© Sai de Silva / unsplash.com
„Beeil dich!“, „Schnell, zieh deine Schuhe an!“, „Wir haben es eilig“ – das sind Sätze, die meine Kinder morgens öfter zu hören bekommen. Und das obwohl jede Mutter weiß: Wenn man Kindern sagt, dass sie sich beeilen sollen, bewegen sie sich noch langsamer. „Mama, mach keinen Stress!“, höre ich meinen Großen dann sagen.
Stress – was ist das eigentlich? In der Psychologie spricht man von Eu- und Disstress. Eustress ist positiver Stress. Stress, der mir gut tut, mich herausfordert, meine Leistungsfähigkeit erhöht und mich motiviert. Disstress ist negativer Stress. Disstress habe ich, wenn ich mich überfordert fühle und ich keine Lösungen mehr für meine Aufgaben finde. Er kann zur Verzweiflung führen. Nur Disstress zu haben, macht krank und führt, wenn man keine Erholungsphasen hat, zu einem Burnout.
Welche 8 Punkte mir helfen, Disstress zu reduzieren.
1. Mir bewusst machen, wer ich eigentlich bin
Um negativen Stress vorzubeugen, ist es wesentlich, mich selbst zu kennen. Zu wissen, was ich kann und was ich nicht kann. Wo meine Stärken und Schwächen liegen. Und dies zu akzeptieren. Bin ich ein Mensch mit einem ausgeprägten Empathie- und/oder starkem Verantwortungsgefühl? Arbeite ich sehr gewissenhaft? Wenn ja, dann muss ich umso mehr aufpassen, ein Gleichgewicht von Eu- und Disstress zu besitzen. Ich muss meine eigenen Grenzen kennen und wissen, bei welchen Aufgaben ich mehr Ressourcen brauche. Oder ob ich bestimmte Aufgaben überhaupt annehmen kann oder annehmen sollte. Ich mache mir klar, welche Fähigkeiten ich habe und welche nicht. An welchen Fähigkeiten kann ich noch arbeiten? Was fällt mir schwer? Wo brauche ich Unterstützung?
Um negativen Stress vorzubeugen, ist es wesentlich, mich selbst zu kennen. Zu wissen, was ich kann und was ich nicht kann. Wo meine Stärken und Schwächen liegen. Und dies zu akzeptieren.
2. Dinge tun, die mir gut tun
Ich werde mir bewusst, was ich brauche, um leistungsfähig zu sein. Dazu gehört es, mich selbst zu fragen, was mir gut tun würde. Bewege ich mich regelmäßig oder könnte ich mal wieder einen Spaziergang in der Natur machen? Liebe ich Sport und sollte ich wieder anfangen, jede Woche mal joggen oder schwimmen zu gehen? Ernähre ich mich gesund und ausgewogen? Sollte ich vielleicht einmal ein paar Entspannungsübungen ausprobieren? Oder mal wieder mit einer Freundin eine Shoppingtour oder einen Wellness- Nachmittag machen? Sitze ich gerne mit Freunden in einem Café und philosophiere über Gott und die Welt oder entwickle Lösungsansätze, wie man die Welt retten kann? Oder würde ich es genießen, einfach mal wieder einen Spielenachmittag zu veranstalten und Brettspiele zu spielen?
Ich werde mir bewusst, was ich brauche, um leistungsfähig zu sein. Dazu gehört es, mich selbst zu fragen, was mir gut tun würde.
3. Akzeptieren, wo ich gerade stehe
Manchmal wünsche ich mir, ich wäre schon weiter. Ich akzeptiere nicht, da zu stehen, wo ich gerade bin. Ich habe einen hohen Anspruch an mich selbst, erwarte Leistungen von mir, denen ich nicht gerecht werden kann. Ich will besser oder weiter sein. Ich kann Stress reduzieren, wenn ich versuche, umzudenken und Geduld mit mir selbst habe. Mir deutlich mache, wo ich in meinem Leben stehe und dass ich jetzt das Beste daraus machen will.
4. Realistische Ziele setzen
Ich baue Stress ab, wenn ich mir Ziele setze, die ich erreichen kann. Manchmal kommt es vor, dass ich mir mehr vornehme, als ich überhaupt erledigen kann. Es ist besser, ein realistisches Maß an Aufgaben zu haben, sodass ich am …