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Am 12. April 1919, kurz nach dem Waffenstillstand, wartet ein kahlköpfiger Mann mit rotbraunem Bart vor einem Pariser Schreibwarengeschäft. Der leichte Regen reflektiert das schwache Licht der Laternen, während Marie Lacoste die Visitenkarte prüft, die ihr sofort die ganze Tragödie ankündigt.
In dieser Folge wird der Aufstieg des französischen Serienmörders Henri Désiré Landru beleuchtet, dessen Betrügereien zwischen 1915 und 1919 während des Ersten Weltkriegs Tausende von Marks aus den Ersparnissen alleinstehender Witwen schwemmten. Die Ermittlungen der Sûreté, ausgelöst durch das wachsame Auge von Marie Lacoste, führen durch ein Netz aus falschen Heiratsanzeigen, kargen Nachrichten und einer geheimen Liste von elf namenlosen Opfern. Der soziale Kontext des Krieges – rationierte Güter, erschöpfte Polizeikräfte und die allgegenwärtige Einsamkeit der Frauen, die auf ein Versprechen hofften – wird dabei eindringlich nachgezeichnet.
Die Geschichte wirft nach wie vor Fragen nach den stillen Opfern des Krieges und dem Versagen staatlicher Strukturen auf. Warum blieb das Ausmaß von Landrus Verbrechen so lange im Schatten, und welches Echo hat es heute auf das französische Justizsystem? Die Episode erinnert daran, wie tief Krieg und Verbrechen miteinander verwoben sein können.
By Hendler Dynasty MediaAm 12. April 1919, kurz nach dem Waffenstillstand, wartet ein kahlköpfiger Mann mit rotbraunem Bart vor einem Pariser Schreibwarengeschäft. Der leichte Regen reflektiert das schwache Licht der Laternen, während Marie Lacoste die Visitenkarte prüft, die ihr sofort die ganze Tragödie ankündigt.
In dieser Folge wird der Aufstieg des französischen Serienmörders Henri Désiré Landru beleuchtet, dessen Betrügereien zwischen 1915 und 1919 während des Ersten Weltkriegs Tausende von Marks aus den Ersparnissen alleinstehender Witwen schwemmten. Die Ermittlungen der Sûreté, ausgelöst durch das wachsame Auge von Marie Lacoste, führen durch ein Netz aus falschen Heiratsanzeigen, kargen Nachrichten und einer geheimen Liste von elf namenlosen Opfern. Der soziale Kontext des Krieges – rationierte Güter, erschöpfte Polizeikräfte und die allgegenwärtige Einsamkeit der Frauen, die auf ein Versprechen hofften – wird dabei eindringlich nachgezeichnet.
Die Geschichte wirft nach wie vor Fragen nach den stillen Opfern des Krieges und dem Versagen staatlicher Strukturen auf. Warum blieb das Ausmaß von Landrus Verbrechen so lange im Schatten, und welches Echo hat es heute auf das französische Justizsystem? Die Episode erinnert daran, wie tief Krieg und Verbrechen miteinander verwoben sein können.