Es sind nicht mehr viele, die uns aus eigener Erinnerung erzählen können, was damals im Nationalsozialismus geschehen ist. Unvorstellbares Leid, gerade für die Juden in Europa. Denn sie wurden systematisch in den Tod getrieben. Den Holocaust überlebt haben nur wenige. Einer von ihnen ist Abba Naor. Als Jugendlicher war er unter den Nazis vier Jahre in Haft. Seine 5köpfige Familie erlebte den Überfall der Deutschen 1941 auf die Sowjetunion in Litauen. Seine Mutter und sein Bruder kamen in Auschwitz ums Leben. Er selber zählt zu den Überlebenden der berüchtigten Todesmärsche von Dachau. Abba Naor ist immer wieder in unserer Region zu Gast. Er spricht vor Schulklassen, bei Bildungsabenden, er will einfach erzählen, was er erlebt hat. Das Gespräch, das er mit Bernhard Löhlein geführt hatte, stammt aus dem Jahr 2013.