Musik-Interviews

Musik-Interviews

By radioeins (rbb)Society & Culture
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Musik-Interviews episodes

  • Funny van Dannen

    Unser heutiger Gast ist eine ganze Agentur oder Redaktion in Personalunion. Anders ließe sich der enorme Output, all die Bücher, Bilder und Songs, ja gar nicht wuppen. Funny van Dannen, der 1958 im nordrhein-westfälischen Tüddern zur Welt kam, läuft mit einem Katalysator durch die Welt, der Erlebtes sofort in Lyrik, Bilder oder Pointen umzusetzen weiß. Ein fußballverrücktes und durchaus auch talentiertes Kind war das, mit 9 schon als Heino-Double unterwegs, mit 15 kam die Gitarre und den Eltern zuliebe später dann ein Studium, mit dem man auch was werden kann: Grafikdesign, aber eigentlich träumte Funny van Dannen immer schon vom freien Künstlerleben.

    Nun, wie heißt es so schön: Man soll sich immer genau überlegen, was man sich wünscht, es könnte ja in Erfüllung gehen. Ging es nämlich. Frei, immer kreativ, treue Fans über Jahrzehnte, Anerkennung über’s Feuilleton hinaus, aber nie der ganz große Coup. Wobei man es anders formulieren muss: Stars wie Udo Lindenberg oder Campino machten aus Funnys Werken richtig große Nummern, die Anti-Bayern-Hymne der Toten Hosen “Wir würden nie zum FC Bayern München gehen“ ist unkaputtbar und stammt von: Funny. Oder "Nana M." von Udo Lindenberg. Nun aber ist der Zeitpunkt gekommen, an der Künstler mit uns Schluß machen möchte, aus, vorbei, es reicht, dieses letzte Album noch, dann ist finish, Ende Gelände. Wirklich?

    Playlist

    The Jam - This Town called Malice
    Funny van Dannen & Dota Kehr - Großstadtliebe
    Bob Dylan - Love Minus Zero
    Marlene Dietrich - Sag mir wo die Blumen sind
    Hildegard Knef - Eins und Eins
    Bo Kaspers Orkester - Semester
    Jimmy Smith - The Cat
    Howard Carpendale - Armer, alter, reicher Mann
    Funny van Dannen - Wir haben Zeit (Live) - neues Album Songs to Go
    Hans Albers - Beim ersten Mal tut's noch weh
    Malva - Zitronen, Gin und Meersalz aus Peru

    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

    1 hr 25 min
  • Schorsch Kamerun

    40 Jahre ist es her, da wurde in Hamburg eine Band gegründet, die sich zu einer der wichtigsten und wandelbarsten Musikgruppen in diesem, unserem Land entwickeln sollte: die Goldenen Zitronen. Aus diesem Anlass veröffentlichen sie nun nicht nur eine imposante Triple-LP-Werkschau, sondern gehen obendrein auf Konzertreise, die im Dezember gleich zweimal in Berlin Halt macht. "Goldies"-Sänger Schorsch Kamerun war für ein Interview und eine kleine Live-Darbietung zu Gast im studioeins.

    20 min
  • Kayam
    Im September erst war Mike Rauss bei uns in eigener Sache zu Gast, um seine Solo-Songs vorzustellen und damit das von ihm selbst so getaufte dazugehörige Nischengenre "Falafel-Pop" zu etablieren. Nun beehrt er uns abermals und wird begleitet von seiner kleinen Schwester Kim, mit der gemeinsam er das Duo Kayam bildet. Auch Kayam verorten sich im "Falafel-Pop" und definieren diesen als "Fusion von Genres, die sie mögen, einer Beinahe-Besessenheit mit Kichererbsen und viel Liebe." Dabei dürfte auch die (im wahrsten Sinne des Wortes) bewegte Lebensgeschichte der beiden Spuren hinterlassen haben – ihre Mutter stammt aus Irland, sie wuchsen in Israel, England und Deutschland auf, und schrieben einen ihrer ersten gemeinsamen Songs, "Butterfly", am Ufer eines Flusses in Australien, wie Mike im Interview verriet. Dieser Tage sind sie in Berlin beheimatet und haben 2023 ihr immer noch aktuelles Album "Omens" herausgebracht, dessen eklektischer musikalischer Ansatz beeindruckendes Zeugnis des eben genannten ist: Kim spielt die keltische Harfe, während Mike die Gitarre sowohl im "herkömmlichen" Sinne einsetzt wie auch mit ihr und einer Loop-Station perkussive Elemente kreiert. Beide singen, und heraus kommen folkig-melancholische Songs mit viel Atmosphäre, die nicht selten durch unerwartet tanzbare Beats und jazzig-funky Abzweigungen überraschen. Ein paar davon werden wir heute Abend im Bikini live hören, und von den beiden außerdem im Interview erfahren, was aktuell bei ihnen los ist und was sie für die Zukunft geplant haben.
    36 min
  • LIAS
    Der klassisch ausgebildete ehemalige Knabensolist nennt seine neue EP vielsagend "Funeral Of A Choir Boy". Darauf verarbeitet er in so melancholischen wie mitreißenden Pop-Songs ein "Gefühlschaos aus Abschied, Trennungsschmerz und Depression" – und findet im Abschied Erlösung, im Ende einen Neuanfang.
    26 min
  • Noah Slee
    Nachdem er in den vergangenen zwei Jahren die (eigene) Musik ein wenig zugunsten anderer künstlerischer Unternehmungen hintangestellt hatte, kehrt der neuseeländische Neo-Soul-Sänger Noah Slee dieser Tage gleich mit einem doppelten Paukenschlag zurück: Nicht nur veröffentlichte er just eine neue Single, sondern wird auch am morgigen Dienstag an einem ganz besonderen Ort auftreten. Darüber und über so manches mehr sprechen wir heute mit ihm im studioeins. Seine Bühnenrückkehr als Headliner feiert der in Berlin lebende Slee unter dem Motto "Expressions World" im THF Tower, einem der ersten barrierefrei sanierten Gebäudeteile des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Deshalb wird ihn bei seinem heutigen Besuch im Bikini der Geschäftsführer dieser außergewöhnlichen Location begleiten, und ein wenig von deren Besonderheiten und zukünftigen Plänen berichten. Auch Noah Slee, der neben Zusammenarbeiten mit Joy Denalane oder seinem Gesangsbeitrag zum Feiertags-Hit "Keep Your Head Up" für seine Mischung aus traditionellem Soul und modernen elektronischen Klängen bekannt ist, wird im Interview Rede und Antwort stehen, und anschließend den ein oder anderen Song live performen.
    17 min
  • Tülin Sezgin aka Connyfromtheblock

    Treffen sich zwei Freunde. Sagt der eine: Du kannst dir nicht vorstellen, was mir gestern passiert ist. Ich brauchte einen neuen Reisepass, bin dann zum Bezirksamt und ... hörst Du mir eigentlich noch zu? Nein. Niemand hört jemandem zu, der sich wütend und erschöpft über Behörden-und-Beamten-Wahnsinn ereifert. Langweilig. Wissen wir, selbst schon 1000 mal erlebt. Aus dem Leben und Wirken auf dem Amt, aus Klischees, Vorurteilen und Erfahrungen und hat unser heutiger Gast, Tülin Sezgin die höchst erfolgreiche Figur "Conny from the Block“ erschaffen, wie ein lustiger Dr. Frankenstein, jetzt ist Conny da und hat ein Eigenleben entwickelt, über das sich Hunderttausende in den Sozialen Medien täglich freuen. Ein Buch und ausverkaufte Lesungen gibt es, ein Bühnenprogramm und eben jene kluge und lustige Tülin Sezgin, die als Beamtin im gehobenen Dienst tausende von Situationen erlebte, die sie nun - sehr liebenswert im übrigen - als Conny und zwölf weitere Charaktere persifliert. Ihr geht es dabei nicht darum, ausgereizte Pointen aufzuwärmen. Eher möchte die gebürtige Neuköllnerin die Welt ein bisschen retten, und hat da durchaus ein paar Ideen.

    Playlist:

    Heaven 17 - Let me go
    David Guetta feat. SIA - Titanium
    Sabrina Setlur - Du liebst mich nicht
    Tarkan - Simarik
    Mine - Ich weiß es nicht
    Bruce Springsteen - Hungry Heart
    Toni Braxton - He wasn’t Man enough
    Billy Joel - Vienna
    Shirin David - Ich darf das

    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

    1 hr 23 min
  • Toni Kater
    Einer Welt, die zunehmend Lautstärke, Aggressivität und Oberflächlichkeit zu belohnen scheint, setzt Toni Kater auf ihrem neuen Album "Jemals" unter anderem das vielleicht zärtlichste gesungene "Fuck You" der Pop-Geschichte entgegen – und erzeugt auch sonst gerade durch bewusste Reduktion und Intimität eine beeindruckende, fesselnde Dringlichkeit. Auch bei ihrem mittlerweile achten Soloalbum findet Toni Kater neue Herangehensweisen an die Musik. So hat sie beispielsweise dessen Songs erstmalig komplett im Alleingang geschrieben, eingespielt und produziert, und setzt dabei fast ausschließlich auf den Klang akustischer und sparsam eingesetzter E-Gitarren – und natürlich auf ihre Stimme. Diese zieht rasch in ihren Bann, wenn die 47-Jährige Geschichten von Dingen und Menschen erzählt, die stets Gefahr laufen, im turbulenten Alltag unterzugehen, wenn sie Fragen über die Möglichkeiten und Schwierigkeiten des Daseins stellt, oder "einfach" Gedankenspiele verfolgt, die interessante, inspirierende Wendungen nehmen und neue Perspektiven eröffnen. Am 24.11. findet das offizielle Release-Konzert für "Jemals" im Berliner Dock 11 statt; bereits heute erscheint das Album und deshalb besucht uns Toni Kater im studioeins, um im Interview darüber zu sprechen und natürlich den ein oder anderen Song live vorzustellen.
    27 min
  • The Dharma Chain
    Das ursprünglich aus Byron Bay, Australien, stammende Quintett verließ seine sonnige Heimat zugunsten der pulsierenden Musikszene Berlins. Dort fanden die fünf ganz offenbar einen äußerst fruchtbaren Boden für ihren psychedelisch groovenden Rock vor, wie das Debütalbum "Nowhere" beweist. Als Mischung aus Sixties-Garage-Rock und Neunziger-Shoegaze bezeichnen The Dharma Chain ihren Sound, und haben nichts weniger als die Weltherrschaft zum Ziel erkoren. Dass der Weg dorthin steinig ist, mussten sie unlängst erfahren: Nach monatelangen Verzögerungen und Vertröstungen ging das Presswerk schließlich pleite, das für die Herstellung der Vinylfassung von "Nowhere" zuständig war, und die Band stand zum Veröffentlichungstermin im Sommer ohne physisches Produkt da. Ganz im Geiste des Gruppennamens überwanden die Musiker:innen den materiellen Mangel selbstbewusst, indem sie sich auf die ohnehin wichtigere spirituelle Erfahrung konzentrierten, die nur Live-Konzerte bieten können, und gewannen so zahlreiche neue Fans. Just von einer erfolgreichen kleinen Tour durch Deutschland und Polen zurückgekehrt, sind The Dharma Chain heute Abend für Interview und Live-Kostprobe zu Gast im studioeins.
    32 min

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