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Jesus hat die Schnauze voll


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Jesus – sanft, liebevoll, heilend. So kennen ihn viele. Aber dann gibt es da diesen Moment, der so gar nicht ins Bild passt.

Jerusalem. Mitten in der Stadt: der Tempel. Nicht irgendein Gebäude. Sondern das Zentrum. Für gläubige Juden war der Tempel das Herz ihres Glaubens – so etwas wie der Ort, wo Himmel und Erde sich berühren. 

Im Tempel damals ging’s echt zur Sache: Da wurden Tiere geopfert – Tauben, Schafe, Rinder. Für uns heute kaum nachvollziehbar. Aber das war ihr Weg zu sagen: Ich hab Mist gebaut. Und ich will’s wieder gut machen.
Ein Tier wurde getötet – als Zeichen für die eigene Schuld. Hart, ja. Aber für die Menschen damals ein ehrlicher Versuch, mit Gott ins Reine zu kommen. 

Ein Ort der Begegnung mit Gott. Heilig. Heilsam. Gedacht für Stille, für ehrliche Gespräche mit Gott, für neue Hoffnung. Aber was Jesus sieht, als er dorthin kommt, ist was ganz anderes: Tauben in Käfigen. Schafe werden herumgeführt. Händler, die ihre Tiere zum Verkauf anpreisen. Geldwechsler, die Profit machen wollen. <img data-tf-not-load src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/1f4b8.png" alt="💸" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <img data-tf-not-load src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/1f410.png" alt="🐐" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Der Tempel – dieser besondere, heilige Ort – mutiert zur lauten Markthalle.  <img data-tf-not-load src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/1f624.png" alt="😤" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />


Und Jesus? Rastet aus. Schmeißt Tische um. Treibt die Händler raus.
Kein nettes Gespräch. Kein „Lass uns mal drüber reden.“
Sondern: klare Kante. <img data-tf-not-load src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/270b.png" alt="✋" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />

„Ihr wisst doch, was Gott in der Heiligen Schrift sagt: ›Mein Haus soll ein Ort des Gebets sein‹, ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus!“Matthäus 21,13 

Nicht gerade wertschätzend, oder?

Aber vielleicht doch. Denn seine Wut – die kommt nicht aus Dünnhäutigkeit. Sondern aus Liebe. <img data-tf-not-load src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/1f525.png" alt="🔥" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />
Jesus geht es nicht darum, Menschen kleinzumachen. Sondern darum, das Wesentliche zu bewahren.
Er schützt den Raum, in dem Menschen Gott begegnen sollten – nicht dem Geld. Sein Zorn richtet sich nicht gegen Personen, sondern gegen Strukturen, die den Zugang zu Gott blockieren. 

Wertschätzung heißt manchmal auch: Grenzen ziehen. Dinge beim Namen nennen. Laut werden – wenn das, was zählt, untergeht. Jesus verurteilt nicht die Menschen. Aber er sagt: So nicht. Nicht, wenn durch Gier oder Geschäftemacherei andere daran gehindert werden, Gott zu finden. 

Manchmal ist Liebe eben nicht leise. Jesus hat hingeschaut, wo andere längst weggesehen haben. Und er hat gehandelt. Weil es ihm nicht egal war. 


Vielleicht ist es an der Zeit, selbst mal auf den Tisch zu hauen – liebevoll, aber bestimmt. Weil manches sonst bleibt, wie es ist – obwohl es längst nicht mehr passt.


Bis morgen!

Deine Mandy

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