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Auch in ihrem Ruhestand ist Margot Käßmann immer noch die wohl bekannteste theologische Persönlichkeit der evangelischen Kirche. Nach wie vor gilt sie als meinungsstark und streitbar, obwohl sie sich selbst als harmoniebedürftig beschreibt. In Episode #133 von „jetzt wird’s PERSÖNLICH“ erzählt Margot Käßmann aus ihrem spannenden Leben: vom frühen Stipendium an einem Ostküsten-Internat in den USA über ihr Theologiestudium bis hin zu ihrer Zeit als Bischöfin und dem höchsten Amt der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Nach ihrem Rücktritt stellt sie sich die Frage: Wer bin ich jetzt eigentlich ganz allein, ohne Amt? Aktuell bringt sich die Bestsellerautorin mit ihrem Buch „Warum ich Pazifistin bleibe“ in Debatten ein. „Wir müssen friedensfähig werden, nicht kriegstüchtig“, sagt sie, stellt sich aber auch der Kritik, die ihr Naivität vorwirft. Durch alle Höhen und Tiefen ihres Lebens ist eine Konstante bis heute geblieben: ihr unerschütterliches Gottvertrauen.
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www.margotkaessmann.de
Nach zwei Jahren (siehe Episode #091) wieder bei „jetzt wird’s PERSÖNLICH“ zu Gast: Nico Buschmann, Pfarrer in Köln, Sinnfluencer und progressiver Theologe. Damals sprachen wir über seinen Weg vom Atheisten zum Pfarrer und seine erstaunlichen, postmodernen Erkenntnisse. Mittlerweile hat Nico seine Gedanken in einem Buch festgehalten: „Gott ist anders als du denkst“.
In dieser Episode vertiefen wir Nicos Perspektiven. Was passiert, wenn wir Gott nicht mehr als Person begreifen? Und ist es nicht viel wichtiger, unsere konkreten Erfahrungen, die wir im Leben machen, ernstzunehmen als an (wissenschaftlich oft wenig haltbaren) starren Dogmen festzuhalten? Plötzlich wird Glaube nahbar, für jeden Menschen greifbar und dadurch inklusiv statt ausgrenzend. Sehr persönlich wird Nico, wenn er von der stillen Geburt seines Sohnes berichtet und wie ihn sein Glaube dabei getragen hat.
Ein absolut inspirierendes und tiefgründiges Wiedersehen, das den Horizont erweitert und Mut macht, altbekannte Denkmuster loszulassen – oder zumindest ehrlich zu reflektieren.
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www.instagram.com/einschpunk/
Gofi Müller ist Künstler. Er malt, er schreibt, er musiziert, er talkt. Viele kennen ihn vom Hossa Talk, den sehr erfolgreichen Podcast, in dem er mit Jakob Friedrichs und Marco Michalzik über Gott und die (oft postevangelikale) Welt spricht. Darüber und über Gofis Lebens- und Glaubensreise reden wir ausführlich in Episode #003 von „jetzt wird’s PERSÖNLICH“.
Heute geht es zunächst um „Wut. Liebe. Filmriss.“, Gofis neuen Roman. Obwohl ich die Lektüre wärmstens empfehle, muss man das Werk nicht gelesen haben, um unserem Gespräch gewinnbringend folgen zu können. Es geht um die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, um die Sicht aufs Leben aus unterschiedlichen Perspektiven, um Störgefühle, die ein Roman auslösen kann – und warum das gut und wichtig ist.
Natürlich unterhalten wir uns auch über Hossa Talk und darüber, welche Themen Gofi und die Community zurzeit besonders beschäftigen.
Bonus-Talk 1: Inszenierter Hossa-Streit: Genial oder genial daneben?
https://gofi-mueller.de/
#130 Ute Trentmann
Triggerwarnung: Wir reden über geistliche und seelische traumatische Erfahrungen, die bei Ute in Suizidgedanken, Essstörung, Posttraumatische Belastungsstörung und Depression gemündet haben. Telefonseelsorge: 0800 111 0 111.
„Die meisten Jahre waren schwer, heftig, herausfordernd.“ Das sagt Ute Trentmann, heute Anfang sechzig, über ihr bisheriges Leben. Der Grund dafür: Sie ist lesbisch, merkt aber schon sehr früh, dass ihr christlich-konservatives Umfeld das nicht erlaubt. Sie pilgert von einer Veranstaltung zur nächsten, zu Konversionstherapien, zu frommen Ärzten, zu christlichen Therapieeinrichtungen, um von ihrer Homosexualität loszukommen. Nichts hilft. Düstere Glaubenssätze graben sich tief in ihr Herz: „Ich glaube nicht genug.“ „Ich bin einfach falsch.“ Selbst ihre Bilder, in denen sie als Künstlerin ihren Schmerz und ihre Zerrissenheit zum Ausdruck bringt, werden von Christen als satanisch diffamiert. Es folgt eine jahrzehntelange Malblockade.
Genauso lang unterdrückt Ute ihre sexuelle Orientierung, heiratet sogar einen Mann. Sie wird krank, sitzt einige Jahre im Rollstuhl. Während es in der Ehe kriselt, outet sich Ute und beschließt, sich aus ihrer Opferrolle zu befreien. Sie steht zu ihrer Identität und erkennt auch, dass Gott, dem sie trotz aller negativen Erfahrungen nie den Rücken gekehrt hat, sie so annimmt, wie sie ist.
Mit Ü60 beginnt sie ein neues Leben, schließt sich der queerfreundlichen Kirche UND Marburg an. Heute lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in der Marburger Altstadt. In ihrer Kunst verarbeitet sie auch ihre schlimmen Erfahrungen. Endlich kann und darf heilen, was Menschen ihr angetan haben. Und sie ist dankbar für jeden Kilometer, den sie mit ihrem Hund durch den Wald spazieren oder auf dem Fahrrad zurücklegen kann.
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www.kunst-sucht-liebhaber.de/kuenstler/utetrentmann
Elisabeth Boodes wächst in einem christlich-konservativen Umfeld auf. Sie fühlt sich wohl in ihren Kreisen, entdeckt aber schon früh ihre rebellische Ader. Als ihr klar wird, dass sie sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt, steht sie vor einem Dilemma: Homosexualität gilt in ihrer Kirchengemeinde und darüber hinaus als Sünde – und davon ist sie zu diesem Zeitpunkt selbst überzeugt.
Es beginnt ein jahrelanger innerer Kampf in einem dogmatisch geprägten Umfeld. Durch intensives Bibelstudium setzt sie sich mit fundamentalen Fragen auseinander: Ist Homosexualität wirklich eine Sünde? Was bedeutet Sünde überhaupt? Und wie passt das mit Gottes bedingungsloser Liebe zusammen? Dann der Schock: Durch eine ehemals gute Freundin wird sie ohne ihr Wissen und gegen ihren Willen fremdgeoutet. Elisabeth muss ihre Gemeinde verlassen. Zwei Jahre später erscheint ihr Buch „Gnade ist immer trotzdem“, das für sie zum endgültigen Befreiungsschlag und Wendepunkt wird.
Heute ist Elisabeth glücklich verheiratet. Gemeinsam lebt das Paar eine herzensfrohe Frömmigkeit – auch wenn es bis heute herausfordernd ist, sich offen als lesbische Frauen in Gesellschaft und Kirche zu zeigen. Genau darum ist es so wichtig, dass diese Geschichten erzählt werden!
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Bonus-Talk 1: SV Lippstadt, Rechtsanwältin und Christin, Landeskirche und Freikirche
www.zwischenraum.net
Gespräch mit meiner Ex-Frau. Angela Eickhoff ist ausgebildete Schauspielerin, hat an diversen Theaterhäusern gespielt, war Ensemblemitglied an den Westfälischen Kammerspielen in Paderborn und am Theater Aachen. Heute ist sie selbstständig als „Mentorin für Körpersprache“ und arbeitet überwiegend mit Frauen in Führungspositionen. Deren Feedback auf das Coaching mit Angela ist erstaunlich.
Natürlich reden wir auch über uns, unser Kennenlernen, unseren gemeinsamen Lebensweg, unsere Krise und vor allem darüber, warum es uns heute miteinander gut geht. Das alles in der Hoffnung, den einen oder anderen hilfreichen und inspirierenden Gedanken weiterzugeben zu können.
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Bonus-Talk 1: Das Kind wird groß, Theateranekdoten
www.angelaeickhoff.de
Diesmal bin ich selber dran. Meine Geschichte. Erzählt in meinem Podcast. Schon oft bin ich danach gefragt worden. Jetzt wird’s auch für mich persönlich: Doro Plutte im Gespräch mit ... mir.
Ich erzähle von den ganz frühen Jahren, den Reinhard-Mey- und Manfred-Siebald-Platten, die meine Liebe zu gesungenen Geschichten entfachen. Als Kind einer deutschen Familie und Sohn eines evangelischen Theologen in Österreich bin ich zunächst zwar Außenseiter, habe damit aber kein Problem. Die erste schwere Erschütterung: Der frühe Tod meines Bruders. Er beendet meine kindliche Vorstellung vom Himmel auf Erden.
Das Liedermachen wird zum Beruf, Hochzeit mit Angela. Elf Jahre sind wir zusammen, 2009 kommt unser Sohn zur Welt. Krise, Trennung, Scheidung. Depressive Phasen, die mich heute noch manchmal erwischen. Doch auch Versöhnung, große Dankbarkeit und Momente tiefen Friedens. Durch alle Höhen und Tiefen: mein Glaube, der sich – ähnlich wie bei so vielen meiner Podcast-Gäste – stark gewandelt hat.
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Bonus-Talk 1: Die tiefere Dimension von Fußball
www.ka-eickhoff.net
Wir reden u.a. über diese Lieder:
Was als Gespräch über ihren Beruf beginnt, wird nach und nach ein packender persönlicher Talk über Prägung, Lebensbrüche, Verletzungen und eine tiefe Herzensüberzeugung. Noch nie zuvor hat Doro Plutte öffentlich über ihre Geschichte gesprochen. Heute tut sie es ganz bewusst.
Frommes Elternhaus, glückliche Kindheit und Jugend. Innerhalb ihrer heilen, kirchlich geprägten Welt „darf“ Doro ihre Talente entdecken und sich weiterentwickeln. Sie heiratet jung, wird Volontärin beim Evangeliumsrundfunk und dort schnell zum Shootingstar. Doch die christliche Bilderbuchkarriere nimmt ein abruptes Ende, als sie sich von ihrem Mann trennt.
Heute ist Doro eine erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete Moderatorin, Autorin, Trainerin und Speakerin. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Töchter. Dieses Gespräch ist eine Einladung: Lasst uns gegenseitig unsere Geschichten erzählen – ehrlich, offen und transparent. Auch mit selbstkritischem Blick. Vor allem aber mit einer durch und durch positiven inneren Haltung.
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Bonus-Talk 2: Antenne 1: Totalausfall und peinlichster Versprecher
www.doroplutte.de
Daniel Schneider ist Journalist, Theologe, Buch-, Fernseh- und Radioautor, Sprecher und Moderator. Das Buch „Freischwimmer“, das er mit Torsten Hebel geschrieben hat, hat für großes Aufsehen gesorgt. Rückblickend betrachtet war es geradezu ein Dosenöffner dafür, dass heute in vielen Formaten frei, offen und kritisch über Gott, Glaube und Kirche geredet werden kann.
Viele weitere spannende Bücher folgten. Seit Januar 2026 ist Daniel ARD-Senderbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland. Auf seinem Weg hat sich auch sein Glaube – wie könnte es anders sein – stark verändert. Sein Credo bündelt sich in einem Satz: „Wer Fragen stellt, hat schon eine Menge verstanden!“ In diesem Sinne: spannende Unterhaltung!
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Bonus-Talk 2: Fußball-Deep Talk
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www.instagram.com/schnei.da/
Claudia Stangl arbeitet als psychologische Beraterin. Häufig kommen Menschen zu ihr, die ein religiöses Trauma erlebt haben. Sie weiß, wie schwer es sein kann, sich aus einem gewohnten Glaubenssystem zu lösen, denn sie hat es selbst erlebt. Als sie grundsätzliche Überzeugungen ihrer Kirchengemeinde hinterfragt, erfährt sie Ablehnung und Ausgrenzung, jahrelange Freundschaften zerbrechen.
Wie und was glaubt Claudia heute? Gut möglich, dass ihre Antworten weniger klar ausfallen, als manche es sich wünschen würden. Doch wie wertvoll es sein kann, sich gemeinsam den großen Fragen des Lebens zu stellen, auch wenn wir dabei ins Stocken geraten und um Worte ringen, zeigt dieses offene, vertrauensvolle Gespräch. So empfinde ich es. Wie geht es euch damit? Ich bin gespannt! Herzlich willkommen zu Episode #124 von „jetzt wird’s PERSÖNLICH“!
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Bonus-Talk 1: Reiches Innenleben
www.claudiastangl.de
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www.jetztwirdspersoenlich.net
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