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ShowNotes
Es ist schon wieder ein paar Jahre her, als ich von einem Mann einen Anruf erhielt. Dieser Anruf war ein Hilfeschrei und kam von dem CEO eines Unternehmens. Was er mir sagte kann ich gut unter der Überschrift zusammenfassen: Wir haben einen Change, der ordentlich in die Hose gegangen ist.
„Irgendwas läuft hier in unserem Unternehmen nicht richtig und wir wissen aber nicht, was“, hörte ich meinen Gesprächspartner sagen, der mir auch direkt zu verstehen gab, dass er das Gefühl habe, eine Zeitbombe würde gerade in seiner Firma ticken.
Ohne jetzt zu viel über das Unternehmen verraten zu wollen, aber es handelte sich hier um einen Giganten in der Weltwirtschaft und ich unterhielt mich in diesem Moment mit dem Geschäftsführer einer ausländischen Vertriebsgesellschaft dieses Konzerns. Dieser Mann war einer der TOP 30 Manager innerhalb des Konzerns und hatte eine sehr beeindruckende Karriere gemacht, wie ich später feststellen durfte.
Natürlich ist es auch eine Frage des Budgets, doch kann ich aus Erfahrung sagen, dass es noch viel teurer werden kann, wenn das sprichwörtliche Kind erst einmal in den Brunnen gefallen ist.
In dem Gespräch, was zwischen dem CEO, seiner Personalchefin und mir stattfand, hörte ich mir die Unternehmensgeschichte der letzten drei Jahre an. Kurz gesagt ging es um Folgendes:
Dann kam die Konzernentscheidung, dass alle Marken zentral an einem Ort sein sollen, das hieß, alle Mitarbeiter sollten in einem Verwaltungsgebäude arbeiten. Für die Konzernspitze lag es nahe und wurde so entschieden, dass relativ neue Gebäude der Marke A zu nutzen. Was in meinen Augen zu einer Katastrophe führen musste. Ursprüngliche Wettbewerber auf dem Markt sollten plötzlich alle in ein und demselben Gebäude arbeiten. Gleiches galt für das Management. Die TOP Manager der einzelnen Marken sollten jetzt zusammenarbeiten, obwohl sie sich jahrelang als Wettbewerber in diesem Markt bekämpft hatten.
Sie können sich sicherlich vorstellen, dass das zur Katastrophe führen musste. Insbesondere, weil der Konzernspitze nicht klar war, dass ein solches Vorhaben mit sehr großem Fingerspitzengefühl hätte eingeleitet werden müssen, anstatt per Befehl des Oberbosses kurzfristigst erledigt sein sollte.
Dieses überstürzte Handeln führte verständlicherweise zu einer kompletten Überlastung der Arbeitsplatzkapazitäten und dem Bild, was ich ja bei meinem ersten Rundgang gesehen hatte: viel zu viele Mitarbeiter in einem Raum, ein tagtäglicher Konkurrenzkampf in jedem Büro, auf jeder Etage, in jedem Flur, in jedem Pausenraum, bei jedem Kantinenaufenthalt und auf dem Firmenparkplatz. Immerhin waren hier die »Erzfeinde« alle unter einem Dach eingepfercht.
Nach einer ausführlichen Systemdiagnose stellte ich fest, dass neben diesen ganzen Stressfaktoren unter anderem ein extremer Vertrauensverlust gegenüber dem Management entstanden war. Und fehlendes Vertrauen kostet ein Unternehmen Unmengen an Geld.
Der CEO tat das in dieser Situation einzig Richtige: er war nicht zu Stolz, sondern holte sich jemanden ins Haus, der aufgrund seines Blicks von außen die Situation ohne Betriebsblindheit und mit der nötigen Neutralität analysieren und Maßnahmen empfehlen und begleiten konnte.
Wenn Sie als Manager, als Top-Führungskraft, Geschäftsführer oder Vorstand das Gefühl haben oder sogar anhand Ihrer KPIs de facto erkennen können, dass irgendwas in Ihrem Unternehmen oder in Ihrem Verantwortungsbereich nicht so läuft, wie es sein sollte, dann zögern Sie nicht lange. Holen Sie sich einen Organisationsentwickler, einen Berater ins Haus, der auf Organisationsentwicklung spezialisiert ist. Seien Sie bitte nicht zu stolz oder auch zu feige, diesen Schritt zu gehen. Denn oft ist es wirklich so, dass nur ein externer Blick auf die Dinge – insbesondere mit psychologischen Kenntnissen – die blinden Flecken im Unternehmen identifizieren kann. Nur dann können Sie als Verantwortlicher entscheiden, was anschließend passieren soll.
Mancher TOP Manager sitzt momentan genau aus diesem Grund ein paar Jahre im Gefängnis, oder in Untersuchungshaft.
Bleiben Sie fokussiert!
By Thomas Krings, der Game Changer. Ich unterstütze Sie dabei Ihre täglichen Aufgaben als Führungskraft wirksamer und damit erfolgreicher zu gestalten.Links
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„Irgendwas läuft hier in unserem Unternehmen nicht richtig und wir wissen aber nicht, was“, hörte ich meinen Gesprächspartner sagen, der mir auch direkt zu verstehen gab, dass er das Gefühl habe, eine Zeitbombe würde gerade in seiner Firma ticken.
Ohne jetzt zu viel über das Unternehmen verraten zu wollen, aber es handelte sich hier um einen Giganten in der Weltwirtschaft und ich unterhielt mich in diesem Moment mit dem Geschäftsführer einer ausländischen Vertriebsgesellschaft dieses Konzerns. Dieser Mann war einer der TOP 30 Manager innerhalb des Konzerns und hatte eine sehr beeindruckende Karriere gemacht, wie ich später feststellen durfte.
Natürlich ist es auch eine Frage des Budgets, doch kann ich aus Erfahrung sagen, dass es noch viel teurer werden kann, wenn das sprichwörtliche Kind erst einmal in den Brunnen gefallen ist.
In dem Gespräch, was zwischen dem CEO, seiner Personalchefin und mir stattfand, hörte ich mir die Unternehmensgeschichte der letzten drei Jahre an. Kurz gesagt ging es um Folgendes:
Dann kam die Konzernentscheidung, dass alle Marken zentral an einem Ort sein sollen, das hieß, alle Mitarbeiter sollten in einem Verwaltungsgebäude arbeiten. Für die Konzernspitze lag es nahe und wurde so entschieden, dass relativ neue Gebäude der Marke A zu nutzen. Was in meinen Augen zu einer Katastrophe führen musste. Ursprüngliche Wettbewerber auf dem Markt sollten plötzlich alle in ein und demselben Gebäude arbeiten. Gleiches galt für das Management. Die TOP Manager der einzelnen Marken sollten jetzt zusammenarbeiten, obwohl sie sich jahrelang als Wettbewerber in diesem Markt bekämpft hatten.
Sie können sich sicherlich vorstellen, dass das zur Katastrophe führen musste. Insbesondere, weil der Konzernspitze nicht klar war, dass ein solches Vorhaben mit sehr großem Fingerspitzengefühl hätte eingeleitet werden müssen, anstatt per Befehl des Oberbosses kurzfristigst erledigt sein sollte.
Dieses überstürzte Handeln führte verständlicherweise zu einer kompletten Überlastung der Arbeitsplatzkapazitäten und dem Bild, was ich ja bei meinem ersten Rundgang gesehen hatte: viel zu viele Mitarbeiter in einem Raum, ein tagtäglicher Konkurrenzkampf in jedem Büro, auf jeder Etage, in jedem Flur, in jedem Pausenraum, bei jedem Kantinenaufenthalt und auf dem Firmenparkplatz. Immerhin waren hier die »Erzfeinde« alle unter einem Dach eingepfercht.
Nach einer ausführlichen Systemdiagnose stellte ich fest, dass neben diesen ganzen Stressfaktoren unter anderem ein extremer Vertrauensverlust gegenüber dem Management entstanden war. Und fehlendes Vertrauen kostet ein Unternehmen Unmengen an Geld.
Der CEO tat das in dieser Situation einzig Richtige: er war nicht zu Stolz, sondern holte sich jemanden ins Haus, der aufgrund seines Blicks von außen die Situation ohne Betriebsblindheit und mit der nötigen Neutralität analysieren und Maßnahmen empfehlen und begleiten konnte.
Wenn Sie als Manager, als Top-Führungskraft, Geschäftsführer oder Vorstand das Gefühl haben oder sogar anhand Ihrer KPIs de facto erkennen können, dass irgendwas in Ihrem Unternehmen oder in Ihrem Verantwortungsbereich nicht so läuft, wie es sein sollte, dann zögern Sie nicht lange. Holen Sie sich einen Organisationsentwickler, einen Berater ins Haus, der auf Organisationsentwicklung spezialisiert ist. Seien Sie bitte nicht zu stolz oder auch zu feige, diesen Schritt zu gehen. Denn oft ist es wirklich so, dass nur ein externer Blick auf die Dinge – insbesondere mit psychologischen Kenntnissen – die blinden Flecken im Unternehmen identifizieren kann. Nur dann können Sie als Verantwortlicher entscheiden, was anschließend passieren soll.
Mancher TOP Manager sitzt momentan genau aus diesem Grund ein paar Jahre im Gefängnis, oder in Untersuchungshaft.
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