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Kirche wächst trotz Verfolgung


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© Habeshaw / unsplash.com
 
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Christen in der gesamten Welt leiden und werden wegen ihres Glaubens verfolgt. Das wird nicht weniger, sondern die Lage spitzt sich für viele Christen immer weiter zu. Das macht es zu einem Thema, über das mehr gesprochen werden muss. Im Tagungs- und Freizeitzentrum Schönblick in Schwäbisch Gmünd wurde das in der vergangenen Woche getan. Dort hat ein Kongress zum Thema weltweite Christenverfolgung stattgefunden.
Dazu kamen Vertreter verschiedenster Organisationen zusammen. Die Besucher konnten sich an deren Ständen über die Hilfsprojekte informieren und ins Gespräch kommen. Mitveranstalter war die evangelische Nachrichtenagentur idea. Zu den knapp 30 Kooperationspartnern zählten neben ERF Medien auch Open Doors, die Evangelische Karmelmission, der Barnabasfund, die Hilfsaktion Märtyrerkirche, die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte. Die Vielzahl der Organisationen macht sichtbar: Die verfolgten Christen sind nicht alleine oder vergessen. Da sind viele Menschen, die sich für sie einsetzen, um praktische, humanitäre Hilfe zu leisten, um für ihre Rechte einzutreten und um – ganz wichtig – auf ihre Situation aufmerksam zu machen.
Die verfolgten Christen sind nicht alleine oder vergessen. Da sind viele Menschen, die sich für sie einsetzen, um praktische, humanitäre Hilfe zu leisten, um für ihre Rechte einzutreten und um – ganz wichtig – auf ihre Situation aufmerksam zu machen.
 
Internationale Redner berichten über Christenverfolgung in ihren Ländern
Auf dem Kongress gab es nicht nur Infostände. Auch zahlreiche Pastoren und Kirchenleiter aus den verschiedensten Ländern konnten nach Schwäbisch Gmünd anreisen, beispielsweise aus dem Irak, Indien, Nigeria, Syrien, aus der Türkei und sogar aus China. Sie haben allgemein über den Stand der Christen im Land und speziell über die Situation ihrer Gemeinden berichtet. Eine Menschenrechtsaktivistin hat über ihren Kampf für die Rechte der Christen in Pakistan berichtet.
In Pakistan ist die Lage für Christen und andere religiöse Minderheiten besonders dramatisch, denn dort gilt ein sehr strenges Blasphemie-Gesetz. Das heißt, selbst wenn jemand nur unter Verdacht steht, etwas Kritisches gegen den Islam oder den Koran gesagt zu haben, kann das schon Gefängnis- und Todesstrafe bedeuten. Am weltweit bekannt gewordenen Fall von Asia Bibi ist das Ausmaß des Blasphemie-Gesetzes exemplarisch deutlich geworden. Das sei aber kein Einzelfall, berichtete die Anwältin.
 
Signale der deutschen Politik
Auch Vertreter aus der deutschen Politik waren mit dabei. Der CDU-Politiker Volker Kauder hat einen der Eröffnungsvorträge gehalten. Auch der Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel, stand direkt zum Auftakt des Kongresses am Rednerpult. Als dritter politischer Vertreter war der Beauftragte der Evangelischen Allianz am Bundestag, Uwe Heimowski, anwesend. Sie alle machten deutlich, dass sie die Verantwortung der deutschen Politik hinsichtlich religiös verfolgter Gruppen wahrnehmen und das Thema im Bundestag verstärkt voran bringen wollen. Ein Schritt auf politischer Ebene wurde schon während des Kongresses gemacht: Alle Teilnehmer waren dazu aufgefordert, eine Resolution zu unterschreiben. Diese fordert, dass zum Christentum konvertierte Muslime nicht in ihre Heimatländer abgeschoben werden dürfen, wenn ihnen dort die Todesstrafe oder ernsthafte Verfolgung droht.
 
Ein Herz für den Iran
Mir selbst ist besonders der Vortrag von Dr. Mike Ansari in Erinnerung geblieben. Er ist der …
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