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Buchempfehlung: Rutger Bregman – „Im Grunde gut. Eine neue Geschichte der Menschheit" (Rowohlt). Kontext: Jörgs Punkt, dass Menschen sich selbst auch dann für gut halten, wenn sie Mist bauen und dass Verstehen den Respekt leichter macht.
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Erwähnte Personen & Quellen
Methoden der Folge
Themen der Folge
Zitat der Folge
**Hinweis: **Dies ist Teil 2 der Kommunikationsfolge. Teil 1 (#48) behandelte Gottman-Forschung, 5:1-Regel, vier apokalyptische Reiter und die Entstehung von Sprachlosigkeit.
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John Gottman – US-Paarforscher; die „vier apokalyptischen Reiter" (Kritik, Verachtung, Rechtfertigung, Mauern) als stärkste Scheidungsprädiktoren, die 5:1-Regel (fünf positive Interaktionen gleichen eine negative aus) und die „Bits for Connection"/„Turning toward". (Einordnung: Gottmans Kernaussagen gelten als methodisch robust und wurden mehrfach unabhängig bestätigt, sind unter Fachleuten aber nicht unumstritten, Kritiker verweisen u. a. auf die spezifische Stichprobe seiner Studien und darauf, dass Trennung anders als andere Lebensereignisse eine aktive Entscheidung einer der beiden Personen voraussetzt.)
Clarissa Pinkola Estés – Jungianische Analytikerin und Autorin von Die Wolfsfrau (Women Who Run With the Wolves); im Gespräch erwähnt über die Inuit-Erzählung von der „Knochenfrau"/„Skelettfrau", die Estés darin literarisch aufgearbeitet hat
Feministische Märchen-Neudeutung (allgemein erwähnt, kein Titel genannt) die Praxis, Grimm'sche Erzählungen wie „Frau Holle" auf ihre ursprüngliche, oft von Frauen überlieferte Bedeutung hin neu zu lesen
Die Ausgangsfrage: Ist Kommunikation wirklich der Schlüssel zu einer gelingenden Beziehung?
„Kritik ist eigentlich ein unausgesprochener Wunsch, nur ungeschickt formuliert."
Diese Folge endet bewusst offen: Die konkreten Methoden gegen Sprachlosigkeit sowie der Nutzen für Führungsalltag und Partnerschaft sind für Teil 2 angekündigt
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Tania Singer – Neurowissenschaftlerin; Unterscheidung zwischen Empathie, empathischem Stress und Mitgefühl (mit Olga Klimecki)
Friedrich Nietzsche – Kritiker des Mitleids als „Sklavenmoral", die den Leidenden in seiner Schwäche bestätigt statt ihn zu stärken (Hinweis: Im Gespräch fällt der Name leicht verwischt/phonetisch als „Danite", gemeint ist Nietzsche und dessen Begriff der Sklavenmoral aus der „Genealogie der Moral")
Wilhelm Schmid – Philosoph; prägte den Gegenbegriff „Ekpathie", die bewusste Fähigkeit, sich von fremden Gefühlen abzugrenzen, ohne gleichgültig zu werden
Thich Nhat Hanh – vietnamesischer Zen-Mönch; Praxis, sich morgens zuerst selbst mit Mitgefühl zu begegnen (Hand auf die Brust, bevor man sich anderen zuwendet) (Hinweis: im Gespräch phonetisch als „Teachathan" erwähnt)
Dalai Lama – Beispiel im Gespräch für kurze, klare Zuwendung, die von außen fälschlich als „kalt" wahrgenommen werden kann
„Ich fühle mit dir – aber die Verantwortung trage ich nicht dafür, wie du dich fühlst."
Mitgefühl als Taschenmesser: kompakt, alltagstauglich, immer griffbereit – während Barmherzigkeit die Königsdisziplin bleibt, an der man sich immer wieder neu versuchen darf.
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Inhalte im Überblick:
Historischer Ursprung: C.G. Jungs Theorie des kollektiven Unbewussten (aufgestellt um 1919), die er in Abgrenzung zu Sigmund Freuds Konzept des persönlichen Unbewussten entwickelte
C.G. Jung: The Archetypes and the Collective Unconscious (Collected Works, Bd. 9/1), Princeton University Press. Enthält die Kernaufsätze „Archetypes of the collective unconscious" (ursprünglich 1954), „The concept of the collective unconscious" (ursprünglich 1936/37) und „Concerning the archetypes, with special reference to the anima concept" (ursprünglich 1954). ✅ Geprüft. Pacifica Graduate Institute
Wichtig: Jung hat keine feste Zahl von Archetypen postuliert, er ging davon aus, dass es so viele Archetypen gibt wie wiederkehrende Situationen im menschlichen Leben. International Association of Analytical Psychology
Buch Joseph Campbell »Der Heros in tausend Gestalten«
Jungs ursprüngliche Kernarchetypen laut Transkript: das Selbst, der Schatten, Anima/Animus, die Persona, die weise Mutter, das Kind, der Held und der Trickster
Hinweis: Die vier oft zitierten Marketing-Archetypen (König, Krieger, Magier, Liebhaber) sind laut Jörg eine spätere, vereinfachte Zusammenstellung durch Jung-Interpret:innen, nicht Jungs eigene Originalliste
Ältere, kulturübergreifende Wurzeln archetypischer Vorstellungen (Rollen wie König/Anführer, Krieger, Schamane) bei indigenen Völkern und in der Mythologie
Persönliche Erfahrungsberichte: Schwitzhütten-Arbeit in Österreich, Studium der Archetypen in den frühen 2000er-Jahren
Praktische Anwendung im Coaching: das Konzept des "inneren Teams" (z.B. inneres Kind, Krieger, König) und wie es Klient:innen – auch Geschäftsführer:innen – hilft, eigene Unternehmensdynamiken zu verstehen
Diskussion: Unterschied zwischen Archetypen-Arbeit und dem systemischen Konzept des inneren Teams
Kritische Perspektiven auf das Archetypen-Modell: u.a. der Vorwurf, das Modell sei aus heutiger Sicht zu patriarchal bzw. zu hierarchisch gedacht (König an der Spitze)
Rollenklärung: Unterschied zwischen Coach, Berater und Therapeut – anhand der Bilder "Wegweiser", "Ressourcen aktivieren" und "Ursachenforschung"
Werbeblock: Qiu empfiehlt das "K8-Prinzip" von Jörg Adolphs erreichbar unter kai8prinzip.de ein Coaching-Ansatz mit acht Themenschwerpunkten, die auf persönlicher, Team- und Unternehmensebene wirken
Abschließender Gedankengang: Was ist das "wahre Selbst" hinter allen Archetypen und welche Rolle spielen Stille und Leere dabei?
Ein popkultureller Exkurs zur TV-Sendung "Alles nichts oder?" von Hugo Egon Balder
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In dieser ungeskripteten Folge nehmen Jörg und Qiu euch live mit in ein Gespräch, das eigentlich als Vorbereitung für die nächste Ausgabe gedacht war und zu einer echten Standortbestimmung des Männerkompass wird.
Darum geht's:
Die unterschiedliche Wahrnehmung der Rückmeldungen: Qiu - Männer melden sich eher knapp ("Danke fürs Zusenden", Daumen hoch), Frauen oft mit ausführlicher, reflektierter Rückmeldung.
Die Meta-Frage: Wofür steht der Männerkompass eigentlich? Wohin zeigt die Nadel?
Diskurskultur, Meinungsverschiedenheiten und warum Respekt mehr ist als ein Lippenbekenntnis
Positionierung: Warum ein Podcast ohne unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzen trotzdem wertvolle, verantwortungsvolle Arbeit ist.
Grüße an den Podcast "Leipzig lauscht" sowie Dank an das Männernetzwerk Dresden für eine Einladung, aus der eine gemeinsame Aufnahme mit Jenz Steiner-ColoRadio entstand (Ausstrahlung im September 2026)
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Themen der Folge:
Zitat der Folge:
Erwähnte Bücher & Medien:
Film: „Alles steht Kopf" (Pixar/Disney, engl. Inside Out) – Empfehlung von Q; über die fünf Grundemotionen (Freude, Trauer, Wut, Angst, Ekel) – auch für Erwachsene sehr sehenswert
Erwähnte Spiele:
Abschlussbild
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Buchempfehlungen:
Richard C. Schwartz - Mutige Liebe
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Zentrale Gedanken aus der Folge:
Leichtigkeit bedeutet nicht, dass alles einfach sein muss.
Es gibt eine natürliche Schwere im Leben: Veränderung, Abschied, Krankheit, Verlust, Unsicherheit. Und es gibt eine zusätzliche Schwere, die wir selbst oben drauflegen: Selbstkritik, Perfektionismus, Vergleiche, Schuld, Scham und der Druck, alles richtig machen zu müssen.
Genau darüber sprechen wir in dieser Folge.
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In dieser Folge sprechen Jörg und Daniel über:
Warum KI im Projektmanagement kein Zukunftsthema mehr ist, sondern bereits Realität
Ein zentraler Gedanke aus der Folge:
Viele Grenzen, die wir heute noch im Kopf haben, stammen aus einer Zeit, in der Softwareentwicklung langsam, teuer und kompliziert war. Wenn KI diese Parameter verschiebt, lohnt es sich, alte Ideen neu zu prüfen:
Was wäre möglich, wenn es einfacher wäre?
Angekündigte Links:
Daniel Dietze Website
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