Die Geldfrage

Inflationsschock durch Iran-Krieg?


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Droht der Welt die nächste Energiekrise? Nach dem US-Angriff auf den Iran ist die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Flüssiggas – faktisch geschlossen. Tanker fahren kaum noch durch die Meerenge, weil Versicherer den Schutz für Schiffe ausgesetzt haben. Gleichzeitig hat der Iran eine zentrale LNG-Anlage in Katar getroffen.

Philippa Sigl-Glöckner spricht mit Janek Steitz darüber, was diese Eskalation für die globalen Energiemärkte bedeutet – und wann auch in Deutschland die Preise steigen.

Das Wichtigste:

  • Da die globalen LNG-Märkte kaum Überkapazitäten haben, ist der Gaspreis deutlich empfindlicher: Er stieg in der letzten Woche um etwa 50 Prozent, während der Ölpreis um etwa 20 Prozent zulegte.
  • Besonders betroffen ist Asien, das den Großteil des LNG aus der Golfregion importiert. Jetzt entsteht ein globales Wettbieten um alternative Gaslieferungen.
  • Deutschlands Gasspeicher sind aktuell nur zu 20 Prozent gefüllt. Dass das Gas kurzfristig knapp wird, ist dennoch unwahrscheinlich – nicht zuletzt aufgrund des milden Wetters.
  • Infolge der Energiekrise könnte vieles teurer werden: Je nach Dauer des Krieges droht dem Euro-Raum ein Inflationsschock von bis zu 2 Prozentpunkten.

Zum Nachlesen:

Studie des Dezernat Zukunft „Europe’s Trump Cards

Geldbrief des Dezernat Zukunft „US-Iran-Krieg– Inflationsschock in der EU von 2 Prozentpunkten möglich

Faktenblatt zur Straße von Hormus der IEA

Guardian-Artikel über die Schiffsversicherer

Artikel von History Today „The First Tanker War with Iran

Übersicht Gasspeicher

Die in der Folge erwähnte Schriftliche Anfrage an die Bundesregierung

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Die GeldfrageBy Dezernat Zukunft