozialistische und die freigeistige. Er nennt die Schnittstellen zwischen den beiden den "roten Säkularismus".
    In dem Vortrag geht es darum, die These des roten Säkularismus auszuleuchten und zu debattieren.
    Todd H. Weir hat sich als Historiker an der Humboldt-Universität und Columbia University ausgebildet. Er hat zwei Monographie zur Kultur- und Politikgeschichte des Säkularismus in Deutschland geschrieben. Er lehrt an der Universität Groningen (NL) und leitet dort ein Forschungsprojekt über die globale Geschichte des Begriffs „Weltanschauung“. Wer sich vorab in das Buch vertiefen will, kann es hier kostenlos downloaden oder online lesen.
    Moderation: Falko Schmieder
    52 min
  • „Armut und Krieg überwinden mit Gerechtigkeit“
    Lutz van Dijk und Petra Pau im Gespräch über Zuhause sein auf verschiedenen Kontinenten, queere Menschenrechte und die Idee des Pazifismus in kriegerischen Zeiten
    „Armut und Krieg überwinden mit Gerechtigkeit“
    Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu, Südafrika
    Lutz van Dijk, geboren in Westberlin, blickt auf ein bewegtes Leben zurück. Es führte ihn über New York, Hamburg, Amsterdam und Jerusalem bis nach Kapstadt. In der politischen Autobiografie „Die weite Welt“ (Querverlag 2026) beschreibt er u.a. seine Anfänge in der Friedensbewegung als Lehrer, den Einsatz gegen Diskriminierung von sexuellen Minderheiten sowie seine Arbeit als Journalist, Historiker und Pädagoge, unter anderem bei der Anne-Frank-Stiftung. Nach einem Einreiseverbot als Anti-Apartheid-Aktivist gründete er später mit seinem Mann ein Haus für Straßenkinder in Kapstadt, das 2002 von Erzbischof Tutu eröffnet wurde. Lutz van Dijks Engagement zeigt eindrucksvoll, was Einsatz für Gerechtigkeit bewirken kann.
    Lutz van Dijk wird sein Buch vorstellen und spricht mit Petra Pau, die ihn vor Kurzem in Südafrika in seinem Township-Kinderhaus besuchte. Schließlich freuen wir uns über Fragen und die Diskussion mit dem Publikum.
    Grußwort: Julia Ehrt, Geschäftsführerin der queeren Weltorganisation ILGA World
    Moderation: Manu Costa und Bodo Niendel
    Eine Kooperationsveranstaltung von "Helle Panke" e.V. und der RLS.
    1 hr 53 min
  • Hakenkreuz und Heimatschutz - Die Umweltbewegung und der Nationalsozialismus
    Das Dritte Reich war ein zerstörerisches Gewaltregime, das der europäischen Natur auf brutalster Weise schadete. Dennoch gab es frühe Umweltbewegungen, die mit dem Nationalsozialismus verstrickt waren. Als bedeutendes Beispiel untersucht Peter Staudenmaier die Geschichte der biodynamischen Bewegung zwischen 1933 und 1945. Mit Marken wie Demeter und Weleda ist die biologisch-dynamische Landwirtschaft möglicherweise die bekannteste Form in der heutigen Bio-Branche. Auch in der NS-Zeit war die biodynamische Bewegung erfolgreich, wenn auch unter anderen politischen Vorzeichen. Der Vortrag geht dieser komplexen Vergangenheit nach, als Beispiel der historischen Gemengelage von Reformbewegungen im Zusammenspiel mit dem Nationalsozialismus.
    Prof. Peter Staudenmaier lehrt Geschichte an der Marquette University in den USA und ist langjähriger Mitarbeiter des Institute for Social Ecology. Sein Buch "The Politics of Nature in Nazi Germany" ist vor kurzem bei Cambridge University Press erschienen.
    Moderation: Dr. Sina Arnold
    28 min
  • Literarisches Feld DDR
    Zum Abschluss unserer antiquarischen Buchwoche widmen wir uns in einem Werkstattgespräch einem neuen digitalen Lexikon zur Literatur in der DDR, das gerade entsteht. Ziel des Lexikons ist eine umfassende Bestandsaufnahme ihrer Autorinnen und Autoren. Wir sprechen mit einem der Mitarbeiter Thomas Möbius.
    Moderation: Birgit Ziener
    45 min
  • Vom Unwesen des Menschen - Negative Anthropologie und kritische Gesellschaftstheorie nach Ulrich Sonnemann
    Der Sozialphilosoph, Schriftsteller und Psychologe Ulrich Sonnemann (1912–1993) zählt zu den markantesten und zu Unrecht wenig rezipierten Denkern der Kritischen Theorie. Sein Hauptwerk Negative Anthropologie (1969) entwirft eine Bestimmung des Menschen, die vom Nichtgewordenen ausgeht: vom Unterdrückten, Verdrängten, Abwesenden und noch Ungelebten. Zugleich entzündet sich die Kritik am bestehenden Unheil gesellschaftlicher Verhältnisse. Der Vortrag rekonstruiert diesen Ansatz anhand konkreter Geschichtserfahrungen, die das Menschliche in seiner Deformation und unabgegoltenen Möglichkeit zeigen. Im Mittelpunkt steht dabei Sonnemanns Kritik an der positivistischen Anthropologie Arnold Gehlens sowie seine Verschränkung von Sprachkritik, Psychoanalyse und kritischem Humanismus. Kann dieser Ansatz – auch angesichts aktueller Debatten um künstliche Intelligenz und die Zukunft des Humanen – dazu beitragen, am Menschlichen festzuhalten?
    Referent: Dr. Martin Mettin ist Philosoph und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humanistischen Hochschule Berlin, wo er zu Ästhetik, Ethik und philosophischer Bildung lehrt und forscht. Zu seinen Buchveröffentlichungen zählen Echo im Sprachwald (Neofelis, 2019) über Walter Benjamin und Kritische Theorie des Hörens. Untersuchungen zur Philosophie Ulrich Sonnemanns (Metzler, 2021), das mit dem Wissenschaftspreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen ausgezeichnet wurde. Zudem ist er Mitherausgeber des Briefwechsels zwischen Sonnemann und Theodor W. Adorno (Zeitschrift für Kritische Theorie, 2019) und eines Sammelbandes zur Negativen Anthropologie (Neofelis, 2021).
    47 min

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