Nicht nur in der Türkei versuchen autokratische Präsidenten mittels Verfassungsreferenden, sich ewig an die Macht zu halten und ihre Befugnisse zu erweitern. Dasselbe passierte - mit deutlich weniger internationaler Aufmerksamkeit - im Mai in Burundi. Anfang Juni jedoch erklärte Präsident Nkurunziza urplötzlich, seine Amtszeit ende 2020 und er werde danach den neuen Präsidenten unterstützen. Über die aktuelle politische Krise in Burundi, den Ablauf des Verfassungsreferendums und die Glaubwürdigkeit von Nkurunzizas Ankündigung hat Mattieu Cuisnier für den südnordfunk mit dem Journalisten Antoine Kaburahe gesprochen. Er leitet das regierungskritische Medium IWACU und lebt seit 2015 im Exil.