ERF Gottesdienst

Ja, nein, vielleicht?


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© Brooke Cagle / unsplash.com
Jeden Tag warten sie auf uns. Hinter jeder Ecke lauern sie und wollen von uns in Angriff genommen werden: Entscheidungen. Freunde bitten Sie um einen Gefallen, Ihre Eltern benötigen Hilfe und der Pastor fragt, ob sie jemanden vertreten würden. Man würde gerne zu allem „ja“ sagen, weiß aber gleichzeitig, dass es den Terminkalender sprengen würde. Woher weiß man, wann ein „Ja“ und wann ein „Nein“ dran ist?
 
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Diese Frage hat sich auch Lysa Terkeurst gestellt. Sie leitet die christliche Organisation „Proverbs 31 Ministries“, hat fünf Kinder und jeden Tag zahlreiche Entscheidungen zu treffen. Früher hatte sie bei jedem „Nein“ ein schlechtes Gewissen, weshalb sie bei allem immer zusagte. Das führte dazu, dass sie sich regelmäßig übernahm und Aufgabe um Aufgabe abarbeitete, bis sie ganz ausgelaugt war. Schließlich hat sie gelernt, sich zu hinterfragen: „Für welche Aufgabe bin ich die Richtige?“ In ihrem Buch „Nein ist manchmal das bessere Ja. Weise Entscheidungen treffen“ zeigt sie drei Schritte auf, die helfen, diese Frage für sich immer wieder neu zu beantworten.
 
1. Herausfinden, wann ein „Ja“, dran ist
Bei jeder Entscheidung sollte die Motivation eine zentrale Rolle spielen. Aus welchem Grund würde man einer Aufgabe zusagen? Weil man sich nicht traut, „Nein“ zu sagen, weil man gerade Zeit hat oder weil es einem auf dem Herzen liegt, sich in diesem Bereich einzusetzen? Wenn es sich bei der Motivation nicht um Liebe handelt, sollte man in Erwägung ziehen, sie abzusagen. Denn: Ohne Liebe hat der Einsatz keinen Wert. Es geht also nicht darum, wie oft man „ja“ sagt, sondern aus welchem Beweggrund man es tut.
Es gibt Aufgaben, die man mit Hingabe und Liebe erledigt: Projekte, Aufgaben und Gefallen, die einem am Herzen liegen. Darum lohnt es sich, herauszufinden, wofür das eigene Herz schlägt und sich dafür bewusst Zeit einzuplanen. Insgesamt sollte der Kalender aber nie so voll sein, dass man von Termin zu Termin hetzt. Denn sonst können die kleinen Aufträge, die spontan dazu kommen können, in der Hektik untergehen. Als Lysa Terkeurst zum Beispiel an einem Vormittag unterwegs war, ist ihr eine  Frau auffallen, die gestresst an ihr vorbeigelaufen ist. Und sie hat sofort einen kleinen Impuls in ihrem Inneren wahrgenommen: „Sprich diese Frau an!“ Diese innere Stimme kann man allerdings nur hören, wenn man mental nicht schon beim nächsten Termin ist. Und man geht dem Impuls nur nach, wenn man sein Leben nicht von dem Sekundenzeiger seiner Armbanduhr diktieren lässt.
 
2. Entscheidungen auf einer guten Basis treffen
Welche Maßstäbe legt man an, wenn man in seinem Alltag zwischen zwei Optionen wählen muss? Geht man am Sonntagnachmittag zum Beispiel zum Fußballspiel des Sohnes oder besucht man die kranke Mutter?  Lysa Terkeurst ist Gottes Sichtweise auf Menschen, Beziehungen und Umstände sehr wichtig. Deswegen stellt sich unabhängig von der Situation zunächst diese Fragen: „Habe ich in letzter Zeit in der Bibel gelesen und darüber gebetet? Habe ich das, was ich gelesen habe, in letzter Zeit in meiner Rolle und Aufgabe (zum Beispiel als Mutter oder Tochter) umgesetzt? Habe ich weise Menschen um Rat gefragt, die Genaueres über meine Situation wissen?“
 
Lysa Terkeurst ist Gottes Sichtweise auf Menschen, Beziehungen und Umstände sehr wichtig. Deswegen stellt sich unabhängig von der Situation zunächst diese Fragen: „Habe ich in letzter Zeit in der Bibel gelesen und darüber gebetet?
 
Wer die Fragen drei …
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