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Seren Gören aus Hamburg hat den Umgang mit Toten zu Ihrem Beruf gemacht. Bereits mit 14 Jahren hat sie ihr erstes Praktikum bei einem Bestatter gemacht. Jetzt hat die heute 30-jährige ihren Meisterbrief in der Tasche und ein eigenes Unternehmen mit dem schönen Namen „Himmelsprojekt“. Warum sie dieser Beruf so sehr fasziniert, welche ungewöhnlichen Wünsche schon an sie herangetragen wurden und weshalb sie sich die Meisterpflicht für ihre Branche wünscht – darum geht es in dieser Folge.
Yonas Kiflezghi leitet seit 2017 den „Helferkreis für Flüchtlinge e.V.“ in München. Rund 800 Flüchtlinge haben er und seine Kollegen schon in ihrer wöchentlichen Sprechstunde beraten. Sie kennen die Hintergründe für viele Vorurteile, die im letzten Wahlkampf zur Stimmungsmache instrumentalisiert wurden und wissen: Kaum jemand wandert in die soziale Hängematte ein. Im Gegenteil: Die allermeisten Menschen wollen arbeiten und tun das auch, obwohl es ihnen schwer gemacht wird. In dieser Folge hören Sie außerdem, warum es für viele Menschen aus Afrika so schwer ist, ihre Identität nachzuweisen – und wie sie und ihre Kinder darunter leiden. Dass viele Flüchtlinge psychisch krank sind, bestätig unser Studiogast. Er spricht über die Ursachen und beschreibt Hürden, die verhindern, dass diesen Menschen wirksam geholfen wird.
Viele Arbeiter wählen die AfD. Der Anteil ist deutlich höher als im Rest der Bevölkerung. Das Paradoxe: Gerade die Menschen mit wenig Geld würden von den Änderungen, die die AfD anstrebt, überhaupt nicht profitieren. Dieses Paradox erklärt der Politikwissenschaftler Tobias Kaphegyi in dieser Folge. Er ist Gewerkschaftssekretär, Politologe und promoviert gerade zu diesem Thema.
Die Hebamme Franziska Junge sieht, welche Auswirkungen das Sozialsystem in Deutschland hat, wenn sie in die Familien reingeht. Ein bisschen was kann sie abfedern, denn im Laufe der Zeit hat sie Einiges über Paartherapie und Kinderpsychologie gelernt und kann im Zweifelsfall auch an geeignete Stellen vermitteln. Aber auch der Kampf um den Krippenplatz ist ein ständig wiederkehrendes Thema in den Familien. Sind Geschwisterkinder da, geht es auch schon mal um das mangelhafte Schulsystem. Ihr Fazit: die Politik gibt viel zu wenig Geld für die Familien aus.
Hier geht’s zum Hebammenprotest.
Zehn Euro netto für einen Hausbesuch – für einen Handwerker ein Witz, für Hebammen ist das Alltag. Unser Studiogast Franziska Junge und ihre Kolleginnen haben sich deshalb zum Hebammenprotest zusammengeschlossen. Sie fordern eine faire Bezahlung und eine sichere Versorgung aller werdenden Familien in Deutschland. Es gibt eine Online-Petition und einen Adventskalender auf Instagram, der die Weihnachtsgeschichte etwas anders erzählt. Mit Playmobilfiguren und sehr heutigen Problemen.
Hier geht’s zur Homepage vom Hebammenprotest
Hier geht’s zur Petition
Den Hebammenprotest mit Adventskalender gibt’s auf Instagram
Der Fachkräftemangel in Deutschland ist in aller Munde. Doch was ist mit den Erwerbslosen, die den Sprung zurück in den Arbeitsmarkt nicht schaffen? Katharina Neureiter gibt einen Einblick in die Herausforderungen von Langzeiterwerbslosen und zeigt, warum das Bild der 'Hängematte' ein falsches Klischee ist. Gemeinsam sprechen wir über Selbsthilfegruppen, die Lücken im System und den harten Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.
Die Fluggäste wollen in den Flieger und sind genervt, weil sie lange warten müssen. Doch alle wollen sicher ans Ziel kommen. Dafür sorgen Sepp Winderl und seine Kolleg:innen. Winderl arbeitet seit mehr als 30 Jahren bei den Sicherheitskontrollen. Als stellvertretender Betriebsratsvorsitzender weiß er genau, unter welchen Bedingungen die Menschen am Flughafen arbeiten und welche Jobs die härtesten sind. In dieser Folge lässt er uns hinter die Kulissen schauen.
Bildung ist ein Menschenrecht. Doch ob Kinder ihre Möglichkeiten entfalten können, hängt allzu oft vom Einkommen der Eltern ab. Auch aus anderen Gründen fallen „schwierige“ Kinder schnell durch alle Raster und haben am Ende keinen Schulabschluss und keine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Dagegen kämpft die Sozialpädagogin Jank Mogk von der Heilpädagogischen Tagesstätte Neuperlach. Sie und ihr Team fangen die sechs- bis vierzehnjährigen Kinder auf, die in der Schule überhaupt nicht klarkommen und helfen ihnen auf ihrem Weg zu einem Platz in dieser Gesellschaft. Unser Gemeinwesen profitiert davon über alle Maßen.
Die Landesregierung plant ein eigenes bayerisches Ladenschlussgesetz.
Jugendliche sind für Erwachsene oft unerreichbar. Sie schließen sich in ihr Zimmer ein und kommen nur zum Essen und zum Schulbesuch raus. Ansonsten ist zocken oder chillen angesagt. „Wie sollen die im Leben und in der Arbeitswelt zurechtkommen?“ denken sich besorgte Eltern. Dabei machen die Kids die gleichen Dinge wie vorhergehende Generationen. Nur anders. Das sagt Dominik Schrepfer, Diözesansekretär der CAJ (Christliche Arbeiter Jugend) Bamberg. Und doch stellt er fest: Diese Generation kann es schwerer haben, einige wichtige Kompetenzen für die Arbeitswelt zu erwerben. Verbände wie die CAJ bieten Unterstützung.
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