
Sign up to save your podcasts
Or


Kann es eine Demokratie gegen die Mehrheit geben?
Mit Thukydides und Aristoteles vertiefe ich mich in die Frage, wie sich Demokratie und Mehrheit zueinander verhalten.
Ist Demokratie Herrschaft durch die Mehrheit, Herrschaft im Interesse der Mehrheit oder noch etwas anderes? Und welche Rolle spielt dabei das Gemeinwohl?
Abschließend werfe ich einen Blick auf die moderne Demokratie und thematisiere die Gefahren der Repräsentation.
Kapitel:
00:00 – Auftakt und Demokratiebegriff in Thukydides‘ ‚Gefallenenrede des Perikles‘
01:37 – Herrschaft der Mehrheit oder Herrschaft im Interesse der Mehrheit?
04:03 – Aristoteles und das Gemeinwohl
06:46 – Historischer Einschub zur athenischen Demokratie
08:16 – Zwischenfazit und Problematik des ‚Gemeinwohls‘
10:14 – Gegen das Mehrheitsinteresse, aber fürs Gemeinwohl: Beispiel
14:08 – Die moderne Demokratie und die Gefahren der Repräsentation
#Demokratie #PolitischePhilosophie #Politik #PolitischeTheorie
Der dänische Philosoph und religiöse Denker Sören Kierkegaard hat es gewusst: Mit Vergleichen kannst du dir dein Leben ruinieren. Vergleiche können das Ende des Glücks und den Anfang der Unzufriedenheit bedeuten. Aber vielleicht müssen sie das nicht in jedem Fall. In diesem Podcast denke ich darüber nach, warum das Vergleichen so oft destruktiv ist. Von der Problematik des Vergleichs gelangen wir dabei zu der Notwendigkeit des Bewusstseins, ein unverwechselbares Individuum zu sein, und schließlich zur Frage nach unserem Selbstbild. Kapitel: 00:00 – Auftakt mit Sören Kierkegaard 00:48 – Der Vergleich als unsichtbarer Dieb und Social Media 04:42 – Vergleich und Entwertung 06:19 – Mit wem vergleicht man sich? 08:35 – Vergleich, Quantifizierung und Kopie des Allgemeinen 11:29 – Kierkegaard: Gott, Selbst und Vergleich 12:54 – Individualität. Oder: Die Lilie auf dem Felde 13:57 – Die Existenz ist keine Wettkampfarena des Vergleiches 15:26 – Selbstvergleich und Selbstoptimierung 16:22 – Ist das Vergleichen immer problematisch? 19:05 – Imitatio Christi 20:17 – Die Bedeutung des Bewusstseins, ein unvergleichliches Individuum zu sein 22:11 – Vergleich in Beziehung, Sport und Schule 25:45 – Kierkegaards „Einzelner‘ muss den Vergleich nicht fürchten 26:44 – Gott, das Selbst und die Anderen: Die Problematik des Idealbildes 31:37 – Ausklang #Philosophie #Vergleich #SörenKierkegaard #Religion
Ob beim Blick aufs weite Meer oder in den Sternenhimmel: Das Gefühl der Unendlichkeit fasziniert uns Menschen seit je. Doch welche spannenden Gedanken finden sich über die Unendlichkeit in Philosophie und Ideengeschichte?
In diesem philosophischen Podcast präsentiere ich einige Funde aus Antike, Mittelalter und Neuzeit, Gedanken zur Unendlichkeit, die sich eher auf die Außenwelt beziehen, und solche, die sich eher auf die Innenwelt beziehen. Und einen spektakulären Fund aus der Mathematik.
Ich bespreche:
• Anaximander und das "Apeiron" als Urprinzip;
• Blaise Pascal und den Menschen zwischen zweiUnendlichkeiten;
• Georg Cantor, der bewies, dass es verschiedene Größen vonUnendlichkeiten gibt;
• Sören Kierkegaard und das verzweifelte Selbst;
• Friedrich Schleiermacher und Religion als "Sinn undGeschmack fürs Unendliche";
• Gott und seine Unendlichkeit in Theologie und Metaphysik:Thomas von Aquin & Nikolaus von Kues.
Kann Philosophie als der Versuch verstanden werden, dasEndliche auf das Unendliche hin zu öffnen?
Kapitel:
00:00 - Einleitung: Die Faszination des Unendlichen
01:10 - Anaximander: das Apeiron
03:35 - Blaise Pascal und die zwei Unendlichkeiten
07:42 - Georg Cantor und die mathematischen Unendlichkeiten?
11:07 - Sören Kierkegaard und die Verzweiflung derUnendlichkeit
20:02 - Friedrich Schleiermacher: Sinn und Geschmack fürsUnendliche
24:33 - Gott ist unendlich: Thomas von Aquin und Nikolausvon Kues
28:25 - Ausklang: Philosophie als Öffnung zum Unendlichen?
Während der Lektüre von Ernest Renans berühmtem Vortrag "Qu'est-ce qu'une nation?" (Was ist eine Nation?) stellte sich mir die Frage: Droht dann eventuell der Zerfall der deutschen Nation? Ausgehend von Renans bekanntem Wort, wonach eine Nation auch ein "plébiscite de tous les jours" (tägliches Plebiszit) sei, und mit Rückgriff auf Hannah Arendt und Carl Schmitt entwickele ich in diesem Podcast das Szenario eines Deutschlands, das aufgrund von Moralisierung politisch so polarisiert ist, dass die Deutschen eine solche 'tägliche Abstimmung' irgendwann nicht mehr mit 'Ja' beantworten könnten.
Ein bekanntes Zitat von Bertrand Russell über Moralisten, Tugendwächter und andere Sittenstrenge hat mich zum Schmunzeln gebracht – und zum Nachdenken darüber, wie es mit den Moralisten unserer Tage bestellt ist.
Ich thematisiere unter anderem den Unterschied von Moral und Moralismus und die Instrumentalisierung der Moral, zum Beispiel zur sozialen Distinktion und als Machtdemonstration.
Viele spüren es: Wir Deutschen stecken in einer nationalen Identitätskrise. In diesem Podcast versuche ich, besser zu verstehen, worin diese Identitätskrise besteht. Ich erkläre zunächst, was eine Nation überhaupt ist, und führe ein wichtiges Konzept von Benedict Anderson ein: die „imagined community“, die „vorgestellte Gemeinschaft“. Danach betrachte ich drei wichtige nationale Identitätsanker der Deutschen nach 1945 – die Fußballnationalmannschaft, die deutsche Wirtschaftskraft und die „deutschen Tugenden“ – und zeige, warum die mit ihnen zusammenhängenden Erzählungen der Deutschen über sich selbst heute nicht mehr funktionieren. Abschließend denke ich darüber nach, wie es mit der deutschen Identität in Zukunft weitergehen könnte.
Warum hat Nietzsche viele seiner besten Gedanken nachSpaziergängen aufgeschrieben? Warum ging Kant in Königsberg jeden Tag exakt zur selben Zeit spazieren? Und was hat Aristoteles mit der "PeripatetischenSchule" begründet?
In diesem Podcast machen wir einen philosophischen Spaziergang an der frischen Luft. Wir schauen uns die Philosophie des Gehens und die Ideengeschichte des Spaziergangs an – von Aristoteles über Rousseau,Kierkegaard und Nietzsche bis hin zu Kant, Heidegger, Thoreau und Walter Benjamin.
Denn Denken muss nicht immobil am Schreibtisch stattfinden.Es entsteht oft erst in der Bewegung.
Warum verfallen so viele Menschen nach dem Ende einer Fußball-Weltmeisterschaft oder dem Ausscheiden des eigenen Teams einer inneren Leere?
Depressive Verstimmung, Motivationsloch oder das plötzliche Verschwinden eines großen, gemeinsamen Ziels?
In diesem Podcast analysiere ich das psychologische und soziologische Phänomen nach dem WM-Aus – dieses seltsame Gefühl der Leere. Ich blicke hinter die Kulissen der Emotionen und hinterfrage, was dieses emotionale Loch für Fans und Gesellschaft wirklich bedeutet.
John Stuart Mill entwickelt in ‚On Liberty‘ eine der bis in die Gegenwart einflussreichsten Verteidigungen der Meinungsfreiheit.Warum sollten wir sogar Meinungen zulassen, von denen wir überzeugt sind, dass sie falsch sind?#Philosophie #Meinungsfreiheit #JohnStuartMill
Was macht eine große Fußballmannschaft aus? Der Sieg? Die Effizienz? Die perfekte Taktik? Oder bewundern wir im Sport womöglich etwas ganz anderes: Mut, schöpferische Kraft und die Fähigkeit, über sich hinauszuwachsen? Friedrich Nietzsche hat nie über Fußball geschrieben. Aber sein Denken kann eine spannende Perspektive auf das Spiel eröffnen. Was bewundern wir eigentlich, wenn wir Fußball schauen?
From the publisher's feed