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In unserer dritten Episode saßen wir mit Karan Moalim im Podcast-Studio. Im legendären Pferdeturm in Hannover zu spielen, ist etwas ganz Besonderes in der deutschen Eishockeykultur. Für ihn war es einige Jahre lang sein Alltag auf dem Eis.
Karan Moalim, iranischstämmig, in Dortmund geboren und in Hannover aufgewachsen, erzählt von seiner unglaublichen Reise: Wie er zwischen Eisfläche und Forschungslabor seinen Platz fand – und was Eishockey ihm fürs Leben beigebracht hat.
Angefangen hat alles beim öffentlichen Eislauf. Karans Vater hat ihn mit fünf Jahren schon gefragt, ob er Lust hat, Eishockey zu spielen. In der DNL spielte er bei den Starbulls Rosenheim und beendete seine aktive Spielerkarriere bei den Wedemark Scorpions.
Vom Eishockey-Casting „Generation Hockey“ für die DEL bis ins Allstar-Team der Oberliga Nord – und heute Wissenschaftler am renommierten Fraunhofer-Institut.
Perspektive war ein Faktor bei all seinen Stationen. Hinzu kam, dass seinen Eltern das Thema Bildung wichtig war und Karan diese Balance zwischen Sport und Bildung lebt.
Diese Balance zwischen Angriff und Verteidigung im Eishockey, das schnelle Umschalten, hat ihm auch abseits vom Eis oft geholfen.
Mitgeben kann Karan für alle, die Eishockey probieren wollen: Wenn ihr Spaß am Sport habt, traut euch, geht hin, macht mit, es spielt keine Rolle, wo ihr herkommt.
In unserer zweiten Episode haben wir uns mit Marion Vandeweerd Kohl ausgetauscht. Sie ist eine Pionierin und lief als erste Schwarze Spielerin mit afroamerikanischen Wurzeln für die deutsche Fraueneishockey-Nationalmannschaft auf. Marion spricht mit uns über die Herausforderungen mit den Eiszeiten, die Tiernamen der neuen Frauenteams sowie über ihre beiden Brüder, die ebenfalls Eishockey gespielt haben.
Marion Vandeweerd Kohl hat im Alter von 14 Jahren beim GSC Moers ‚The Cats‘ ihre Leidenschaft für das Eishockey entdeckt. Für sie war die Mannschaft oft dafür da, sich fallen lassen zu können. Bereits in jungen Jahren stellte sie sich den Herausforderungen von Diskriminierung und Rassismus – auch während ihrer Zeit in den USA.
Sie repräsentierte Deutschland 1988 in zwei Länderspielen und war Teil der NRW-Auswahl, mit der sie 1985 an einem internationalen Turnier in Kanada teilnahm. Ihre herausragenden Leistungen auf dem Eis wurden 1992 gewürdigt, als sie beim internationalen Frauenturnier in Schwenningen ins All-Star-Team gewählt wurde.
Marion spielte als offensive Verteidigerin und orientierte sich unter anderem an Harold Kreis. Die Mischung aus Schnelligkeit und vermeintlicher Härte hat ihr immer gefallen. Marion trug dabei die Nummer 3, in Anlehnung an den heutigen Nationaltrainer. Ihr Motto: hart, fair und gerecht.
Für Marion bleibt Eishockey immer eine große Familie, ob im Stadion, mit Spielern oder den besten Fans der Welt. Dennoch sollten wir bei allem Erfolg, den der deutsche Eishockey aktuell feiert, alle mitnehmen und die Chancen nutzen.
Für unsere allererste Episode haben wir mit Cyrille Gassa Guetcho im Studio gesprochen. Er ist als Eishockey-Papa durch seinen Sohn Lenny zum Eishockey gekommen. Lenny fand von Anfang an die Möglichkeit des Bodychecks ziemlich cool. Dennoch ist Cyrille der Meinung, dass Eishockey viel wärmer ist, als man denkt.
Lenny spielt bei den Eisbären Berlin und durfte dank „Hockey is Diversity“ bereits namhafte Spieler persönlich kennenlernen, die ihn inspiriert haben. So hat Lenny den Nationalspieler Colin Ugbekilé sowie Jordan Greenway von den Buffalo Sabres aus der NHL getroffen. Lenny überreichte Jordan sogar ein selbstgemaltes Bild während der NHL Global Series zwischen Buffalo und München.
Es ist schön zu sehen, wie Cyrille als Vater mit Leidenschaft seinen Sohn unterstützt und den für ihn neuen Sport umarmt. Behaltet Lenny im Auge; wir werden es auf jeden Fall tun.
Shownotes:
Begleitend zur Eishockey WM 2025, launchen Gerd Stodiek und Martin Hyun den neuen Eishockey Podcast „Hockey Horizons“. In unserer Intro Episode sprechen wir über unsere gemeinsame Geschichte und warum Eishockey ein starker Anker in unserem Leben ist.
Wir möchten einen einzigartigen Blick auf den Eishockeysport bieten – moderiert von zwei Freunden, die mehr verbindet als nur das Eis.
Manche Geschichten beginnen nicht mit einem Puck auf dem Eis, sondern mit einer zufälligen Begegnung. Es war das Jahr 1999, der Ort: das St. Michael’s College in Vermont, USA – bekannt als Heimat von Ben & Jerry’s und Bernie Sanders. Zwei junge Männer, Gerd Stodiek und Martin Hyun, begegneten sich in der Umkleidekabine der Purple Knights, der Eishockeymannschaft des Colleges.
Von Beginn an war klar, dass sie mehr teilten als nur die Leidenschaft für den Sport. Ihre Liebe zur internationalen Musik wurde zum Soundtrack ihrer Freundschaft, die so stark wurde, dass sie für zwei Jahre gemeinsam die World Music Hour im College-Campus-Radio WWPV 92.5 FM „The Mike“ moderierten. Inmitten von Regalen voller CDs und einer knisternden On-Air-Atmosphäre sprachen sie nicht nur über Musik, sondern auch über Kultur, Identität und den Sport, der sie verband.
Die Vision von Hockey Horizons
Hockey Horizons ist mehr als ein Podcast über Eishockey – es ist eine Reise hinter die Kulissen des Sports, eine Erkundung der Geschichten, die das Spiel prägen, und eine Feier der Vielfalt, die das Eishockey bereichert.
Für wen ist dieser Podcast gedacht?
Unser Ziel?
Menschen zu begeistern. Wir möchten Eishockey durch die Augen zweier Weltenbummler präsentieren, die selbst die kulturellen und gesellschaftlichen Dimensionen des Sports erlebt haben.
Was erwartet die Hörer:innen?
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