Kiezmenschen

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Kiezmenschen episodes

  • Stephanie Lingard - The Voice Kandidatin vom Kiez
    Ich bin echt eine toughe Alte, aber mir liefen die Tränchen runter.

    Fast drei Jahre lang hatte sie keinen Ton herausgebracht. Nach dem Tod ihrer Mutter konnte sie nicht mehr singen. Dann lief „Fallin‘“ von Alicia Keys bei ihrer Arbeit auf dem Kiez. Stephanie Joan Lingard (43) schrubbte gerade Füße im Nagelstudio und sang einfach mit. Und auf einmal war ihre Stimme wieder da. Heute hat es die singende Fußpflegerin und Kiezsängerin auf die Bühne von The Voice of Germany geschafft. Bis dahin war es ein langer Weg, der mit einem Versprechen an ihre schwerkranke Mutter begann.

    Stephie berichtet von der Erkrankung ihrer Mutter und dem Versprechen, dass sie ihr gab. Von ihrer Arbeit als Fußpflegerin auf dem Kiez, Kunden, die „Fußmüll“ kaufen wollten und den Schicksalen der Prostituierten, die sie belasteten. Die Kiezsängerin spricht über The Voice of Germany. Was hinter den Kulissen passiert, wie Michi und Smudo als Coaches waren und was unter den Kandidaten abging. Und sie gibt im Podcast eine beeindruckende Kostprobe ihres Könnens.

    56 min
  • Niko Albers - Wilde Zeiten als DJ in den 90ern
    Erste Regel des Chefs: ‚Hier macht kein DJ nüchtern Musik.‘

    Die jungen Männer tragen Säbel, Baseballschläger und Stangen. Vor dem „Network Café“ stehen sie dicht an dicht auf dem Hans-Albers-Platz. Drinnen sitzen die Gäste fest. Auch Niko Albers (55) kommt nicht mehr raus. Eine halbe Stunde zuvor hatten die Türsteher eine Gruppe junger Männer abgewiesen. Jetzt sind sie wieder da. Und sie sind nicht allein. Niko Albers hat viele Nächte auf dem Kiez erlebt. Als DJ im „Network Café“ und „Skyy“ sah er, wie der ganze Laden zerlegt wurde, bekam Schnaps als Arbeitsanweisung und musste vor allem eins sein: kräftig.

    Im Podcast erzählt Niko, wie er damals DJ wurde, welch entscheidende Rolle seine Oma dabei spielte und warum im „Network Café“ kein DJ nüchtern auflegen durfte. Er berichtet von Nächten, in denen der Laden auseinanderflog. Von Massenschlägereien und der Nacht, in der eine Horde junger Männer mit Säbeln und Knüppeln vor der Tür stand. Niko spricht über flüchtige Bekanntschaften, eine unvergessliche Begegnung im Hinterhof, und seine Rückkehr ans DJ-Pult.

    1 hr 2 min
  • Vanity Trash - Drag Queen und Party-Biest
    Die Dragqueen mit der großen Klappe

    Vanity Trash ist schrill, bunt und laut. Hinter der Dragqueen mit der großen Klappe, den prallen Hüften und 250 Fummeln im Schrank steckt Kevin Wick (48). Seit fast 20 Jahren verwandelt er sich regelmäßig in die „Kiez-Wuchtbrumme“, tritt auf Bühnen auf und führt Touristen als KultKieztour-Guide über den Kiez.

    Vanity erzählt von ihren ersten unbeholfenen Auftritten in Minirock und Pfennigabsätzen. Sie spricht über Sexkinos, ihre Zeit als „kleiner Homolord“ auf dem Kiez und darüber, wie aus einer großen Klappe eine erfolgreiche Bühnenkarriere wurde.
    Doch hinter dem lauten Auftreten steckt auch eine bewegende Geschichte: Vanity berichtet von ihrer Krebserkrankung, der schweren Zeit während der Chemotherapie und homophoben Anfeindungen.
    „Kiezmenschen“ wird von KultKieztouren.de unterstützt – dem wahrscheinlich bekanntesten Anbieter von Führungen über die Hamburger Reeperbahn. Zusammen erzählen wir die Geschichten der Menschen, die St. Pauli ausmachen, aber in der Öffentlichkeit oft zu kurz kommen.
    Viele der KultKieztouren-Guides waren als „Kiezmenschen“ selbst schon im Podcast zu Gast (u. a. Veuve Noire, Fabian Zahrt, Olli Zeriadtke u.v.m.). Die ganze Liste unter: www.kult-kieztouren.de/kiezmenschen

    1 hr 7 min
  • Hubert „Hubi" Neubacher - vom Kellner zum Barkassen-Chef
    Der Aussenminister des Hafens.

    Zwischen Brücke 1 und Brücke 10 kennt ihn jeder, den „Hubi“, der seine ersten Einsätze als Kellner bei Barkassen-Meyer hatte. Heute ist Hubert Neubacher (54) Chef der traditionsreichen Reederei, Geschäftsführer der Abicht Elbreederei und für viele so etwas wie der Außenminister der Branche. Einer, der Leute zusammenbringt, gefragt wird, wenn es um Barkassen geht und Kunst, Kultur und Stars wie Robbie Williams und Tina Turner in den Hafen holt.

    Hubi berichtet von seinem Weg aus den österreichischen Bergen nach Hamburg. Von seiner Freiheit in der großen Stadt, seinem unfreiwilligen Coming-out und dem Tag, an dem er plötzlich Chef von Barkassen-Meyer wurde. Er spricht über die Fusion mit der Konkurrenz Anfang des Jahres und über seine Begegnungen mit Promis und Stars. Und er verrät, wie der Hafen tickt, warum die Landungsbrücken die „Püppi“-Seite genannt werden und welche Plätze er im Hafen am liebsten hat.

    1 hr 3 min
  • Michael Ehnert (58) ist Schauspieler, Polizistensohn und neuerdings auch Autor.
    In seinem Roman erzählt er von der kleinen, dreckigen Schwester der Davidwache

    Die Wache 15 auf dem Kiez kennt jeder. Klar: die Davidwache. Mythos, Filmkulisse, Hamburg-Symbol. Doch die 16 an der Budapester Straße? Die kennt heute kaum noch einer. Dabei sei sie früher für die „besonders harten Fälle“ zuständig gewesen, sagt Michael Ehnert (58). Der Hamburger Schauspieler hat ein Buch über „die kleine, dreckige Schwester der Davidwache“ geschrieben. In „Hamburg, Wache 16“ erzählt er vom Kiez der 70er-Jahre. Von Gewalt, Rotlichtmilieu, Hells Angels, Trinkerkneipen und den Menschen, die dort Dienst taten. Zugleich ist es eine sehr persönliche Geschichte. Die seiner Familie.

    Der Schauspieler und Autor berichtet von seiner Kindheit in Mümmelmannsberg. Eine heile Welt, die schwer ins Wanken geriet, als seine Mutter ihr Coming-out hatte. Von seinem Vater, dem Polizisten an der Wache 16. Von brenzligen Einsätzen, Prostituierten „mit breitgeschlagenen Gesichtern“ und halbseidener Ganovenromantik. Von seiner Zeit als Punk auf St. Pauli und von seinem Weg vom Schulabbrecher zum Schauspieler.

    1 hr 5 min
  • Petra Roitsch (50) aka Panik Petra
    Hebamme der Panik City

    Auf dem Kiez ist sie bekannt als Panik-Petra, die Frau mit den pinken Haaren und den Nerven aus Stahl. Udo Lindenberg taufte sie einst die „Hebamme der Panik City“. Jahrelang war Petra Roitsch (50) Betriebsleiterin seines Multimedia-Museums im Klubhaus St. Pauli an der Reeperbahn. Als Teil seiner „Panik-Familie“ lebte sie zwischen genialen Geistesblitzen, spontanen Aktionen und Nachrichten, die der Panikrocker gerne mal nachts um 3 Uhr verschickte, wenn er zu „Hochtouren“ auflief.

    Panik-Petra berichtet von ihrem ersten Treffen mit Udo und dem Moment, als er die Brille abnahm. Von seiner besonderen Art, seinem Perfektionismus und den nächtlichen Nachrichten. Sie spricht über schöne und skurrile Situationen mit dem Panikrocker und seinen Fans und warum eine Dame einmal zusammenbrach, nachdem sie mit Udo in der Panik City auf Rundgang war.

    1 hr 3 min
  • Ricarda Belmar - Die Apartmentqueen von St.Pauli
    In ihren Ferienwohnungen beherbergt sie die skurrilsten Gäste.

    Ricarda Belmar ist Gastgeberin, Hausmeisterin, Psychologin und manchmal auch Tatortreinigerin. Auf dem Kiez kauft sie alte Bordelle, baut sie zu Ferienwohnungen um und sammelt nebenbei Social-Media-Material für die skurrilsten Stories über „Dinkel-Dörte“ und „Hafer-Hans“, zurückgelassene Drogen, verwüstete Wohnungen und Gäste, die mit Chauffeur vorfahren. „Das ist hier ein Mikrokosmus. Eine Welt, in der es ganz schön irre zugeht“, sagt die 35-Jährige und grinst.

    Die Herbergsmutter berichtet, warum der Kiez für sie eine Kindheitserinnerung ist, wie sie anfangs mit viel Elan und wenig Ahnung anfing und dabei erst mal „die halbe Reeperbahn“ unter Wasser setzte. Sie erzählt vom schlimmsten Partyvolk, von der Spezies, die sie am wenigsten erträgt, von skurrilsten Fundstücken wie einem Huhn, welche Aufgabe sie auf keinen Fall mehr erledigt. Und von ihrem großen Traum.

    1 hr 19 min
  • Thomas Stutzki - Gastgeber vom Dollhouse und Hooters
    Ich sortiere die Gäste nach Gefühl. Das ist wie Tetris mit Menschen

    Wenn Thomas Stutzki (59) von früher erzählt, klingt es wie zwei Leben. Das eine spielt zwischen Börsentelefonen, Millionenbeträgen und schlaflosen Nächten im Anzug. Das andere zwischen Prominenten, Skandalen und durchfeierten Nächten im Tabledance-Club. Vor 28 Jahren wurde der heutige Kiez-Gastronom das Gesicht des „Dollhouses“ an der Großen Freiheit - dabei war er eigentlich Börsenmakler.

    Thomas Stutzki berichtet von Standleitungen zur Börse in Chicago und New York, von Hundertmillionen und Entscheidungen im Sekundentakt. Was das mit ihm gemacht hat und wie er danach ausgerechnet im „Dollhouse“ an der Großen Freiheit landete. Er erzählt von der harten Anfangszeit und dem Moment, in dem die Lawine losbrach.
    Der 59-Jährige spricht über lange Nächte, Partys mit Prominenten wie Eminem und über einen internationalen Star, der für einen handfesten Skandal sorgte. Thomas Stutzki berichtet von den Jahren danach, als er auf einmal Theaterdirektor wurde und von seinem Leben als Gastronom und Chef des „Hooters“, das momentan wegen einer Brandstiftung geschlossen ist.

    1 hr 19 min
  • Susanne Fink-Knodel (62) - Nachbarschaftsheim St Pauli
    Ich kann nicht wegsehen, wenn ich die Not her sehe.

    An Weihnachten trifft es sie am härtesten. Kein funkelnder Baum, kein Duft von Festessen, keine liebevoll verpackten Geschenke. Niemand, der am Esstisch Platz nehmen wird – wie die meisten Tage im Jahr. Nur die Stimmen aus dem Radio durchbrechen die Stille. Susanne Fink-Knodel (62) weiß, wie schmerzhaft das Fest für viele ihrer Senioren ist. Als Leiterin des Nachbarschaftsheims St. Pauli an der Silbersackstraße erlebt sie ihre Not jeden Tag. Für manche Kiezianer ist der Treffpunkt mehr Zuhause als die eigenen vier Wände und der einzige soziale Halt, der ihnen nach einem bunten Leben auf St. Pauli geblieben ist.

    Die Leiterin des Nachbarschaftsheims berichtet von ehemaligen Sexarbeiterinnen, Wirtschaftern, Barbesitzern und Kellnern. Von Armut, Erkrankungen und fehlenden Hilfsangeboten. Von bunten Nachmittagen mit Brettspielen, lautem Lachen und manchmal auch mit mächtig Zoff. Susanne erzählt von schweren Schicksalen, der Einsamkeit, dem demenzkranken Mann, dessen Leben ein tragisches Ende nahm und dem unermüdlichen Engagement ihres Teams.

    1 hr 12 min

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Von Rotlicht bis Blaulicht, von Glamour bis Gosse – jede Woche trifft die MOPO Menschen, die den Hamburger Kiez prägen. Sie nehmen uns mit in ihre Welt, plaudern offen über Persönliches und legendäre…

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