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Tradition, Regionalität und Qualität: Dafür steht das Möwe Teigwarenwerk aus Waren (Müritz). Das Unternehmen produziert seit mehr als 70 Jahren Nudeln für Großkunden, den Einzelhandel und die weiterverarbeitende Industrie.
Seit 2023 führt Mirko Bröcker als Geschäftsführer und Eigentümer die Möwe Teigwarenwerk GmbH. Der Rostocker spricht im Podcast „Made in MV“ über seinen beruflichen Werdegang, darunter seine Zeit bei Spreadshirt, seine Erfahrungen in den USA und die Unternehmensnachfolge beim Nudelhersteller.
Doch wie führt man eine Traditionsmarke in die Zukunft? Bröcker treibt die Modernisierung des Unternehmens voran. Von der Weiterentwicklung der Marke bis zur Optimierung von Produktion und Verpackung – der Unternehmer steht vor der Herausforderung, Bewährtes zu erhalten und gleichzeitig neue Wege zu gehen. Sein Ziel ist es, Möwe stärker im Einzelhandel zu etablieren und jüngere Zielgruppen zu begeistern.
Zudem nimmt Bröcker auch seine regionale Verantwortung wahr und engagiert sich mit Möwe im Sportsponsoring, darunter für die Rostock Seawolves und die Eisbären Berlin. Wo steht Möwe in 10 Jahren? Bröcker: „Da werde ich 60 Jahre alt sein, meinen Nachfolger einarbeiten und diesem ein ordentlich geführtes, modernes Unternehmen übergeben, dessen Marke weit bekannt ist und eine gewisse Position im Handel hat.“
Mehr Informationen zu Möwe Teigwaren unter: www.moewe-teigwaren.de
Eine Bratwurst kann mehr sein als das, was auf dem Grill landet: Sie kann eine Geschichte von Menschen, Handwerk und einer ganzen Region erzählen. Genau diese Geschichte steckt hinter „Die Rostocker“. Im Podcast „Made in MV“ spricht der Geschäftsführer der Wurst- und Schinkenspezialitäten GmbH Tobias Blömer über ein Unternehmen, das tief in Mecklenburg-Vorpommern verwurzelt ist und dennoch weit über die Landesgrenzen hinaus verkauft.
„Die ROSTOCKER“ sind aus einer langen Tradition des Vieh- und Fleischhandels in der Hansestadt entstanden. Seit der Übernahme des Unternehmens 2006 hat Blömer gemeinsam mit seinem Team die Marke neu aufgebaut. Heute arbeiten rund 200 Menschen am Standort in Rostock-Hinrichsdorf. Dabei versteht sich das Unternehmen bewusst als größerer Handwerksbetrieb und nicht als anonymer Großkonzern.
Regionalität ist dabei mehr als ein Marketingversprechen. Der überwiegende Teil des Fleisches kommt aus Norddeutschland, viele Lieferanten kennt die Unternehmensgruppe seit Jahrzehnten. Die Herkunft lässt sich bis zum einzelnen Landwirt zurückverfolgen. Gleichzeitig setzt Blömer auf langfristige Partnerschaften und möglichst kurze, nachvollziehbare Lieferketten.
Nachhaltigkeit bedeutet für Blömer einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen. Dazu gehört, ein Tier möglichst vollständig zu verwerten und lieber weniger, dafür bewusster zu konsumieren, möglichst von Produzenten aus der eigenen Region.
Dass dieses regionale Denken funktioniert, zeigt sich auch außerhalb des Supermarktregals: Die Rostocker beliefern Reedereien und Kunden im Ausland, engagieren sich für Sportvereine und unterstützen soziale Projekte. Für Blömer gehört all das zusammen: „Wer in einer Region wirtschaftet, trägt auch Verantwortung für sie“, sagt der Geschäftsführer.
Sein Wunsch an die Verbraucher ist deshalb klar: Nicht immer nur nach dem letzten Cent entscheiden, sondern bewusst Produkte aus der eigenen Region kaufen. Denn regionale Wertschöpfung schafft Arbeitsplätze, stärkt Unternehmen und sorgt dafür, dass ein Stück Mecklenburg-Vorpommern auch in Zukunft erhalten bleibt.
Er gehört zu den erfolgreichsten und prägnantesten Unternehmergesichtern in Mecklenburg-Vorpommern: Friedemann Kunz. Der Gründer und Inhaber von ScanHaus Marlow blickt im Podcast „Made in MV“ auf vier Generationen Familiengeschichte zurück. Der gebürtige Schwede erzählt von den unternehmerischen Anfängen seiner Vorfahren in Marlow, der Enteignung des Familienbetriebes in der DDR und der Neugründung von ScanHaus nach der Wende.
Kunz kaufte 1992 das ehemalige Familienwerk in Marlow zurück und entwickelte aus einem defizitären Betrieb ein erfolgreiches Unternehmen für Fertigteilhäuser. Im Gespräch berichtet er, welche Prinzipien ihn dabei geleitet haben und warum Verlässlichkeit für ihn bis heute eine zentrale Rolle spielt. Dazu gehört auch das Versprechen „Erst bauen, dann zahlen“, mit dem ScanHaus seinen Kundinnen und Kunden seit mehr als 30 Jahren zusätzliche Sicherheit beim Hausbau bietet.
Kunz spricht außerdem über die schwierige Lage der privaten Bauwirtschaft, politische Rahmenbedingungen und die Zukunft seines Unternehmens. Er erklärt, warum ScanHaus gerade jetzt investiert und welche Rolle dabei neue Musterhäuser, Produktentwicklung und das „ScanHaus Wohnversprechen“ spielen.
Zum Abschluss gibt Friedemann Kunz persönliche Einblicke und erklärt, warum er sein Vermögen in die Hände einer Familienstiftung gegeben hat. „Dabei geht es auch um meine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden und der Region“, betont der 70-Jährige.
Mehr Informationen zu ScanHaus Marlow unter: www.scanhaus.de
Das ScanHaus Wohnversprechen findet ihr unter: www.scanhaus.de/ihre-vorteile/das-scanhaus-wohnversprechen
Wie gestalten wir die Arbeitswelt von heute und morgen? Antworten darauf gibt Mark Bosold in Folge 132 des Podcasts „Made in MV“. Im Gespräch mit Host Oliver Kramer spricht der gebürtige Neubrandenburger über seinen beruflichen Weg, seine mehrmonatige Familien-Auszeit in Asien und Neuseeland – und über die Gründung des Rostocker Start-ups pxtra.
Bosold studierte Wirtschaftsinformatik in Berlin und arbeitete zunächst bei IBM, später in der Berliner Start-up-Szene rund um Datenanalyse, digitales Marketing und skalierbare Geschäftsmodelle. Besonders prägend war für ihn die Zusammenarbeit mit datengetriebenen Unternehmen und Unicorns wie Raisin. Nach mehreren Jahren als Berater und Freelancer und einer Auszeit in Asien, zog es ihn zurück nach Mecklenburg-Vorpommern, nach Rostock.
Die Idee zu pxtra entstand aus seiner Arbeit im HR- und Payroll-Bereich. Bosold erkannte, dass viele Unternehmen zwar Mitarbeiter-Benefits anbieten, diese aber häufig nach dem Gießkannenprinzip vergeben werden und an den tatsächlichen Bedürfnissen vieler Beschäftigter vorbeigehen.
Mit pxtra entwickelte der Geschäftsführer eine Plattform, mit der Unternehmen ihren Mitarbeitenden Benefits individuell bereitstellen können. Ob Fitnessangebote, ÖPNV, Einkaufsgutscheine oder betriebliche Altersvorsorge – die Vielzahl an Benefits trägt zu weniger Verwaltungsaufwand, einer höheren Nutzung der Benefits und damit zu einer stärkeren Mitarbeiterbindung bei. Für Bosold sind Benefits nicht nur ein Bonus, sondern ein fester Bestandteil einer modernen Unternehmenskultur.
Mehr Informationen zu pxtra unter: www.pxtra.de
Was passiert, wenn eine kreative Unternehmerin Räume nicht nur gestaltet, sondern neu denkt? Die Antwort führt nach Greifswald, zu Alex Schäler und ihren Moood Studios.
Die gebürtige Usedomerin studierte Grafikdesign und arbeitete zunächst projektbasiert und oft digital von Mecklenburg-Vorpommern aus für Kunden im ganzen Bundesgebiet. Parallel entwickelte sie – eher zufällig – eine zweite Kompetenz: Beim Entwurf ihres eigenen Hauses entdeckte sie ihr Talent für Raumkonzepte und Innenarchitektur. Daraus entstand ein erweitertes Portfolio als Innenraumdesignerin, das sie ebenfalls erfolgreich remote umsetzte.
Der nächste Schritt folgte digital: Ab 2018 baute sie sich als Content-Creatorin eine große Community auf. Mit ästhetischen Einblicken in ihr Zuhause, Designwissen und strategischem Aufbau erreichte sie als „dieartige“ bis zu 100 000 Follower.
Heute geht Schäler bewusst einen anderen Weg, zurück ins Analoge. Mit den Moood Studios in Greifswald schafft sie einen physischen Ort für Austausch, Selbstreflexion und persönliche Entwicklung, vor allem für Frauen. Das Konzept: eine Mischung aus „Mental Gym“ und „Soul Space“, also Trainingsraum für mentale Stärke und zugleich geschützter Begegnungsort. Workshops, Gespräche und gemeinsames Lernen stehen im Mittelpunkt, ergänzt durch bewusst gestaltete Räume, die Ruhe und Offenheit fördern.
Moood Studios sind mehr als ein Studio. Der Ort ist ein Gegenentwurf zur digitalen Welt und der Versuch, wieder echte Verbindung und Austausch herzustellen.
Mehr Informationen zu Moood Studios unter: www.mooodstudios.com
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Mitten in Rostock entsteht ein neues Format für Persönlichkeitsentwicklung und Businesswachstum: das for us Festival vom 19. bis 21. Juni im Rostocker IGA Park. Initiator ist Rimbert Schickling, ein Experte, der die Konzert- und Eventbranche aus dem Effeff kennt und nun seine berufliche Erfahrung mit einem persönlichen Anliegen verbindet.
Schicklings beruflich Laufbahn begann kurz nach der Wende. Der Rostocker sprang spontan als Helfer beim Bühnenaufbau ein. Aus diesem Einstieg entwickelte sich über Jahre eine eigene Produktionsfirma. Rimbert realisierte große Veranstaltungen, organisierte Technik, Personal und Abläufe und qualifizierte sich später zum Bühnenmeister. Mehr als zwei Jahrzehnte Selbstständigkeit prägten seinen Weg in der Veranstaltungswelt.
Die Idee für das for us Festival hat jedoch einen anderen Ursprung. Seit Jahren beschäftigt sich Schickling intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung, besucht Seminare und absolvierte eine Coaching-Ausbildung. Sein Eindruck: Für solche Angebote müssen Interessierte aus Mecklenburg-Vorpommern meist reisen. Mit dem for us-Festival will er diese Lücke schließen und damit auch einen Impuls für die Region geben.
Das Konzept des Events setzt bewusst auf Praxisnähe. Statt reiner Bühnenvorträge sollen Besucher:innen konkrete Werkzeuge für ihren Alltag mitnehmen. Workshops, persönliche Coachings und viel Raum für Austausch schaffen eine eher intime Atmosphäre, ergänzt durch Rahmenangebote wie Yoga, Networking und eine Silent Disco.
Zu den angekündigten Speakern zählen unter anderem Veit Lindau, Francisco Medina sowie mehrere Psycholog:innen und Coaches. Ein besonderer Programmpunkt ist Thomas D von den Fantastischen Vier, der nicht als Musiker, sondern als reflektierender Gesprächspartner auftritt.
Alle Informationen zum for us Festival unter: forus.vision
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Wer das Musikwohnzimmer in der Rostocker KTV betritt, spürt die Aura dieses besonderen Ortes. Der Raum im Barnstorfer Weg ist nicht nur bekannt für seine intimen Konzerte, vielmehr schafft der Musik- und Heilgarten einen Platz, in dem Menschen Inspiration, Impulse und Zeit zum Durchatmen finden.
Geschaffen hat diesen wunderbaren Treff Heike Loeffler. Die gelernte Gärtnerin und Floristin führt seit vielen Jahren ein Blumengeschäft in der KTV und entwickelte parallel ihre heutige Arbeit als Medium. Auslöser war eine persönliche Krise, die sie zur intensiven Auseinandersetzung mit Gesundheit, Spiritualität und Selbstheilung führte. Aus diesem Prozess heraus entstand die Idee für den Musik- und Heilgarten.
Ziel dieses ist es, Musik als seelische Kraftquelle zu begreifen. Konzerte werden als „musikalische Heilreisen“ verstanden, ergänzt durch Gespräche und ein offenes Miteinander. Die Wohnzimmerkonzerte genießen in der KTV mittlerweile Kultstatus. Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland entscheiden sich bewusst für diesen intimen Konzertraum, in dem 30 Gäste Platz finden.
Ergänzt werden die Angebote im Musikwohnzimmer durch Blumen- und Kreativworkshops und selbst gebackenen Kuchen. Zudem kann der Raum für private Treffen, Lesungen oder Feiern gemietet werden. „Man kommt als Fremder und geht als Freund“, fasst Heike Loeffler zusammen. Die Inhaberin würde sich freuen, wenn noch mehr Rostockerinnen und Rostocker und Gäste der Stadt diesen Raum für sich entdecken würden.
Mehr Informationen zu den Angeboten im Musikwohnzimmer unter: www.deinmusikwohnzimmer.com
Der Wellenrauschen Podcast ist im Netz unter www.wellenrauschen-mv.de abrufbar.
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Im Wellenrauschen-Podcast #128 lassen Host Oliver Kramer und der Rostocker Mehrfachunternehmer Robert Eisenblätter 2025 Revue passieren. Der Unternehmer blickt auf ein Jahr voller Höhen und Tiefen in wirtschaftlich und politisch herausfordernden Zeiten zurück.
Robert spricht über die Entwicklung seines Unternehmens Lichtwerbung Fehrmann, das er vor drei Jahren in Nachfolge übernahm. Das regionale Unternehmen für analoge Lichtwerbung, Beschilderungen und Folierungen hat sich nach dem schwierigen Geschäftsjahr 2023 stabilisiert und befindet sich wieder im Aufwind. Das zweite Unternehmen, info Büro-Organisation GmbH aus Bentwisch, in dem Robert Eisenblätter gemeinsam mit Robert Mächtig die Geschäftsführung übernommen hat, spürt die konjunkturelle Flaute. Laut des Rostockers befänden sich viele Hersteller von Büromöbeln aktuell in Kurzarbeit. „Das ist ein Zeichen für die angespannte Lage im Mittelstand, was in der öffentlichen Wahrnehmung oft untergeht“, so der Unternehmer.
Laut Eisenblätter sei 2025 für viele Firmen ein schwieriges Jahr gewesen. Hohe Belastungen durch steigende Kosten, ausbleibende Investitionsanreize, die Erhöhung des Mindestlohns und lange Genehmigungsverfahren bremsen mittelständische Betriebe aus. Sichtbar werde dies bei kommunalen Bau- und Infrastrukturvorhaben etwa in Rostock, die sich über Jahre hinziehen.
Trotz der Herausforderungen blickt Eisenblätter optimistisch nach vorn. 2026 will er sich nach dem Ende seiner Präsidentschaft bei den Wirtschaftsjunioren Rostock auf zwei Großprojekte konzentrieren: das Hansetum, eine neue gemeinsame Gründungs- und Unternehmerkonferenz am 05.02.2026, sowie die Weiterentwicklung von „WorkGreater“, einer Plattform für Unternehmer und Entscheider, die zur größten Konferenz ihrer Art im Norden werden soll.
Für Robert bleibt Unternehmertum eine Frage von Haltung. Sein Motto: durchhalten, klar kommunizieren, Strukturen professionalisieren und immer wieder Chancen im Wandel erkennen.
Die Lichtwerbung Fehrmann GmbH ist erreichbar unter: https://fehrmann-werbung.de/
Die info Büro- Organisation GmbH findet ihr unter: https://www.info-buero-org.de/
Mehr Informationen zur Plattform „Work Greater“ unter: https://www.work-greater.de/
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In der Wellenrauschen-Podcast-Folge #127 spricht Host Oliver Kramer mit Antonia Vollmert und Brian Trimde vom institut für berufsbildung und umschulung (ibu) aus Neustadt-Glewe über ihre beruflichen Wege, Motivation und aktuelle Projekte.
Antonia Vollmert stammt aus dem Ruhrgebiet, ist studierte Lehrerin für Politik, Wirtschaft und Erziehungswissenschaft und wechselte nach dem Studium in die Erwachsenenbildung. Seit Kurzem arbeitet sie bei der ibu als Projektmanagerin mit Aufgaben in Fördermittelmanagement und Marketing. Brian Trimde war über 16 Jahre in der Metallindustrie tätig, zuletzt als Industriemeister, bevor er sich bewusst für einen Neustart bei ibu entschied. Heute ist er Projektmitarbeitender und schätzt besonders, dass er mit seiner Arbeit Menschen konkret helfen kann, beruflich Fuß zu fassen.
Beide verbindet die Überzeugung, dass Bildung ein Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe ist. Sie teilen den Wunsch, mit ihrer Arbeit bei der ibu gmbh Menschen neue Chancen zu eröffnen, insbesondere jene mit Migrationshintergrund oder in schwierigen Lebensumständen. Dank praxisnaher Konzepte erleben sie regelmäßig, wie Teilnehmende wieder Mut fassen, neues Wissen erlangen und den Weg in den Arbeitsmarkt finden.
Weitere Informationen zum Projekt „DiversitätPLUS“ unter: www.ibu-europe.de/de/weitere-angebote/diversitaetplus-vielfalt-chancen-zukunft.html
Weitere Informationen zum Projekt „LebensphasenKompass“ unter: www.ibu-europe.de/de/weitere-angebote/lebensphasenkompass-mse.html
In der Wellenrauschen Podcast-Folge #126 spricht Host Oliver Kramer mit Hannah Rosenkranz, Prokuristin beim institut für berufsbildung und umschulung (ibu) aus Neustadt-Glewe, über ihren Werdegang, die Arbeit des Bildungsträgers und das Engagement der ibu gmbh für geflüchtete Jugendliche.
Rosenkranz schildert ihren beruflichen Weg von der Logistik in London und Hamburg zurück in die Heimat. Nach einem Studium und internationalen Stationen, darunter bei der Spedition Kühne + Nagel und der Kühne Logistics University, führte sie die Pandemie ins Familienunternehmen zurück. Ihr Vater gründete das ibu vor über 30 Jahren. Heute beschäftigt die staatlich anerkannte Weiterbildungseinrichtung aus Mecklenburg-Vorpommern rund 55 Mitarbeitende.
Die ibu bietet berufliche Qualifizierungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette an. Ob Landwirtschaft oder Logistik – Ziel ist es, Menschen ohne Berufsabschluss oder mit geringer Qualifikation praxisnah zu Fachkräften weiterzubilden. Möglich macht das unter anderem das Qualifizierungschancengesetz, das durch die Bundesagentur für Arbeit gefördert wird.
„Unsere Dozentinnen und Dozenten kommen direkt in die Betriebe, um Wissen praxisnah zu vermitteln. Das ist vor allem für Menschen, die nach Jahren erstmals wieder lernen ein Vorteil“, erklärt Rosenkranz. Bei der Aus- und Weiterbildung spielt die Digitalisierung eine immer größere Rolle, etwa durch den Einsatz von Tablets oder Schulungen zu KI-Kompetenzen.
Ein besonderes Anliegen der ibu ist zudem die Integration geflüchteter Jugendlicher. Aus einem ehemaligen Internat entstand ein Wohnheim mit 30 Plätzen, in dem unbegleitete Minderjährige betreut werden. Neben Unterkunft und Versorgung steht die sprachliche und berufliche Integration im Fokus. Mit Erfolg: Zahlreiche Jugendlichen haben inzwischen ihre Ausbildung abgeschlossen und sind in Beruf und Gesellschaft angekommen.
Rosenkranz betont, dass die ibu auch künftig den Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft aktiv mit neuen Weiterbildungsangeboten zu Digitalisierung, KI und Fachkräftesicherung begleiten. Sie ist bereit, das Familienunternehmen in die Zukunft zu führen.
Weitere Informationen zu den beruflichen Qualifizierungen der ibu in den Bereichen Landwirtschaft und Fischwirtschaft, Logistik, Einzelhandel und Nahrungsmittelindustrie unter: https://www.ibu-europe.de
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